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Kreis Neuwied

Arbeitsmarkt: Leichter Anstieg bei der Erwerbslosenzahl im Kreis Neuwied

Mit dem Dezember ist laut Neuwieder Arbeitsagentur ein sehr erfolgreiches Jahr am Arbeitsmarkt abgelaufen. Dabei habe der meteorologische Winter im Dezember bereits erste Spuren hinterlassen. Entgegen dem Trend des „dynamischen Herbstes“ hat sich die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresende im Kreis Neuwied gegenüber dem Vormonat um 27 Betroffenen erhöht. Damit waren 4657 Personen arbeitslos gemeldet. Dieser Anstieg bleibt laut Agentur aber deutlich hinter der saisonüblichen Entwicklung der vergangenen Jahre zurück. Die Arbeitslosenquote liegt wie im November bei 4,8 Prozent.

„Abgesehen von der leichten saisonalen Eintrübung am Ende hatten wir ein sehr gutes Arbeitsmarktjahr dank einer sehr guten Wirtschaftslage“, erklärt Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Neuwieder Arbeitsagentur. „Deutlich wird dies an einem überdurchschnittlich starken Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in fast allen Branchen, auch in den für unsere Region nach wie vor prägenden gewerblich-technischen Branchen wie Metallverarbeitung und Maschinenbau.“ Mit Steigerungen von über 3 Prozent und mehr als 96.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in den Kreisen Neuwied und Altenkirchen sei der hohe Beschäftigungsstand von 2016 nochmals übertroffen worden.

Deutlicher als in den Jahren zuvor konnte auch die Langzeitarbeitslosigkeit zurückgeführt werden. Zum Jahresende liegt deren Zahl im Agenturbezirk (beide Kreise umfassend) mit 2606 um 8 Prozent unter dem Vorjahresstand.

Zudem gibt es Zuwachs bei den freien Stellen im Kreis Neuwied. Im Dezember sind laut Agentur 518 neue Stellen gemeldet worden. Insgesamt gibt es derzeit 2172.

Erfolgreich waren nach Einschätzung der Agentur auch die Qualifizierungsaktivitäten zugunsten arbeitsloser Menschen. Die Agentur und die Jobcenter Neuwied und Altenkirchen haben 2017 insgesamt 808 Menschen eine berufliche Weiterbildung ermöglicht. „Insbesondere in der Altenpflege konnten wir vielen Menschen einen neuen Berufsabschluss ermöglichen und so einen wirksamen Beitrag zur Milderung des dortigen Fachkräftebedarfs leisten“, kommentiert Amelie Enderle, die neue Pressesprecherin der Agentur.

2018 bleiben wichtige Herausforderungen zu meistern, heißt es weiter. Angesichts einer größer werdenden Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze (im Herbst 2017: 130) bleibe es eine große Herausforderung für die Agentur und alle Arbeitsmarktakteure, junge Menschen für eine berufliche Ausbildung in der Region zu gewinnen. „Dazu gehört, dass sie, und vor allem ihr Umfeld, erkennen, dass eine betriebliche Ausbildung in unserer Region den Einstieg in eine lebenslange Weiterbildung darstellt und oft bessere Zukunfts- und Karriereperspektiven bietet als schulische oder akademische Ausbildungsgänge.“

Daneben bleibe die Integration der hier lebenden Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern eine gesellschafts- und arbeitsmarktpolitisch bedeutsame Aufgabe. 2017 konnten deutliche Fortschritte erzielt werden. Von den insgesamt circa 2250 Menschen mit Bleiberecht, die in den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen leben, hat die Mehrzahl zwischenzeitlich Deutsch-Sprachkurse besucht und an unterschiedlichsten Maßnahmen zur beruflichen Orientierung und Integration teilgenommen.

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