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    Linkenbacher Familie dankt Helfern nach Brandkatastrophe

    „Der 9. Februar 2014 war der schlimmste Tag unseres Lebens.“ Als in dieser Nacht ihr Linkenbacher Einfamilienhaus in Flammen aufgeht, ändert sich das Leben von Hans-Joachim und Michaela Buhr schlagartig.

    Von unserer Mitarbeiterin Angela Göbler

    Die Tochter Stefanie und ihr Verlobter Edik kommen durch die Flammen ums Leben, ein befreundetes Paar wird schwer verletzt, die Buhrs verlieren ihr ganzes Hab und Gut und stehen plötzlich vor dem Nichts. Aber ihre Freunde und Nachbarn haben sie nicht im Stich gelassen: Die ganze Dorfgemeinschaft Linkenbachs rückt zusammen und hilft, wo es geht. Dafür noch einmal öffentlich Danke zu sagen, ist den Buhrs eine Herzensangelegenheit.

    Wenn der Regen aufs Dach prasselt und Michaela Buhr das Knistern hört, denkt sie auch heute noch sofort an Feuer und Flammen. „So etwas vergisst man nicht“, resümiert sie die Februarnacht, als sie und ihr Mann Hans-Joachim plötzlich nur im Schlafanzug und barfuß vor dem brennenden Haus auf der Straße standen. Beide kommen mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus, die schlimme Nachricht vom Tod der Tochter erhalten sie erst dort.

    Aber auch in den schlimmsten Stunden stehen die Buhrs nicht alleine da: Die Nachbarn sind schon in der Brandnacht zur Stelle, leisten den Verletzten Erste Hilfe, öffnen ihre Garage, sorgen für Schuhe und Decken. Das DRK, Seelsorger und die Polizei Straßenhaus sind zusammen mit fünf Feuerwehren im Einsatz, die sich in das brennende Haus wagen, aber da ist nichts mehr zu retten. Schon am nächsten Tag stellen den Linkenbacher einen Bauzaun auf: Schaulustige waren aus morbider Neugier in der Ruine herumgeklettert und hatten die Brillen der Buhrs noch neben den Betten liegend gefunden.

    Auch die Gemeinde reagiert sofort: Ein Spendenkonto wird eingerichtet und die Fäden aller Hilfsangebote laufen bei Ortsbürgermeister Achim Hoffmann zusammen, er hat in den Tagen nach dem Unglück nicht viel Schlaf bekommen. Viel Hilfe kam auch von den Ortsvereinen und Vereinen aus dem Kirchspiel Urbach: Sie organisierten mehrere Spendenaktionen, darunter einen Spendenlauf in Urbach. Die Kindergärten der Verbandsgemeinde, die Klasse 9a der Puderbacher Realschule Plus, die Kleinmaischeider Möhnen und viele Firmen werden aktiv, organisieren Spenden und helfen, wo es geht. „Wir können unsere Dankbarkeit für die vielfältige Hilfe kaum ausdrücken“, sagen die Buhrs heute.

    Inzwischen sind die finanziellen Folgen des Brandes – auch dank der vielen freiwilligen Helfer – überwunden: Nachdem von ihrem Heim bis auf den Keller und die Bodenplatte nichts übrig geblieben war, konnten die Buhrs ihr Haus komplett neu aufbauen, allerdings anders als früher: Neue Raumaufteilung, den Eingang an die andere Seite, andere Einrichtung. Der Schnitt musste sein, um einen Neuanfang machen zu können.

    Was bleibt, ist eine tiefe Dankbarkeit für all die Hände, die sich in der schlimmsten Zeit helfend ausgestreckt haben. „Das berührt uns sehr und bedeutet uns viel“, sagen die Eheleute Buhr herzlich.

    Den Gedanken, aus Linkenbach wegzugehen, hatten die Buhrs übrigens nie: „Ich bin hier geboren, und hier bleibe ich“, sagt Michaela Buhr überzeugt. Denn die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr haben ihr deutlich gezeigt: „Man kann stolz sein, Linkenbacher zu sein.“

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