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Kreis Birkenfeld

Unterwegs mit Rangern: Mit Flipflops geht bei der Felsentour nichts

Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald gibt's viel zu entdecken. Ein guter Einstieg sind die regelmäßig angebotenen kostenlosen Rangertouren, die den Teilnehmern eine Vielzahl an Informationen und Eindrücken vermitteln. Nach der bereits beschriebenen Grenztour bei Oberhambach stellen wir heute die Felsentour an der Wildenburg in Kempfeld vor.

Eine Attraktion der Felsentour ist die Mörschieder Burr mit ihren Blocksteinfeldern, deren Entstehung Ranger Oliver Groß erläutert. Foto: Peter Peters
Eine Attraktion der Felsentour ist die Mörschieder Burr mit ihren Blocksteinfeldern, deren Entstehung Ranger Oliver Groß erläutert.
Foto: Peter Peters

Von unserem Mitarbeiter Peter Peters

Treffpunkt ist immer sonntags um 10.30 Uhr auf dem Parkplatz am Eingang zum Wildfreigehege Wildenburg. Dort beginnt zeitgleich auch die für kleinere Kinder geeignete Junior-Wildkatzen-Tour. Jeweils zwei Nationalparkranger für die beiden Touren warten auf die Gäste, denn je nach Besucherzahl werden die Gruppen geteilt. Diesmal sind jedoch nur sechs Interessierte gekommen, die sich mit Ranger Oliver Groß auf den Weg machen wollen. Etwa sechs Kilometer beträgt die Streckenlänge bei einem Höhenunterschied von circa 70 Metern. Da die Tour auf schmalen Pfaden durch Wald, Geröll und Schotter führt, legen die Ranger Wert auf gutes Schuhwerk. Bei einer früheren Tour durfte eine Frau, die mit Flipflops erschienen war, nicht mitgehen. Denn die Sicherheit der Teilnehmer ist oberstes Gebot.

Erste Station auf dem Rundweg ist die Wildenburg. Vom dortigen Turm hat man eine grandiose Aussicht und erhält interessante Informationen über die Ruine und ihre Geschichte, die bis ins vierte Jahrhundert vor Christus zurückreicht. Die Kelten errichteten diese Burg als Fliehburg. Mauerreste und Wallanlagen sind noch heute zu sehen. Das nur hier angesiedelte Bingelkraut zeigt, dass die ehemaligen Bewohner es schon zur Heilung einsetzten. Aber auch zu Zunderschwamm, Borkenkäfer, Wildkatze und die verschiedenen Baumarten im Nationalpark weiß Groß etwas zu berichten.

Über den Hexentanzplatz geht es weiter zur Mörschieder Burr mit ihren Blocksteinfeldern. Dort kann man an verschiedenen Aussichtsplätzen und auf Ruheliegen die Natur, die Ruhe und die Aussicht auf sich wirken lassen. Neben Fichten, Buchen und Eichen wachsen am Rundweg auch einzelne Douglasien und Kiefern.

Oliver Groß gibt auch einen Einblick in die Aufgaben der Ranger. Dazu gehören die Kontrolle der Populationen von Rehen, Rotwild und Wildschweinen, die behutsam gesteuerte Entwicklung vom Staatswald zum sich selbst überlassenen Nationalparkgebiet und die Borkenkäferkontrolle in den Randgebieten. Nach knapp vier Stunden erreicht die Gruppe wieder die Wildenburg, wo man sich stärken kann. Wer dann noch genug Muße hat, kann im Wildkatzenzentrum des Wildfreigeheges die scheuen Tiere beobachten, die man in freier Natur nie oder nur höchst selten zu Gesicht bekommt – wenn auch die Chance im Nationalpark deutlich größer ist als im restlichen Bundesgebiet. Denn die Hälfte der Tiere lebt in Rheinland-Pfalz und davon wiederum die Hälfte im Hunsrück.

Idar-Oberstein Birkenfeld
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