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Montabaur

Albert Kram wird 80: Ohne ihn sähe die Sportlandschaft anders aus

Thorsten Ferdinand

Als Albert Kram in den 60er-Jahren damit begann, für den Ausbau der Sportinfrastruktur im Westerwald zu kämpfen, wurde Fußball in der Region noch ausschließlich auf Hartplätzen gespielt.

Bewegung hält jung, ist Albert Kram überzeugt. Noch heute trainiert er regelmäßig im Sportstudio des TuS Montabaur, das er vor 30 Jahren aus der Taufe gehoben hat. Das Radfahren ist seine Leidenschaft – und das soll auch noch möglichst lange so bleiben.  Foto: Thorsten Ferdinand
Bewegung hält jung, ist Albert Kram überzeugt. Noch heute trainiert er regelmäßig im Sportstudio des TuS Montabaur, das er vor 30 Jahren aus der Taufe gehoben hat. Das Radfahren ist seine Leidenschaft – und das soll auch noch möglichst lange so bleiben.
Foto: Thorsten Ferdinand

Auch große Turnhallen suchte man vergeblich, über Räume für Leibesübungen verfügten allenfalls einige Schulen. Nun wird der langjährige Sportfunktionär und Übungsleiter 80 Jahre alt. Am Rosenmontag, 12. Februar, wird er diesen Geburtstag im Vereinsheim des TuS Montabaur feiern – gleich neben seinem Sportstudio, wie es sich gehört. Und mit Fug und Recht werden die Gratulanten dann sagen: Ohne Albert Krams Engagement sähe die Wäller Sportlandschaft heute anders aus.

Noch immer ist der Jubilar Mitglied des Sportstättenbeirats im Westerwaldkreis, Experte für Sportstättenbau und natürlich Übungsleiter beim TuS Montabaur sowie im Sportbund Rheinland. Die Ausbildung neuer Trainer fördert und begleitet Kram schon seit Jahrzehnten, er selbst hat seit 1963 den Übungsleiterschein. Mit seinem Sportstudio, einer Abteilung des TuS Montabaur, war Kram vor 30 Jahren ein Pionier auf dem Gebiet des Kraft- und Fitnesssports. Die Einrichtung liegt ihm bis heute besonders am Herzen.

Darüber hinaus erinnert sich der demnächst 80-Jährige aber auch gerne an andere große Projekte, die er mit auf den Weg gebracht hat, darunter zum Beispiel das 1987 eingeweihte Mons-Tabor-Stadion in Montabaur oder auch die beiden großen Turnhallen im dortigen Schulzentrum. Als Sportkreisvorsitzender zog der Jubilar jahrelang im Hintergrund die Fäden – und das nicht nur für den Westerwaldkreis, sondern auch in der Sportstättenkonzeption für die zehn Verbandsgemeinden im Kreis.

Während es vor Jahrzehnten vor allem an Sportstätten im Westerwald mangelte, so fehlen heute in erster Linie die ehrenamtlichen Funktionäre. Viele Sportvereine haben inzwischen Probleme, noch einen Vorstand zu finden, hat Kram festgestellt. Für den Jubilar ist das ein Grund mehr, auch mit fast 80 Jahren noch nicht an den Ruhestand zu denken. Albert Kram will sich weiterhin einbringen und im TuS Montabaur aktiv bleiben, solange es geht. Gleiches gilt freilich für seine sportlichen Ambitionen: Noch heute tritt er regelmäßig in die Pedale. Mehr als 5000 Kilometer pro Jahr legt Kram mit dem Fahrrad zurück. In diesem Jahr soll es auf den Mont Ventoux in Frankreich gehen, über dessen 1912 Meter hohen Pass auch die Tour de France schon mehrmals führte. „Bewegung hält jung“, ist der Jubilar überzeugt, und deshalb will er auch weiter Sport treiben, solange es der Körper zulässt.

Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

Als Lehrer jahrzehntelang in Montabaur tätig

Albert Kram wurde 1938 in Höhn-Neuhochstein geboren. Schon früh verschlug es ihn in den südlichen Westerwald. Nach dem Abitur in Montabaur und anschließendem Lehramtsstudium unterrichtete er zunächst an den Volksschulen in Stahlhofen und Montabaur, ehe er 1966 Lehrer am Aufbaugymnasium, dem heutigen Landesmusikgymnasium, wurde.

1980 wechselte Albert Kram an die Anne-Frank-Realschule in der Wäller Kreisstadt, an der er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2002 blieb. Sportlich war der Jubilar als Leichtathlet im SV Staudt und im TuS Montabaur aktiv. Lang ist vor allem die Liste der Verdienste als Sportfunktionär: Schon 1965 gründete Albert Kram die LG Westerwald, 1971 folgte der Leichtathletikkreis und 1975 der Sportkreis Westerwald. Er war 30 Jahre lang im Westerwälder Kreistag tätig, ist seit 1970 im Vorstand des TuS Montabaur und seit 55 Jahren als Übungsleiter aktiv.

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