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Straßenhaus

Umgehung Straßenhaus: Es wird konkreter

Robin Brand

Es ist eines der größten Infrastrukturprojekte im Kreis Neuwied, und es begleitet die Straßenhauser seit Jahrzehnten. Jetzt wird das Planfeststellungsverfahren für die Umgehung Straßenhaus eingeleitet. Die Planunterlagen des mehrere Millionen Euro schweren Bauvorhabens liegen ab Montag, 19. März, bis Mittwoch, 18. April, im Rengsdorfer sowie im Puderbacher Rathaus aus. Bis 18. Mai können Einwendungen gegen die Planungen erhoben werden. „Das ist wenigstens etwas Positives, bei all dem Negativen, das uns rund um die B 256 ereilt“, urteilt Ortsbürgermeisterin Birgit Haas. Man habe ihr mitgeteilt, dass Baurecht 2020 vorliegen könnte. „Das wäre positiv, wenn es klappt“, sagt Haas. Sie sei grundsätzlich optimistisch. „Das Planfeststellungsverfahren ist ein Zeichen, dass die Umgehung gewollt ist. Bis dahin war ich noch etwas skeptisch“, so die Ortsbürgermeisterin. Keine Prognose wagen, wann Baurecht vorliegt, will der Rengsdorfer Bauamtsleiter Klaus Puderbach. Er verweist auf die Einwendungsmöglichkeiten für Bürger. „Es ist recht schwierig zu sagen, wann Baurecht vorliegt“, urteilt der Bauamtsleiter.

Der LBM leitet das Planfeststellungsverfahren für die Umgehung Straßenhaus ein, wann gebaut wird, lässt sich dennoch nicht sagen.
Der LBM leitet das Planfeststellungsverfahren für die Umgehung Straßenhaus ein, wann gebaut wird, lässt sich dennoch nicht sagen.
Foto: Jörg Niebergall

Neben den Bürgern erhalten auch die in „ihrem Aufgabenbereich betroffenen Träger öffentlicher Belange sowie die anerkannten Naturschutzvereinigungen erhalten im Beteiligungsverfahren Gelegenheit, eine Stellungnahme abzugeben“, teilt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) mit. Der zeitliche Umfang der folgenden Verfahrensschritte sei abhängig von Inhalt und Umfang der im Anhörungsverfahren eingehenden Einwendungen und Stellungnahmen. Weiter teilt die Behörde mit: „Aufgrund dieser Tatsache kann derzeitig keine seriöse Aussage über den Abschluss des Planfeststellungsverfahrens gemacht werden, genauso wie zum Baubeginn oder der Fertigstellung der Baumaßnahme.“ Auch der LBM weist auf mögliche Verzögerungen im Genehmigungsverfahren hin, die durch Einwendungen entstehen könnten.

Von Rengsdorf kommend soll die die Umgehung von der jetzigen B 256 nach links abschwenken und bei 6,5-prozentigem Gefälle weiter in Richtung Straßenhaus und dann am Ort vorbeiführen. Die Gefällestrecke wird einspurig gebaut, in der entgegengesetzten Richtung sind die Autofahrer von der A 3 kommend zweispurig unterwegs. Ab der Talsohle zwischen Straßenhaus auf der einen Seite und Niederhonnefeld und Ellingen auf der anderen Seite der geplanten Umgehungstrasse soll in Fahrtrichtung A 3 ein Überholstreifen entstehen. Von der A 3 kommend bis zur Talsohle wird der Verkehr im Gefälle dagegen einspurig geführt. Der Mindestabstand zur Bebauung der nahe gelegenen Birkenstraße beträgt 41 Meter.

Widerstand gegen diese Planungen kündigt sich bereits seitens der BI Straßenhaus an, die weiterhin den Tunnel als aus ihrer Sicht effektivste Entlastung für den Ort befürwortet. Auf ihrer Website hält die BI bereits Mustereinwendungen für Bürger bereit.

Von unserem Redakteur Robin Brand

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