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    Schwollen

    Schöner schwimmen in Schwollen: Gemeinde plant Neugestaltung des Freibadgeländes

    Das kleine Schwimmbad im 420 Einwohner zählende Sprudelort soll eine noch feinere Anlaufadresse für Besucher werden. Deshalb will die Gemeinde das Freizeitgelände rund um das 1995 eingebaute Edelstahlbecken neu gestalten und mit der Modernisierung des wichtigsten Funktionsgebäudes fortfahren. Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Pläne für dieses rund 170.000 Euro teure Projekt zu forcieren und dafür beim Land einen Förderantrag zu stellen.

    Das Edelstahlbecken im Schwollener Freibad ist wegen des wechselhaften Wetters in dieser Saison zwar öfter leer, dafür aber baulich noch gut im Schuss. Dafür sind am Gebäude im Hintergrund mit Kiosk, WC und Umkleideräumen Modernisierungsarbeiten nötig. Das soll 2018 geschehen.  Foto: Reiner Drumm
    Das Edelstahlbecken im Schwollener Freibad ist wegen des wechselhaften Wetters in dieser Saison zwar öfter leer, dafür aber baulich noch gut im Schuss. Dafür sind am Gebäude im Hintergrund mit Kiosk, WC und Umkleideräumen Modernisierungsarbeiten nötig. Das soll 2018 geschehen.
    Foto: Reiner Drumm

    Dieser soll aus dem Topf des Dorferneuerungsprogramms fließen, sodass nach Aussage von Ortsbürgermeister Heiko Herber bis zu 30 Prozent der veranschlagten Kosten durch einen solchen Landeszuschuss finanziert werden könnten. Den Antrag haben die Schwollener fristgerecht noch vor dem 1. August auf die Reise nach Mainz geschickt.

    Baubeginn wohl im Herbst 2018

    „Ob er bewilligt wird, erfahren wir aber wahrscheinlich erst im Frühjahr 2018. Dann würden wir aber natürlich nicht sofort mit den Bauarbeiten loslegen, weil sonst die nächste Saison komplett ausfallen würde. Also werden wir das Vorhaben wahrscheinlich erst ab Herbst 2018 umsetzen“, sagt Herber über den ins Auge gefassten Zeitplan, den auch der Beigeordnete Wolfgang Müller im NZ-Gespräch als sinnvoll bezeichnet.

    Julia Kaiser vom Büro Stadtgespräch aus Kaiserslautern hat den Förderantrag erarbeitet und dabei in einem Planungskonzept die wichtigsten Punkte skizziert, die aus dem schon jetzt sehr wohl idyllischen Schwollener Freibad in Zukunft ein noch heller glänzendes Schmuckstück machen sollen. „Die lokalen Akteure wünschen sich neue Angebote und attraktive Aufenthaltsmöglichkeiten für alle Altersgruppen, die das Freizeitzentrum beleben“, schreibt die Fachfrau aus Kaiserslautern.

    Weiter wird dort als Ziel des Projekts formuliert, dass eine „identitätsstiftende Kommunikationsfläche mit multifunktional nutzbarem und gestaltetem Freibereich geschaffen wird“. Gemeint ist damit unter anderem, dass die Gesamtfläche des Schwollener Freizeitzentrums nach der Modernisierung nicht nur für den reinen Badebetrieb genutzt, sondern möglicherweise auch den Bürgern für private Nutzungen zur Verfügung gestellt, also vermietet werden kann. Nachdem die Ortsgemeinde bereits 2016 im Haupthaus die Umkleideräume auf Vordermann gebracht hat und dort erstmals auch Warmwasserduschen installiert wurden, steht nun auch die Sanierung der anderen Teile des in den 1970er-Jahren errichteten Gebäudes auf der Agenda.

    Vorgesehen ist, dass die Toilettenanlage inklusive Fliesenbelag und Deckenbekleidung modernisiert wird. Gleiches soll für den Gebäudebereich mit dem Kiosk gelten, der auch eine neue Küchenzeile erhalten soll. Im Anschluss wird den WC-Räumen und dem Kiosk innen wie außen ein frischer Anstrich verpasst. Ein zentraler Baustein des Projekts ist zudem, dass auf allen Gebäudeteilen das bestehende Flachdach erneuert wird und darüber Satteldächer in Holzbauweise mit einer Metalleindeckung aufgebracht werden.

    Volleyballfeld und Wasserspielgerät

    Auf dem Gelände selbst weisen die Treppen und das Pflaster auf den Wegen altersbedingte Schäden auf, die im Zuge der Sanierungsarbeiten behoben werden sollen. Das Konzept sieht zudem vor, die Liegewiese einzuebnen, neu zu modellieren und dort dann danach unter anderem einen Bereich mit Volleyballnetz anzulegen und ein Wasserspielgerät für Kinder zu installieren.

    Da schon in der Vergangenheit immer wieder aus den Reihen der Bürgerschaft viele helfende Hände bei Arbeitseinsätzen im Schwimmbad mitgewirkt haben, geht man auch beim kommenden Modernisierungsprojekt davon aus, dass die Schwollener in größerem Umfang ehrenamtliche Eigenleistungen erbringen, mit denen sich die Projektkosten um circa 20.000 Euro reduzieren lassen, sodass unterm Strich rund 150.000 Euro finanziert werden müssen.

    Von unserem Redakteur
    Axel Munsteiner
     

    Saison 2017 lief bisher sehr durchwachsen

    Das Freibad in Schwollen wurde im Jahr 1937 erbaut und gehörte danach zunächst bis 1957 der Gemeinde. Von 1958 bis 1982 wurde es dann vom Landkreis Birkenfeld betrieben, der es wegen des nahe gelegenen Jugendzeltlagerplatzes in Hattgenstein als Lehrschwimmbecken nutzte. 1983 fiel das Bad wieder an die Gemeinde zurück, die es 1994 wegen hoher Wasserverluste im alten Bassin, das aus Stein gemauert und mit einer Folie ausgelegt war, sowie diverser anderer baulicher Mängel kurzzeitig schließen musste.

    Der damalige Gemeinderat entschloss sich in dieser Krisensituation 1995 zu einer umfassenden Renovierung, in deren Zentrum der Einbau eines neuen Edelstahlbeckens stand. Es ist 25 mal 12,50 Meter groß und ist wegen seiner geringen Wassertiefe (maximal 1,25 Meter) besonders für Kinder geeignet. Laut Ortsbürgermeister Heiko Herber verursacht der Betrieb des Bads pro Jahr ein Defizit, das zwischen 20.000 und 25.000 Euro liegt. Die Gemeinde will ihr Freibad aber unbedingt erhalten, was der aktuelle Beschluss zu weiteren Modernisierungsmaßnahmen natürlich auch deutlich zeigt. Nach einem verspäteten Auftakt wegen einer defekten Filteranlage ist die Saison 2017 bisher „ziemlich durchwachsen gelaufen“, sagt Birgit Schmidt, die zusammen mit ihrem Mann Klaus den Kiosk betreibt und die Eintrittskarten ausgibt. Im Monat Juni sei noch viel Betrieb gewesen, bevor aber ausgerechnet mit Beginn der Sommerferien sehr wechselhaftes Wetter einsetzte. Insgesamt haben bisher laut Schmidt rund 1500 Besucher die Pforten des Schwollener Bads passiert. Dort zahlen Kinder und Jugendliche 1 Euro für das Tagesticket. Für Erwachsene beträgt der Eintritt 2 Euro. ax

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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