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    Advent: Als wäre es der echte Nikolaus

    Ein Nikolaus hat gut lachen, denn wo er auftaucht, leuchten die Kinderaugen.

    Sie sind in diesem Jahr auf Nikolaustour: Daniel Künzer, Michael Hemmerich und Björn Walden als Nikolaus; Katharina Bernecker und Alessa Schmidt als Engel; Felix Kunoth, Moritz Werner, Tobias Kuczera als Knecht Ruprecht. Die Pfadfinder St. Peter in Ketten von Montabaur haben insbesondere in den Reihen der Jugendpfadfinder, der 11- bis 14-Jährigen, noch Plätze frei.
    Sie sind in diesem Jahr auf Nikolaustour: Daniel Künzer, Michael Hemmerich und Björn Walden als Nikolaus; Katharina Bernecker und Alessa Schmidt als Engel; Felix Kunoth, Moritz Werner, Tobias Kuczera als Knecht Ruprecht. Die Pfadfinder St. Peter in Ketten von Montabaur haben insbesondere in den Reihen der Jugendpfadfinder, der 11- bis 14-Jährigen, noch Plätze frei.
    Foto: Sascha Ditscher

    Von unserer Redakteurin Susanne Willke

    Ein guter Grund für die Pfadfinder St. Peter in Ketten von Montabaur, jedes Jahr aufs Neue loszuziehen, damit die Kinder den gütigen, alten Mann sogar höchstpersönlich zu Gesicht bekommen. Mit weißem Bart, Mitra, rotem Bischofsgewand und Stab sehen die Pfadfinder aus wie der echte Nikolaus. Noch nie hat ein Kind ihre Echtheit angezweifelt, so beeindruckt sind sie, wenn er leibhaftig an der Tür klingelt.

    Wenn der Nikolaus sich auf den Weg macht, in diesem Jahr sind es sogar drei, geschieht alles ganz so, wie es die Eltern für ihre Kinder wünschen. Begleitet von Knecht Ruprecht und einem Engel, zieht er, auf Bestellung wohlgemerkt, von Kind zu Kind. Die Geschenke und ein Zettel mit Sonderwünschen werden vor der Haustür deponiert. In Windeseile muss sich das Nikolausteam darauf einstellen. Die Geschenke kommen in den großen Sack. Der Zettel mit den Aufträgen ins Gedächtnis und in das goldene Buch des Nikolaus'. Nur ganz selten muss er schimpfen oder Knecht Ruprecht sogar die Rute auspacken. Die meisten Kinder sind natürlich brav, denn sie wollen es dem Nikolaus recht machen. Manchmal muss der Nikolaus einem Kind erst den Schnuller abluchsen, bevor es Geschenke bekommt. Manchmal haben aber auch die Kinder etwas vorbereitet. Da werden Gedichte vorgetragen, da wird gesungen und musiziert, bevor das Geheimnis um die Geschenke gelüftet wird.

    „Bilder und besonders schöne Zettel sammeln wir", erzählt Daniel Künzer, einer der Nikolausdarsteller. Eine knappe halbe Stunde dauert der Auftritt, dann müssen der Nikolaus und sein Team sich auf den Weg zur nächsten Familie machen. „Manchmal werden wir auch für größere Weihnachtsfeiern gebucht", sagt Künzer. Da können es schon mal 20 Kinder sein, die auf den Nikolaus warten. In den Familien aber haben sie höchstens zwei bis sechs Kinder zu beschenken.

    Die Pfadfinder im Alter zwischen 16 und 33 Jahren sind auf Bestellung unterwegs. Sie tragen historische Gewänder und sehen dabei sehr würdevoll aus. Und eben diese Gewänder sind den Pfadfindern wichtig, um die Tradition möglichst ursprünglich weiterzugeben. Die Pfarrei St. Peter in Ketten stellt sie ihnen zur Verfügung. Der Coca-Cola-Weihnachtsmann gehört nicht in ihr Repertoire.

    Nikolausdarsteller Daniel Künzer gehört seit elf Jahren zum Team. Zuerst als Knecht Ruprecht. Vor acht Jahren wurde er dann selber zum Nikolaus. „Es ist gut, sich die Rolle eine Weile einfach anzuschauen", erzählt er. Das Engagement der Pfadfinder ist ehrenamtlich. Die Erlöse werden entweder für neue Perücken verwendet oder fließen in den Topf der Pfadfinder. „Wir alle haben großen Spaß an den strahlenden Gesichtern. Es ist ein unglaublich schönes Dankeschön, das wir bekommen", sagt Künzer und muss sich weiter um den Terminplan für die drei Nikolausteams kümmern. Aber der Eindruck bleibt: Das vorweihnachtliche Rollenspiel macht ihm ansteckenden Spaß.

    Montabaur Hachenburg
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