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    Idar-Oberstein

    Wachstumspotenziale der Region erschließen

    Welche wirtschaftlichen Wachstumspotenziale gibt es in unserer Region? Das war Thema beim Wirtschaftstag der Regionalinitiative Rhein-Nahe-Hunsrück am vergangenen Montag in der Messehalle Idar-Oberstein. Die Regionalinitiative, in der sich Unternehmen und kommunale Körperschaften aus den Landkreisen Mainz-Bingen, Bad Kreuznach und Birkenfeld zusammengeschlossen haben, hat dazu eine Studie beim Dortmunder Institut ExperConsult in Auftrag gegeben. Das Beratungsunternehmen Entra hat in einer Sondierungsphase die Möglichkeiten zur Umsetzung in der Region ausgelotet, wobei man sich auf drei Felder konzentriert, auf denen man gute Wachstumschancen ausgemacht hat: Bauen/Energie/ Umwelt, Getränketechnologie sowie Gesundheit.

    Diskussionsrunde beim Wirtschaftstag
    Diskussionsrunde beim Wirtschaftstag
    Foto: Manfred Greber

    Sehr konkret waren die Vorschläge für die Baubranche, wo Bauunternehmer Roland Bott über die Arbeitsergebnisse der Workshops, die seit dem vergangenen Jahr zu diesem Thema stattgefunden hatten, berichtete. Ein großes Problem der mittelständischen Bauunternehmen der Region sei es, dass man an größeren öffentlichen oder privatwirtschaftlichen Ausschreibungen oft nicht teilnehmen könne, da man zu wenig Leute und ein zu kleines Leistungsspektrum zu bieten habe.

    Es sei daher dringend erforderlich, Bietergemeinschaften zu bilden. Dazu müssten zum einen leistungsfähige Netzwerke entwickelt werden und zum anderen Ängste bei den einzelnen Unternehmen abgebaut werden, die oftmals fürchten, übervorteilt zu werden oder ihr eigenes Know-how weiterzugeben.

    Ein weiterer Wachstumsmarkt wurde in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge und in der Verbindung von Gesundheit und Tourismus gesehen. Walter Strutz, der Citymanager von Mainz, und Dr. Wolfgang Schneider, der geschäftsführende Vorstand der Elisabeth-Stiftung, kamen hier zu dem Ergebnis, dass weder bei den Betrieben die enormen ökonomischen Vorteile einer betrieblichen Gesundheitsvorsorge noch bei den Gesundheitsanbietern die Betriebe als potenzielles Betätigungsfeld in ausreichender Weise erkannt würden. Gleiches gilt für die Verbindung von Gesundheitsangeboten und Tourismus, auch hier bestehe ein großer Bedarf an Vernetzung zwischen den verschiedenen Anbietern, die notwendig sei, um hier gemeinsame attraktive Angebotspakete zu schnüren.

    Das dritte Feld mit großen Wachstumspotenzialen wurde in der Getränkeindustrie ausgemacht. Es gebe in der Region, vor allem in den Gebieten, wo Wein oder Mineralwasser produziert wird, auch eine ungewöhnliche Konzentration von Produzenten von Abfüllanlagen, erklärte Stefan Langenfeld von der Komplementär Kreditreform Bad Kreuznach. Hier gelte es, die Isolation der Betriebe aufzubrechen und sich als einheitliche Branche mit einer starken regionalen Konzentration nach außen darzustellen, um so eine größere Aufmerksamkeit zu bekommen. Darüber hinaus gebe es aber auch zahlreiche Getränke produzierende Betriebe, die mit ihren leistungsfähigen Anlagen die Getränkeabfüllung als Dienstleistung anbieten könnten.

    Stefan Dietz, der Geschäftsführer von Entra, unterstrich mit Blick auf die Regionalinitiative Rhein-Nahe-Hunsrück, dass man zur Erschließung von Wachstumspotenzialen ein gemeinsames Dach brauche, unter dem es klare Verantwortungsstrukturen gebe. "Wir brauchen ein Netzwerkmanagement, damit es nicht bei der Analyse bleibt", macht er deutlich. Dazu sei es auch notwendig, möglichst schnell zu Finanzierungsmodellen, etwa über Strukturfördermaßnahmen, für solche Aufgaben zu kommen. Über die Arbeit von Netzwerken, wie man sie etwa in der Baubranche anstreben müsse, könnten dann auch Anstöße zu einer intensiveren und langfristigen Zusammenarbeit zu kommen. "Dort muss die Entwicklung dann von der Bietergemeinschaft zur Arbeitsgemeinschaft vollzogen werden", machte er im Hinblick auf sich verändernde Anforderungen deutlich.

    Von unserem Reporter

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