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    Loch in der Silowand der Biogasanlage Anhausen: Baumangel kann Grund für Verschmutzung des Burbachs sein

    Anhausen/Thalhausen - Haben die Verantwortlichen der Bioenergie Kirchspiel Anhausen GmbH endlich die Ursache für den verseuchten Burbach gefunden? Es deutet alles darauf hin: Am Montag ließen die Betreiber der Biogasanlage die Rückwand des hinteren Fahrsilos freilegen. Dabei trat in dreieinhalb Metern Tiefe ein Baumangel zutage, der ein „stichhaltiges Indiz“ ist. Dort, wo die Silowände auf die Betonbodenplatte treffen, klafft ein schlitzartiges Loch, wo keines sein dürfte – 30 Zentimeter breit. Heißt: Hier könnten die für die Verunreinigung verantwortlichen Mengen Silagesaft ausgetreten sein.

    Foto: Ralf Grün

    Wie die RZ bei einem Pressetermin erfuhr, rann aus diesem Loch noch bis Dienstag eine gelbliche Flüssigkeit, die nach Silagesickersaft roch. Wie der vom Unternehmen beauftragte Gutachter erklärt, läuft die Analyse dieser Flüssigkeit noch. Mit dem Aufspüren des Lochs, das beim Entschalen der Bodenplatte durchaus zu entdecken gewesen wäre, kristallisiert sich auch die Antwort auf diese Frage heraus: Wie konnten die Bioschadstoffe so schnell in den Burbach gelangen, wo doch der tonhaltige Boden den Fortfluss um Jahre verzögern müsste? Noch einmal der Gutachter: „Unmittelbar unter dem Loch haben wir klüftigen Felsen im sonst tonerdigen Grund entdeckt. Das könnte die schlüssige Erklärung für das schnelle Vorankommen sein.“
    Geschäftsführer Dirk Gerber, der noch am Samstag vor etwa 100 empörten Bürgern händeringend nach Erklärungen für die Verschmutzung des Burbachs gesucht hatte, zeigte sich erleichtert: „Wir sind heilfroh, dass wir endlich etwas Konkretes haben, wo wir ansetzen können.“ Der Hersteller der Anlage, der seine Versicherung ebenfalls schon informiert hat, ist laut Betreiber bereits ins Krisenmanagement einbezogen, wie auch die SGD Nord, deren Vertreter das Loch schon in Augenschein genommen haben.
    Eine entscheidende Frage ist aber noch ungeklärt: Das Loch befindet sich in der Außenhülle des Silos. Auf dem Weg dorthin muss der Silagesaft noch eine undichte Stelle innerhalb des Silos passiert haben. Um diese aufzuspüren, räumen Mitarbeiter des Unternehmens mit Hochdruck das hintere Fahrsilo frei. Mögliche Schäden können in der Asphaltschicht sein, die als Abdichtung dient, oder an den Fugen zwischen Wänden und Bodenplatte. Ob auch da Baumängel zutage treten oder Schäden beim Betrieb entstanden sind, das bewegt sich noch im Spekulativen. Eine auf diese Fälle spezialisierte Gutachterin wird sich das Ganze noch ansehen – allerdings erst in der zweiten Januarwoche. Zeitmangel ist der Grund, heißt es. Liegen die Ergebnisse vor, wird laut Gerber mit dem mittleren und unteren Fahrsilo genauso verfahren: „Räumen, begutachten und gegebenenfalls sanieren“.
    Unterdessen wird die vom Kreis angeforderte mobile Kläranlage, deren Kosten die Süwag als Hauptgesellschafter der GmbH übernommen hat, an der Burbachquelle weiterlaufen. Sie lief zuletzt kaum wirksam, da sich in den Behältern erst ein Biofilm bilden muss. Das heißt für Landwirt Krämer: Er muss wieder das Wasser aus dem Havarieteich abpumpen und abfahren – auch nachts, weil durch Schneeschmelze und Regen ein Vielfaches der berechneten Wassermenge in den Quellschacht fließt. Ralf Grün

    Wieder Bio-Schadstoffe im Burbach
    Neuwied Linz
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