40.000
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Hachenburg

Aus für das Hachenburger Filmfest

Ein halbes Jahr bevor eigentlich das vierte Festival des neuen Deutschen Films im Hachenburger Kino beginnen sollte, hat sich das Cinexx-Team schweren Herzens von einer Neuauflage verabschiedet. Damit steht fest, dass die mit viel Lob bedachte cineastische "Löwen"-Jagd keine Fortsetzung finden wird. Für die Entscheidung sind nicht zuletzt finanzielle Gründe ausschlaggebend.

Vor der Pause im vergangenen Jahr hatte das Kino Cinexx von 2007 bis 2009 den Glanz der Filmindustrie jeweils für eine Spätsommerwoche wie unter einem Brennglas gebündelt. Weit mehr als 20 Filme gingen jeweils an den Start, teilweise als deutsche Vorpremiere. Drehbuchautoren, Schauspieler, Regisseure und Produzenten kamen in den Westerwald, stellten ihre neuesten Filme vor und nahmen sich Zeit für Gespräche mit den Kinogängern. Fleißige Juroren legten den Grundstein für die Vergabe der "Löwen". Prominente Künstler wie Ben Becker, Jan Josef Liefers, Anna Maria Mühe, Sönke Wortmann oder Vadim Glowna fanden den Weg nach Hachenburg. Rund 4000 Besucher tauchten pro Festival in die Vielfalt des Neuen Deutschen Films ein – zu wenig für ein wirtschaftliches Auskommen. Doch damit nicht genug: Zu dem Problem, in einer ländlichen Region zahlungskräftige Gäste in ausreichender Zahl mobilisieren zu können, gesellt sich 2011 die spürbare Zurückhaltung bei Sponsoren. Auch die Stadt Hachenburg konnte mit Blick auf ihre Finanzsituation vorerst keine großzügige Förderung wie in den Vorjahren (10000 Euro) zusagen. "Ich bin überrascht und betrübt", sagt Bürgermeister Peter Klöckner.

"Das ist bitter", bedauert auch Jürgen Hardeck die Entscheidung. Der Geschäftsführer des Kultursommers Rheinland-Pfalz und Ideengeber des Filmfestes sieht darin den Verlust eines überregionalen Höhepunktes. Das Land gehörte zu den festen Förderern des Filmfestivals und hatte über den Kultursommer auch für 2011 wieder 13000 Euro bereitgestellt. "Das ist sehr schade, ganz furchtbar", kommentiert Hachenburgs Kulturreferentin Beate Macht die Absage. Die KulturZeit habe dem Filmfest von Beginn an einen hohen Stellenwert beigemessen und stets Unterstützung angeboten.

"Die Entscheidung ist uns wirklich nicht leicht gefallen", sagt Karin Leicher vom Cinexx-Team. Aber leider sei die finanzielle Komponente existenziell wichtig. Der Aufwand stehe in keinem Verhältnis zu dem unbefriedigenden Ergebnis.

Was bleibt? Das Cinexx ist laut Wilma Hüsch weiterhin bemüht, die deutsche Filmkultur zu fördern, vor allem um Kindern und Jugendlichen den Zugang zu diesem Sektor zu bieten. Aus der Erkenntnis heraus, dass die bisherigen Festivals in wenigen Tagen zu viel Programm komprimierten, will das Cinexx verstärkt auf einzelne Aktionen setzen: So werden Gäste aus der Branche eingeladen zu Premieren, Lesungen oder Filmgesprächen. Leicher: "Das heißt, der rote Teppich wird immer wieder ausgerollt, und das Publikum kann deutsche Filmstars aus der Nähe betrachten." elm

Mehr dazu lesen Sie in der Freitagausgabe der Westerwälder Zeitung.

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