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    Naturpark: Land will doch nicht weiter kürzen

    Über Wochen war völlig offen, wie stark das Land die acht Naturparke in Rheinland-Pfalz - darunter auch die Naturparke Saar-Hunsrück und Soonwald - künftig unterstützt. Jetzt kommt ein erfreuliches Signal aus Mainz: Die rot-grüne Landesregierung will die Projektförderung von bislang jährlich 800 000 Euro auch im Doppelhaushalt 2014/2015 nicht antasten. Das bestätigte das Landesumweltministerium auf Anfrage unserer Zeitung.

    Der Naturpark Saar-Hunsrück wurde im Jahr 1980 eingerichtet. Er umfasst in Rheinland-Pfalz und im Saarland eine Fläche von knapp 2000 Quadratkilometer. In seiner Mitte soll der künftige Nationalpark Rheinland-Pfalz mit höheren Schutzfunktionen für Flora und Fauna entstehen.
    Der Naturpark Saar-Hunsrück wurde im Jahr 1980 eingerichtet. Er umfasst in Rheinland-Pfalz und im Saarland eine Fläche von knapp 2000 Quadratkilometer. In seiner Mitte soll der künftige Nationalpark Rheinland-Pfalz mit höheren Schutzfunktionen für Flora und Fauna entstehen.
    Foto: Stefan Conradt

    Von unserem Redakteur Markus Kratzer

    Wie Ministeriumssprecherin Stefanie Lotz weiter erklärt, will die Landesregierung die institutionelle Förderung, mit der die Naturparke ihr Personal finanzieren, sogar von 638 000 Euro in diesem Jahr auf 734 000 Euro in den kommenden beiden Jahren aufstocken. Nach dem landesweiten Aufschrei, als aus Mainz Mitte Oktober die Nachricht kam, dass die jährlichen Projektmittel für die Naturparke von 800 000 Euro auf 670 000 Euro zusammengestrichen werden (wir berichteten), scheinen die Wogen jetzt also wieder geglättet.

    Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Rotstift-Pläne hatte Thomas Griese, Staatssekretär im Umweltministerium, sich darum bemüht, das "Kürzungs-Schreckgespenst" wieder zu verjagen. In einem Gespräch in Mainz hatte Griese den Vertretern der Naturparke zugesichert, nicht abgerufene Haushaltsreste von insgesamt 575 000 Euro in den nächsten vier Jahren mit auszuschütten. Das würde bedeuten, dass die angedachte Kürzung bis zum Jahr 2017 kompensiert werden könnte.

    "Trotz knapper Kassen sind die Naturparke im Land für die Zukunft gut aufgestellt", gibt sich Umwelt-Staatssekretär Griese optimistisch. Auch die Befürchtung, die Landesregierung wolle durch die Finanzierung des im Hunsrück, im Hochwald und in Teilen des Saarlands geplanten Nationalparks den Naturparken das Wasser abgraben, will er nicht gelten lassen. "Diese beiden Schutzgebietskategorien dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden", erklärt Griese. Dennoch waren die Naturparkvertreter damals nicht ganz zufrieden aus Mainz zurückgekehrt. Die Hauptsorge: die lange Zeitspanne, bis Gelder tatsächlich fließen können.

    Wenn die Verbandsversammlung des Naturparks Saar-Hunsrück am Mittwoch, 11. Dezember, in Merzig Anträge auf den Weg bringt, kann es bis Juli oder gar September dauern, bis der Bewilligungsbescheid über das Ministerium und die SGD Nord im Naturpark ankommt. Das erschwert den Maßnahmeträgern - nicht nur dem Park, der mit Verfügungsermächtigungen arbeiten kann, sondern vor allem auch Vereinen und Kommunen - vieles.

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