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    Neuwied ist zwei Tage lang eine Autostadt

    Es sieht aus wie echter Lack. André Krüger legt die letzten Handgriffe an und streicht die Folie glatt. Keine Luftbläschen sind zu erkennen, und die Motorhaube des Autos glänzt in einem ganz anderen Farbton. "Das kann man mit fast jedem Fahrzeug machen", sagt der Neuwieder und zieht sich die Arbeitshandschuhe aus. Mehrere Besucher der Automobilen Faszination schauen sich das Ergebnis an und sind beeindruckt. "Sieht aus wie neu", sagt ein älterer Mann aus Waldbreitbach.

    Von unserem Redakteur Philipp Daum

    Neuwied - Es sieht aus wie echter Lack. André Krüger legt die letzten Handgriffe an und streicht die Folie glatt. Keine Luftbläschen sind zu erkennen, und die Motorhaube des Autos glänzt in einem ganz anderen Farbton. "Das kann man mit fast jedem Fahrzeug machen", sagt der Neuwieder und zieht sich die Arbeitshandschuhe aus. Mehrere Besucher der Automobilen Faszination schauen sich das Ergebnis an und sind beeindruckt. "Sieht aus wie neu", sagt ein älterer Mann aus Waldbreitbach. Und ein anderer Messegast fragt, ob er auch für seinen Wohnwagen anstelle der neuen, teuren Lackschicht eine langlebige Folienvollverklebung haben könne. "Klar", sagt Krüger: "Rufen Sie mich demnächst doch mal an."

    Solche, oder ganz ähnliche Gespräche gibt's bei der Automesse auf dem Gelände der Stadtwerke Neuwied an fast jeder Ecke. Während André Krüger mit seinem Folienlook für Fahrzeuge einer der wenigen seiner Art ist, zeigen die meisten Aussteller, was ihre Kunden in den kommenden Wochen so alles Probe fahren und natürlich auch kaufen können. Von Audi bis Honda, von BMW bis Volvo und von Skoda bis Toyota ist fast alles am Start. Und dank einer geführten Messe, die sich entlang mehrerer Wegweiser rundwegartig über das Gelände schlängelt, lassen die Besucher keinen der etwa 20 Händler aus. "Das ist alles sehr übersichtlich", sagt ein junger Mann aus Diez, der gerne die 50 Kilometer bis nach Neuwied gefahren ist. "Ich bin zum dritten Mal hier. Man kann sich alles in Ruhe ansehen und bekommt auch noch ein tolles Rahmenprogramm dazu."

    Händler mit Resonanz zufrieden

    Freude haben auch die Neuwieder Autoverkäufer, die nach einem ordentlichen Messesamstag vor allem mit der guten Resonanz am Sonntag mehr als zufrieden sind. "Zwar war das Wetter am Samstag deutlich besser, doch bei dem Sonnenschein sind wahrscheinlich viele Menschen lieber im Garten geblieben oder haben einen kurzen Ausflug in die Natur gemacht", vermutet Alfred Schaefer vom gleichnamigen Autohaus. Während nach Veranstalterangaben etwa 6000 Besucher am ersten Messetag die Automobilausstellung sehen, sind es am Sonntag deutlich mehr. Insgesamt liegt die Zahl der Besucher bei etwa 20 000. "Für uns Händler ist das eine gute Zahl. Wir werden aber erst in den kommenden Wochen merken, ob die Messe für uns ein Erfolg war. Dann finden die Verkäufe statt", erklärt Schaefer.

    Doch nicht nur die neuesten Modelle stehen im Fokus. Auch Jahrzehnte alte Schätze begeistern die Messegäste. Die Interessengemeinschaft (IG) der Neuwieder Young- und Oldtimerfreunde Neuwied hat gleich einen ganzen Fuhrpark mitgebracht. Ein echtes Highlight ist die BMW Isetta von 1957. "Vor diesem kleinen Auto bleiben die meisten Leute stehen", berichtet Alexander Stenzel, Vorsitzender der IG. "Doch auch all die anderen Autos sind für die Besucher interessant. In der Regel sind es die Männer, bei denen Jugenderinnerungen an ihr erstes Auto hochkommen. Sie sagen dann zu ihrer Frau: "Schau mal, einen solchen Wagen hatte ich früher auch mal."

    Waghalsige Stunts auf zwei Rädern

    Einen Steinwurf entfernt vom Stand der Oldtimerfreunde wird's auf einmal laut. Mike Auffenberg hat eines seiner vielen Motorräder angeschmissen und braust über den Asphalt. Er fährt auf einem Reifen, springt danach über eine Rampe und dreht sich mit der Maschine mehrmals um eine junge Dame, die er sich aus dem Publikum ausgesucht hat. Auffenberg ist Stuntman, und die Messebesucher mögen seine Show. Immer wieder jubeln sie ihm zu. Auch Björn Schrewe-Mangold und seine Frau Melanie applaudieren. Sie sind mit ihrem 13 Monate alten Sohn Philipp aus der Nähe von Nassau in die Deichstadt gekommen. Der Sprössling durfte vor der Stuntshow sogar selbst mit einem Fahrzeug durch die Gegend düsen. Auf Papas Schoß drehte er ein paar Runden im Kart. "Es sind nicht nur die verschiedenen Autos, die diese Messe so interessant machen. Man kann auch problemlos mit der ganzen Familie kommen, denn für die Kleinsten wird auch immer viel geboten", freut sich Melanie Mangold.

    Y Mehr zur Automobilen Faszination auf Seite 10 und unter www.rhein-zeitung.de/neuwied

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