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    Idar-Oberstein

    Shopping-Queen: Erste Kandidatin hatte nur einen Euro übrig

    Wird Yvonne Fickinger Idar-Obersteins erste Shopping-Queen? Könnte sein. Auf alle Fälle erlebte gleich die erste Kandidatin von insgesamt fünf, die wir ins Rennen schicken, zwei Stunden, in denen sie sich erheblich veränderte und durchaus festzustellen war: Die Idar-Obersteine Geschäfte haben sehr wohl Schönes zu bieten.

    Von unserer Redakteurin Vera Müller

    Yvonne Fickinger setzt Maßstäbe, zum Schluss hatte sie das Motto "Schick zur Messe" bestens erfüllt. Ganz schön flott war sie unterwegs: Outfit, Frisur, Make up - so mancher drehte sich da in der Fußgängerzone um. Und dabei war die Fischbacherin erst einmal gar nicht so begeistert, als sie hörte, ihre Teilnahmekarte (die Freundin Ludmilla Hübner heimlich ausgefüllt hatte) sei gezogen worden. Mitmachen oder absagen?

    Schließlich gab Töchterchen Johanna den Ausschlag. Die Elfjährige weinte, drohte, der Mama die Hölle heiß zu machen, wenn sie die Chance nicht nutzt. Johanna liebt die TV-Doku mit Guido Maria Kretschmer. Keine Frage: Sie war mit dabei, als die Mama in der Obersteiner Fußgängerzone shoppen ging. Sponsorin Martina Wenz hatte ganz stilecht einen Umschlag gestaltet, in dem sich vier 100-Euro-Scheine befanden, die Shopping-Begleiterin Ludmilla ernsthaft verwaltete; nur einmal ließ sie den Umschlag aus den Augen, was aber keine Folgen hatte... Das von Martina Wenz mit Magnettafeln ausgestattete Shoppingmobil kam allerdings nicht zum Einsatz: Das Ordnungsamt hatte eine Fahrt durch die Fußgängerzone untersagt. Aber auch so machte die Gruppe, zu der auch Antje Drumm (Friseurmeisterin, Visagistin, Stil- und Farbberaterin aus Wickenrodt) gehörte, schnell auf sich aufmerksam. Im "Rififi" ging’s los: T-Shirt mit Print? Eher nicht. Hosen mit Schlag? Auch nicht! Recht zielsicher steuert die 38-Jährige auf cremefarbene, unten enge Jeans in einem dünnen Stoff zu, und da sticht ihr auch gleich eine kurze Jacke mit Stehkragen in knalligem, aber doch edel wirkendem Orange ins Auge… Mehre Oberteile nimmt sie mit in die Kabine.

    Und los geht der Spaß, der für Frauen eigentlich keiner ist: Outfits anprobieren und sich dann anschließend direkt kritischen Augen präsentieren - ein Albtraum. Überraschend: Unter den "Bewertern" gibt es kaum Meinungsverschiedenheiten. "Sieht gut aus" kommt aus einem Mund. Ebenso der Satz: "Das geht gar nicht." Antje Drumm hatte schon vorher deutlich gemacht: "Schick zur Messe. Das muss ein frischer, lebendiger Business-Look werden. Und dazu gehören letztlich zumindest halbwegs bequeme Schuhe, weil man auf einer Messe viel auf den Füßen ist. Klar ist aber auch: Yvonne Fickinger, Kleidergröße 34, kann im Grunde alles tragen. Da gibt es keine Problemzonen, die überdeckt, überspielt werden sollten. Die dreifache Mutter entscheidet sich letztlich für eine Art Seidenshirt, das sie in der Hose trägt, wie ihr Antje Drumm rät. Dazu die flotte Jacke, ein schöner Farbtupfer für eine Messe im Sommer. 200 Euro bezahlt sie für Shirt, Hose und Jacke; fünf Euro Rabatt (das spielt später noch eine Rolle) gewährt die sympathische Verkäuferin. Tochter Johanna schickt dem Papa via Handy ein Foto der Mama mit den neuen Klamotten: Ein bisschen bieder, meint der Ehemann. Haben Männer eigentlich wirklich Ahnung von Mode und von dem, was Frauen gefällt? Auch einen klassischen, schmalen Gürtel wird sie in dem Laden später noch dazukaufen. 200 Euro, die Hälfte des Geldes, ist dann schon mal weg. Schuhe? Da liebäugelt Yvonne Fickinger mit einem Modell in dunkelblau. Bei "Frank Moda" schlüpft sie in verschiedene Modelle. Doch eher beige? Vielleicht ein bisschen Absatz? Der würde die langen Beine noch mehr strecken, meint Antje Drumm. Letztlich fällt die Wahl auf Schuhe in Blau und Beige im Wedges-Stil. Ein Outfit ohne Handtasche? Geht gar nicht! Die berühmte Clutch kommt nicht zum Einsatz: Das ist was für abends. Ein kleines Umhängetäschchen in Beige. Das passt. 130 Euro kosten Schuhe und die Tasche, vier Euro Rabatt sind drin. Jetzt muss der Gürtel noch her, einen besseren als im "Rififi" hatte niemand entdeckt: noch mal 25 Euro. 45 Euro sind noch übrig: noch kein Schmuck, noch keine Frisur. Ohrringe und ein Armband mit Süßwasserperlen kauft sie im "Kara": wieder 14 Euro weg. Ob das funktioniert? Zeit ist nicht das Problem, aber womöglich das Budget.

    Die Diplom-Kauffrau ist Stammkundin im Friseurladen Zerfass. Ihre Friseurin Gabi Kohlgrüber hätte eigentlich frei gehabt, nimmt sich aber gern Zeit für die langjährige Kundin. Yvonne Fickinger, die sich eher selten und ganz dezent schminkt, möchte unbedingt Smokey Eyes: "Die wollte ich immer schon mal haben." Friseurin Gabi ist schon lange im Geschäft und gibt klipp und klar Antwort: "Nein! Nicht für ein Tages-Make-up! Kommt nicht infrage!" Die Augen betonen? Okay, aber nicht zuschmieren! "Schatz, mach' die Äuglein zu" Gabi ist eine lustige und vor allem selbstbewusste Meisterin ihres Faches, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Gut so. Da ist Yvonne Fickinger nicht beratungsresistent, sondern lässt den Profi ran. Grundierung, zur Jacke passender Lippenstift, nach einem Handpeeling erhalten die Nägel einen Look in Orange; die Frisur sitzt: glatt geföhnt und glänzend. "Die glänzen jetzt bis August", scherzt Gabi. 30 Euro sind zu bezahlen: zweifellos ein Freundschaftspreis, weil Yvonne so nett ist und das Zerfass-Team die Aktion klasse findet. Insofern waren die Rabatte dringend nötig... Bei aller Skepsis im Vorfeld: Unsere erste Kandidatin hat schicke Sachen gefunden und ist letztlich sehr zufrieden mit ihrem Outfit. So kann sie sich sehen lassen und schon bald um Punkte kämpfen, wenn es um die Wahl der Shopping-Queen der Stadt geht.

    Ach ja, einen Euro hatte sie noch übrig. Den gab es mit einem Lächeln als Trinkgeld für Gabi, die sich wahrhaftig viel Arbeit gemacht hatte.

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