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Neuwied

OB-Kandidat Mang: Neuwied soll radfreundlicher werden

Marion Ziegler

Idyllisch schlängelt sich der Weg parallel zur Wied durch den Wald, doch verlangt der holprige Untergrund den Radfahrern Konzentration ab. OB-Kandidat Michael Mang will das Radwegenetz in Neuwied verbessern.

OB-Kandidat Michael Mang (vorne) hatte zur Radtour von der Laubachsmühle bis nach Heddesdorf geladen, um auf Schwierigkeiten im Neuwieder Radwegenetz aufmerksam zu machen.
OB-Kandidat Michael Mang (vorne) hatte zur Radtour von der Laubachsmühle bis nach Heddesdorf geladen, um auf Schwierigkeiten im Neuwieder Radwegenetz aufmerksam zu machen.
Foto: Marion Ziegler

Mit sieben Mitstreitern rollt Michael Mang über nasses Laub und glatte Steine, weicht Spurrillen aus und rattert über Bodenwellen. Eine Woche vor der Neuwieder Oberbürgermeisterwahl hat der SPD-Bewerber zu einer Radtour von der Laubachsmühle bei Melsbach bis nach Heddesdorf geladen. „Ich will mit dieser Aktion zeigen, was im Argen liegt“, sagt Mang. Dazu zählt für ihn das Radwegenetz in der Stadt.

Im Wiedtal seien die Radwege inzwischen gut ausgebaut. Der Anschluss zur Stadt fehle aber, ebenso etliche Verbindungen zwischen den Stadtteilen. Mang will nachsteuern und nennt drei Gründe: Zum einen sollen Schüler sicherer zur Schule kommen. Ist der Schulweg kürzer als vier Kilometer, wird die Fahrkarte nicht erstattet. Das Rad biete vor allem älteren Schülern Ersatz. Eine Alternative stelle es zweitens auch für den Arbeitsweg dar. Und drittens setzt Mang einen Fokus auf Gesunderhaltung, Natur und Tourismus.

Bei regennassem Boden wird der Anfang der Tour für ihn und seine Mitradler, darunter der Neuwieder SPD-Landtagsabgeordnete Fredi Winter, zum kleinen Abenteuer. Aber auch auf der linken Wiedseite warnt Mang vor Gefahrenstellen. Den Weg von Altwied nach Niederbieber bestreitet die Gruppe auf der Straße. Gleich am Ortsausgang überholt ein Auto – bei schlechter Sicht kurz vor der Kurve. Und immer wieder gilt es, parkende Autos zu umfahren. Für Neuwied will Mang möglichst keine Radwege, die lediglich als Streifen am Straßenrand eingezeichnet sind. „Die Autofahrer hier sind Radler auf der Straße wie zum Beispiel in Münster nicht gewöhnt.“ Mang bevorzugt von der Straße abgetrennte Wege. Ihm geht es zunächst nicht um den ganz großen Wurf: „Oft ist schon mit Kleinigkeiten was gemacht.“ Das bestätigt Mitradler und Ex-SPD-Stadtratsmitglied Robert Raab. Er berichtet etwa von der Strecke von Heddesdorf stadteinwärts, die für Radler offiziell jäh am Bahndamm ende. „Die Routen kennzeichnen, das würde schon viel helfen“, sagt Raab. Ans Umland erinnert Mitradler Manfred Thran: „Beschilderung in Neuwied ist schön und gut. Aber bitte auch an die Vernetzung überregional denken.“

OB-Kandidat Mang nennt sich selbst Hobbyradler. Er steige in der Freizeit auf den Sattel, um etwa zur Eisdiele nach Engers zu fahren. Expertise rechnet er dagegen den aktiven Radfahrern zu: „Viele, die jeden Tag auf dem Rad sitzen, kennen die schwierigen Stellen“, sagt Mang. Ihre Stimmen wolle er hören und einbinden. „Nur die Planung am grünen Tisch macht wenig Sinn. Die, die tagtäglich in der Stadt unterwegs sind, sind die, die man fragen muss“, sagt er.

Von unserer Reporterin Marion Ziegler
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