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Unkel

Stadtrat bringt Verfahren auf den Weg: In Unkel könnte Gewerbefläche entstehen

Silke Müller

Wird die Stadt Unkel künftig ihr Gesicht verändern und eine neue 10.000 Quadratmeter große Gewerbefläche plus zusätzliche 5500 Quadratmeter Wohnfläche erhalten? Möglich ist das. Denn der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme dafür votiert, das Verfahren zur zehnten Änderung des Bebauungsplans Unkel-Süd einzuleiten. Dahinter verbirgt sich das Vorhaben einer Investorengruppe, die ehemalige Kiesgrube zwischen der Eschenbrender Straße und dem Hohen Weg zu verfüllen, um Bauland zu schaffen (die RZ berichtete).

Bauamtsleiterin Sonja Klewitz hatte dem Unkeler Stadtrat und den zahlreichen Besuchern der Sitzung zuvor das Vorhaben der Investorengruppe erläutert. Dabei machte sie auch deutlich, dass es sich mit diesem ersten Beschluss lediglich um die Einleitung des Verfahrens handelt, das ergebnisoffen ist. „Es muss nicht auf Biegen und Brechen zum Erfolg führen. Die Investoren haben keinen Anspruch darauf, dass ihrem Wunsch genüge getan wird“, betonte Klewitz. Sicher ist nur, dass die Investoren sämtliche Kosten für die Planung und Umsetzung übernehmen. Dazu zählen unter anderem Gutachten, Schaffen einer zentralen Versickerungseinrichtung, Lärmschutz, Anschluss an die Infrastruktur sowie die Anlegung und Unterhaltung von Ausgleichsflächen.

In der Sitzung wurde gleichzeitig mit Gerüchten aufgeräumt, die derzeit im Hinblick auf das Vorhaben in der Stadt die Runde machen. Auf Nachfrage von CDU-Ratsmitglied Knut von Wülfing, der die Gerüchte zur Sprache brachte, stellte Klewitz klar, dass lediglich Lidl und nicht Aldi ihr Oberflächenwasser in den Bereich einleiten würden. „Lidl grenzt an und leitet schon jetzt in den Bereich ein“, meinte sie. Das werde mitgeplant. Bei Aldi indes, so Klewitz, erfolge die Entwässerung woanders.

Was die Frage nach möglichen Tiefgaragen unter der Bebauung betrifft, erklärte sie, dass es hier erst einmal um die Verfüllung gehe – und nicht um Garagen. Diese seien zwar nicht ausgeschlossen, es müsse aber begutachtet werden, welche Auswirkungen ein solcher Bau hätte. „Ich weiß nicht, wie das ausgeht. Aber dafür gibt es Fachleute“, sagte Klewitz, die in der Sitzung zudem darauf hinwies, dass es sich um ein öffentliches Verfahren handelt, sodass die Öffentlichkeit – also auch die Bürger – an den Entscheidungen teilhaben könne.

Robin Syllwasschy (Die Grünen) fragte nach den Ausgleichsflächen für das Bauvorhaben. Da Unkel aufgrund seiner Tallage und der Überschwemmungsgebiete wenig geeignete Flächen hat, so Klewitz, wären der Ausgleich auf der Höhe bei Erpel und Bruchhausen möglich. „Diese Flächen sind grundsätzliche geeignet“, meinte die Bauamtschefin. Da sie sich aber nicht auf Unkeler Gemarkung befinden, würden entsprechende Verträge mit den Nachbargemeinden notwendig, weil diese dann auf ihre Planungshoheit verzichten müssen. „Denn wenn die Flächen belegt sind, kommt man nicht mehr dran“, sagte Klewitz.

Von unserer Redakteurin Silke Müller

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