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    Theater in Isenburg: Humorvolle "Antiquitäten" erfreuen Publikum

    Ruhig mal ein bisschen Theater machen: So könnte man den Sonntagnachmittag bei der KFD Isenburg beschreiben. Die rund 20 Frauen - und ein Mann - ließen es im Gemeindehaus aber ganz entspannt angehen, denn für das Theater waren die "Antiquitäten" zuständig: Das Seniorentheater der Volkshochschule Koblenz war im Saynbachtal zu Gast, im Gepäck Sketche und kleine Spielszenen unter dem Motto "heiter-besinnlich bis kess-bissig", ganz wie die Darsteller selbst.

    Foto: Angela Göbler

    Von unserer Mitarbeiterin Angela Göbler

    "Ja, wo wollen Sie denn noch hingehen?" Wer mit mehr als 65 Jahren auf dem Buckel und Knirschen im Knie zum Arzt geht, muss sich auf freche Fragen gefasst machen. Zumindest gilt das auf der Bühne der "Antiquitäten", zu der die Seniorendarsteller am Sonntag den Isenburger Gemeindesaal umfunktionierten.

    Dort nahm das neunköpfige Ensemble die "Patienten zweiter Klasse" aufs Korn, die nicht erst im Seniorenalter darum kämpfen müssen, noch "Ersatzteile" eingesetzt zu bekommen - und das möglichst nicht nur von der Sekretärin des Professors. Da kümmert sich die alleinstehende Frau im Rentenalter doch lieber um den alleinstehenden Best-Ager von nebenan, auch wenn das bedeutet, voll aufgebrezelt die Straße zu kehren und sich mit der Nachbarin um die beste Startposition zu streiten. Und wenn dann auch noch die Brille in der eigenen Frisur untergeht, wird es schwierig. Übrigens lieferten die "Antiquitäten" in Isenburg auch eine echte Welturaufführung: Zum ersten Mal versuchten sich die Darsteller auch an einer Lesung. "Lesen oder SSV?", hieß die Szene aus der Feder von "Antiquitäten"-Regisseurin Monika Nägel, in der sich das Rentnerpaar Werner und Gerda darüber in die Haare gerät, ob ein Buch im Garten oder die Schnäppchenjagd im Schlussverkauf mehr Sinn macht.

    Für die KFD in Isenburg war der verspielte Nachmittag eine Premiere. "Wir hatten erst Sorge, ob genug Leute kommen würden, aber die ‚Antiquitäten‘ meinten, sie würden auch vor nur drei Zuschauern spielen", berichtet Edeltrud Marzi schmunzelnd.

    Dass deutlich mehr Zuschauer im Isenburger Publikum saßen, freute Veranstalter und Darsteller gleichermaßen: "Keine Frage, das Publikum beschwingt die Schauspieler", weiß Monika Nägel aus Erfahrung. "Sie werden dann immer besser."

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