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    Breitscheid

    Jubiläum: Marienschule ist mehr als nur Bildungsort

    Seit 50 Jahren lernt der Breitscheider Nachwuchs hier das Einmaleins, lesen und schreiben. Doch die Marienschule im Ortsteil Nassen ist weit mehr als „nur“ eine Einrichtung, in der die Mädchen und Jungen auf das vorbereitet werden, was in Sachen Ausbildung nach den ersten vier Klassen kommt. Die Marienschule steht auch als Symbol für die Entwicklung von ganz Breitscheid. Denn seit 1967 hat sich rund um die Schule der neue Ortsmittelpunkt herauskristallisiert. Nach ihr entstanden dort die Kita, das Feuerwehrhaus, das Gemeinschaftshaus und der Einkaufsmarkt. Der 50. Geburtstag der Marienschule ist also allemal geeignet, um die Historie zu beleuchten.

    Foto: Ralf Grün

    Schule in Breitscheid hat eine deutlich länger als 50 Jahre währende Geschichte. Bevor der Grundstein für die Marienschule 1966 gelegt worden war, gab es mehrere Schulen in der in elf Ortsteile gegliederten Gemeinde. Ortsbürgermeister Roswitha Schulte zählt etwa die Schulen in Siebenmorgen, Verscheid oder in Breitscheid selbst auf. Auch in Hochscheid habe es mal eine gegeben. Bereits um 1962 sei die Idee aufgekommen, die Kinder aller Schulen in einer größeren Schule an einem zentralen Ort zu unterrichten. „Das war quasi die Geburtsstunde unserer Marienschule“, so Schulte.

    1967 haben die Breitscheider dann stolz Einweihung gefeiert und mit Johannes Pott den ersten Schulleiter begrüßt. Im selben Jahr erhielt die kommunale Einrichtung auch ihren Namen „Marienschule“. Der ist bis heute geblieben.

    Die Namen der Schulleiter haben sich hingegen durchaus geändert. Allerdings fällt auf, dass die Fluktuation in 50 Jahren mit nur vier Schulleitern vergleichsweise gering war. Johannes Pott schied 1978 aus, weil er plötzlich verstarb. In seine Fußstapfen trat Gerda Herbst, die das Amt der Rektorin sage und schreibe 30 Jahre ausfüllte und als Lehrerin sogar 39 Jahre an der Schule unterrichtete. Nachdem sich Gerda Herbst 2008 verabschiedete, folgte bis 2013 Lehrer Roland Imhäuser. Seither hält Annett Franzke, die 1995 an die Schule kam, das Ruder in den Händen und kann sich dabei auf die Unterstützung von vier weiteren Lehrern verlassen.

    Einschneidende bauliche Veränderungen erfuhr die Schule in den 90er-Jahren. Bis 1997 standen sowohl die neue Mehrzweckhalle als auch ein Anbau, in dem sich seither das Zimmer für die Lehrer und für die Rektorin finden. „Ansonsten hat die Gemeinde im Laufe der Jahrzehnte natürlich immer wieder in die Bausubstanz und in die Einrichtung investiert“, sagt Ortsbürgermeisterin Schulte.

    An die Zeiten, in denen die Gemeinde bis zu zwei Container als zusätzliche Klassenräume brauchte, kann sich Annett Franzke gut erinnern. In den Jahren pendelte die Marienschule je nach Geburtenstärke der Jahrgänge zwischen einzügig und zweizügig. Heute steht noch immer einer der Container auf dem Schulhof – und das aus gutem Grund: Die Marienschule ist zwar keine Ganztagsschule, ihr Angebot dieser aber sehr nahe. So werden nachmittags von engagierten Eltern Arbeitsgemeinschaften angeboten, und Roswitha Schulte zeichnet mit einigen Helferinnen seit Jahren für eine kostenfreie Hausaufgabenbetreuung von 11.45 bis 15.30 Uhr verantwortlich. „Im Unterschied zur Ganztagsschule können die Eltern bei uns ganz flexibel entscheiden, wann ihre Kinder die Angebote wahrnehmen“, erklärt Franzke.

    Bis heute werten die Breitscheider ihre Schule als Erfolgsgeschichte. Und damit das auch so bleibt, werben sie bei jeder Gelegenheit mit den Vorzügen. Aber auch ohne das spüren Schulte und Franzke großen Rückhalt gerade vonseiten der Eltern. Sie sprechen von einer familiären Atmosphäre rund um die Schule und wünschen sich, dass diese noch lange erhalten bleibt. „Wir sehen einfach, wie gut das für die Kinder ist, die bei uns mehr gefördert werden können“, sagt Franzke.

    Aus Anlass des Jubiläums ist die interessierte Öffentlichkeit heute Nachmittag ab 14 Uhr zum Schulfest eingeladen.

    Von unserem Redakteur Ralf Grün

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