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    Baumholder

    Stühlerücken im Stadtrat: Acht Neue

    Großes Stühlerücken und leichte Kräfteverschiebung im Baumholderer Stadtrat: 8 von 20 bisherigen Mitgliedern werden dem neuen Gremium nicht mehr angehören.

    Foto: honorarfrei

    Von unserem Redakteur Michael Fenstermacher

    Die beiden freien Gruppierungen Liste für Baumholder (24,4 Prozent, 5 Sitze) und FWG Dr. Nagel (25,1 Prozent, 5 Sitze) gewinnen jeweils ein Mandat hinzu und stellen zusammen die Hälfte aller Ratsmitglieder. Verlierer ist neben der SPD (36,3 Prozent, 7 Sitze) und der FDP (5,5 Prozent, 1 Sitz), die jeweils ein Mandat abgeben müssen, besonders die CDU, die ihr historisch schlechtes Abschneiden von 2009 (10,2 Prozent) mit 8,7 Prozent noch einmal unterbietet, aber zwei Sitze im neu gewählten Stadtrat behält.

    Abschied nehmen heißt es bei der konstituierenden Sitzung am Montag, 7. Juli, von so alt gedienten Ratsmitgliedern wie Ingrid Schwerdtner (FDP, siehe Bericht auf dieser Seite), dem bisherigen SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank Meschenmoser sowie dessen Fraktionskollegen Hans-Joachim Brückmann. Meschenmoser hatte nur noch auf Platz 19 der SPD-Liste kandidiert, weil er kommunalpolitisch kürzer treten wollte. Neu im Rat sind unter anderem Jakob Scherne, der sich bei der FWG von Listenplatz 11 auf Rang 4 schob sowie Karlheinz Gisch (FDP), der von Listenplatz 4 aus Spitzenkandidatin Ingrid Schwerdtner verdrängte. Yannick Simon rückt bei der SPD von Listenplatz 12 auf Platz 7 vor.

    Mit Abstand die meisten Personenstimmen, nämlich 1239, erhielt der SPD-Bürgermeisterkandidat und bisherige Zweite Beigeordnete Christian Flohr, der dieses gute persönliche Abschneiden naturgemäß als gutes Omen für die Stichwahl am Pfingstsonntag wertet. Weniger stark schnitt sein Rivale Günther Jung von der FWG ab, der - obwohl Spitzenkandidat - hinter Jochen Scherne (1068) nur die zweitmeisten Stimmen (976) für seine Liste holte.

    "Dieser Rückhalt in der Bevölkerung tut gut und stimmt mich optimistisch", sagt Flohr, der bereits vor fünf Jahren Stimmenkönig wurde und auch mit dem Abschneiden seiner Partei insgesamt zufrieden ist "Die 36,3 Prozent hätte ich im Vorfeld sofort unterschrieben", betont er. Den Verlust eines Sitzes hält er angesichts des allgemeinen Trends zur Parteiverdrossenheit, der besonders CDU und FDP trifft, für verschmerzbar.

    Honoriert haben die Wähler aus seiner Sicht auch, dass sich die SPD-Liste mit dem geringsten Durchschnittsalter jung sowie weiblich - die künftig einzigen drei Frauen im Stadtrat gehören der SPD an - präsentierte: "Das zeigt, dass auch wir als etablierte Partei für junge engagierte Menschen attraktiv sind." Neben Michael Flohr könnte mit Kira Felicia Lambur sogar eine vierte Frau nachrücken, falls Flohr Bürgermeister wird und die SPD einen Beigeordneten stellt.

    Während sich LfB und FWG als klare Wahlsieger feiern dürfen, ohne die bei der Besetzung der Beigeordnetenposten wohl nichts laufen wird, lässt sich der Bedeutungsverlust der bürgerlichen "Altparteien" erst vor dem historischen Hintergrund richtig erfassen. CDU und FDP wurden in Baumholder jeweils mit dem schlechtesten Ergebnis ihrer Parteigeschichte abgestraft. 1999 bis 2004 stellten sie dagegen zusammen noch die Hälfte des Stadtrats.

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