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Hahnweiler

Keine Einigung bei der Pacht: Dorfschenke ist schon wieder geschlossen

Peter Bleyer

Da war die Freude auf der Heide nur von kurzer Dauer: Gerade mal eine Woche, nachdem die Gaststätte im Dorfgemeinschaftshaus Eröffnung gefeiert hatte, gingen die Lichter schon wieder aus. Pächterin Rita Tietze und der verpachtende Schützen- und Gemütlichkeitsverein konnten sich letztendlich nicht einigen – auch die zu zahlende Miete war ein Streitpunkt.

„Wir kamen einfach nicht richtig zueinander“, erklärt Rita Tietze, die in der Dorfschenke gut bürgerliche Gerichte und Pizza anbieten wollte, auf NZ-Nachfrage. Dass man groß Eröffnung gefeiert habe, bevor der Pachtvertrag unterzeichnet war – den Schuh müsse sie sich letztlich anziehen, räumt sie ein. Allerdings seien im Vorfeld Absprachen getroffen gewesen, an die man sich im Pachtvertrag nicht gehalten habe, erzählt sie.

„Wir hatten abgemacht, dass ich bis Januar 2019 keine Miete zahle, weil ja auch noch einiges zu machen war“, sagt Rita Tietze. „Ab dem 1. Januar 2019 sollten es dann 150 Euro pro Monat sein.“ Im Pachtvertrag sei dann allerdings davon die Rede gewesen, dass bereits ab dem 1. Oktober 2018 150 Euro anfallen und ab dem 1. Januar 2019 sogar 300 Euro. „Das habe ich niemals zugesagt.“ Hinzu gekommen sei die Tatsache, dass die Grundreinigung sehr viel Zeit in Anspruch genommen habe und beispielsweise die Toiletten kaputt gewesen seien. „Es gab dann ein letztes Gespräch, bei dem wir uns aussprechen wollten“, sagt sie weiter. „Aber es hat einfach nicht harmoniert.“ Für sie sei das Thema nun erledigt.

Axel Mohr, Vorsitzender des verpachtenden Schützenvereins, gibt sich auf Nachfrage ein wenig ratlos. „Wir waren in allem offen und hätten miteinander reden können“, betont er. Er bestätigt, dass der Pachtvertrag ab Ende des Jahres eine Miete von 150 Euro und ab dem 1. Januar 2019 von 300 Euro vorgesehen habe. „Aber das habe ich mit ihr im Bierkeller so mündlich besprochen.“ Davon abgesehen sei der Wert 300 Euro nur formal eingetragen gewesen. Man habe hinzugefügt, dass für jeden Betriebstag pro Woche 50 Euro anfallen. Wäre es also bei den drei Öffnungstagen Freitag, Samstag und Sonntag geblieben, hätte sich auch an den 150 Euro nichts geändert, so Mohr. Was die Kritik an der Sauberkeit des Lokals betrifft, erklärt der Vorsitzende: „Putzen muss man überall.“ Außerdem habe die Gemeinde eigens noch eine neue Heizung installiert. „Ich kann den Verlauf der Dinge nicht nachvollziehen“, sagt er abschließend.

Ortsbürgermeister Heiko Bier zeigt sich angesichts des vorzeitigen Endes sehr enttäuscht. „Das stimmt mich traurig“, sagt er. „Vor allem, weil in den wenigen Tagen, als geöffnet war, viele Leute gekommen sind.“ Letztlich habe es aber keine Einigung gegeben. Bier weist aber noch darauf hin, dass die Kirmes auch ohne eine geöffnete Gaststätte in diesem Jahr stattfinden werde.

Von unserem Redakteur Peter Bleyer

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