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Neuwied

Neuer Kripo-Chef: Thorsten Pleyer will Polizeiarbeit "Hand in Hand"

Seit Ende 2017 hat die Neuwieder Kriminalpolizei einen neuen Chef: Thorsten Pleyer, 35 Jahre alt und gebürtig aus Trier, hat nach dem erfolgreichen Abschluss seines Masterstudiums an der Deutschen Hochschule der Polizei die Leitung der rund 40-köpfigen Gruppe übernommen.

Thorsten Pleyer
Thorsten Pleyer
Foto: ulf

„Meine Wunschverwendung“, sagt er im „100-Tage-Gespräch mit der RZ“ und fügt hinzu, dass sein erster Eindruck „sehr positiv“ ist. „Ich bin sehr offen empfangen worden und habe sehr gute Gespräche mit den Mitarbeitern gehabt“, betont er und macht deutlich, dass sich seine Zufriedenheit auch auf die Zusammenarbeit mit der Schutzpolizei erstreckt. „Erst kürzlich sind wir von den Kollegen bei einer Vermisstensuche in Puberbach vorbildlich unterstützt worden“, nennt er ein Beispiel. „Man fühlt, dass die Polizeiarbeit Hand in Hand geschieht. Das möchte ich gern weiter pflegen“, sagt er. Passend dazu beschreibt er den von ihm angestrebten Führungsstil als kooperativ. „Es ist mir wichtig, eigene Ideen meiner Mitarbeiter einfließen zu lassen und sie in die Entscheidungen einzubeziehen“, betont er. Auch pflege er eine „Philosophie der offenen Bürotür“.

Und wie sind seine ersten Eindrücke von der Kriminalitätslage im neuen Dienstgebiet? Allgemeingültige Aussage könne er noch nicht treffen, sagt er. Klar sei pauschal nur, dass es in einer Stadt wie Neuwied gewisse „Tatgelegenheitsstrukturen“ – Fußgängerzone, Geschäfte, Anonymität – gibt, die die Begehung von Straftaten begünstigen können.

Klar ist auch, dass die Neuwieder Kripo schon seit längerem einen Schwerpunkt auf die Verhinderung von Einbrüchen setzt, und daran will Pleyer nichts ändern. „Solche Taten können die Betroffenen enorm beeinträchtigen, vor allem psychisch“, weiß er. Deshalb ist bei der Kripo eine eigene Ermittlungsgruppe gebildet worden, deshalb führen seine Kollegen in der dunklen Jahreszeit fast wöchentlich Großkontrollen. „Durch die Präsenz wollen wir das Sicherheitsgefühl stärken, aber auch die Täter abschrecken“, erklärt er und gibt sich überzeugt, dass sich das in den entsprechenden Kreisen auch herumspricht. Das beste Gegenmittel sei dennoch eine „wachsame Nachbarschaft“.

Als weiteren Schwerpunkt der aktuellen Arbeit skizziert Pleyer den Kampf gegen Telefonbetrüger, derzeit vor allem durch die „falschen Polizisten“. „Da müssen wir weiter proaktiv Aufklärung betreiben“, betont er und rät den Menschen insgesamt zu einem „gesunden Misstrauen“.

Personell sieht Pleyer die Kripo zwar „ordentlich aufgestellt“, hält aber auch fest, das es aktuell Engpässen gibt und erfahrene Kollegen auf Sicht in Pension gehen und „unheimliches Wissen mitnehmen. Man sei aber bestrebt, das im Rahmen der Zuversetzungen zu kompensieren. Sorgen mache ihm ansonsten die allgemein festzustellende Entwicklung bei Speichermedien, verrät er. „Handys und Festplatten halten immer mehr Daten bereit, die wir bei sichergestellten Asservaten sichten müssen. Diese Flut an Informationen müssen wir erst einmal bewältigen“, gibt er zu bedenken.

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