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    Loewenherz-Preis: Verena Bentele spendet ihre Prämie

    Der Kreis Neuwied hat Verena Bentele als 15. Johanna-Loewenherz-Ehrenpreis-Trägerin ausgezeichnet. Die zwölffache Paralympics-Siegerin zeigte sich dabei als tolle Gewinnerin.

    Verena Bentele (2. von links) ist die 15. Trägerin des Johanna-Löwenherz-Preises. Mit auf dem Foto: Laudatorin Claudia Altwasser, Landrat Rainer Kaul und Nachwuchsmusikerin Vanessa Kato.
    Verena Bentele (2. von links) ist die 15. Trägerin des Johanna-Löwenherz-Preises. Mit auf dem
    Foto: Laudatorin Claudia Altwasser, Landrat Rainer Kaul und Nachwuchsmusikerin Vanessa Kato.

    Von unserem Redakteur
    Ulf Steffenfauseweh

    Neuwied. Sie ist eine Kämpferin, eine, die sich nicht unterkriegen lässt: Trotz angeborener Blindheit hat Verena Bentele es zu einer Weltklasse-Athletin gebracht, hat zwölf Mal die Paralympics im Skilanglauf und Biathlon gewonnen, hat den Kilimandscharo bestiegen, ein Magisterstudium erfolgreich abgeschlossen und ist als SPD-Mitglied zur Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen berufen worden.

    Dafür hat der Kreis Neuwied sie mit dem Loewenherz-Ehrenpreis ausgezeichnet (die RZ berichtete). Und das war ihr nicht nur eine „große Freude und ganz besondere Ehre“, sondern sie gab es gleich zurück: Verena Bentele spendete ihre Prämie, um an der nach Johanna Loewenherz benannten Neuwieder IGS und der Landesblindenschule in Feldkirchen Selbstverteidigungskurse für Mädchen zu finanzieren. „Es ist mir eine besondere Freude, ein Projekt zu fördern, von dem ich mir verspreche, dass Mädchen Selbstvertrauen bekommen und ihr Bewusstsein stärken“, sagte die Preisträgerin. Besonders wichtig ist ihr dabei, dass junge Frauen mit und ohne Behinderung daran teilnehmen. Denn es sei schließlich ihr „Loewenherzensanliegen“, dass sich die Menschen kennenlernen. „Nur dann werden wir eine Welt erreichen, in der Unterschiedlichkeit als Bereicherung wahrgenommen wird“, ist sie überzeugt.

    Und damit traf sie genau den Kern dessen, was die Jury des Kreises gesucht hatte: eine Preisträgerin im Sinne des Testamentes von Johanna Loewenherz, die vor ihrem Tod im Jahr 1937 bestimmt hatte, dass ihr Vermögen „einer wohltätigen Stiftung zum Besten von Frauen, die sich irgendwie und auch irgendwo um die Frauensache verdient gemacht haben“ zufallen soll.

    Als ein mögliches Kriterium zitierte Landrat Rainer Kaul eine „mutvolle Kampfstellung gegen Unrecht, das den Frauen angetan werden sollte“. Und eben dafür steht Verena Bentele. „Sie gibt Menschen, insbesondere Frauen mit Behinderung, Mut und kämpft dafür, dass Menschen mit Behinderung mitten in die Gesellschaft gehören“, stellte der Landrat fest.

    Ähnlich sah es die Vizepräsidentin des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, Claudia Altwasser, in ihrer Laudatio. Sie sprach von einer „vor Lebenslust sprühenden“ Preisträgerin. Bentele sei „eine Frau, die begeistert und motiviert, die mich persönlich sprachlos macht und vor der ich mich verneige“, sagte sie.

    Neuwied Linz
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