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Kreis Birkenfeld

Jugendscout zeigt bei Problemen den Weg

Noch wissen es zu wenige: Das Projekt „Jugendscout“ ist seit dem 1. September 2017 in Birkenfeld und in Idar-Oberstein wieder am Start und soll fester Bestandteil im Angebot des Kreises sein.

Der neue Jugendscout, der 47-jährige Sozialpädagoge Bernd Glaeser, bietet Beratung, Begleitung und Unterstützung für Jugendliche sowie junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren bei der Suche nach Arbeit, Ausbildung, Beruf und Perspektiven an.

Seine Aufgabe ist es, arbeitslose oder nicht erwerbstätige Jugendliche unter 25 Jahren bei Aktivierungs- und Orientierungsangeboten zu unterstützen. Der Bereich umfasst unter anderem die intensive Betreuung, Beratung und Begleitung arbeitsloser Jugendlicher, insbesondere derjenigen, die bisher keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gefunden haben.

Oftmals ist jungen Menschen der Zugang in die Arbeitswelt durch komplexe Problemlagen nicht möglich. Diese jungen Menschen werden in ihrer Biografie und ihrer Problemlage ernst genommen, ganzheitlich betreut und im Eingliederungsprozess individuell begleitet und unterstützt, betont Glaeser. Der Schwerpunkt des Jugendscouts liegt in der beruflichen und sozialen Integration von Jugendlichen, die wegen individueller Beeinträchtigungen Schwierigkeiten beim Übergang in eine Ausbildung oder Arbeit haben. Im Umgang mit den jungen Erwachsenen geht es vorrangig um vertrauensbildende Maßnahmen und Beziehungsarbeit. Demnach kommt der betreuenden pädagogischen Arbeit eine besondere Bedeutung zu.

Einzelfallhilfe, Konfliktberatung sowie die Unterstützung bei Ämterangelegenheiten und bei der Berufs- und Lebensplanung: Da setzt Glaeser an. Ebenso wird die Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche und beim Bewerbungsverfahren angeboten. Das Coaching für Vorstellungsgespräche oder die Eingliederung in verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen sind Bestandteil seiner täglichen Arbeit. Die Ziele des Jugendscouts sind es, gemeinsam mit dem jeweiligen Klienten eine geeignete Ausbildungsstelle zu finden und somit zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit beizutragen. Dies hat zur Folge, dass der Klient eine Festigung und eine Stabilisierung der Lebensführung sowie eine Verselbstständigung bis hin in ein eigenverantwortliches Leben erfährt. Das Hilfeangebot des Jugendscouts ist kostenfrei und basiert auf der Freiwilligkeit des Hilfesuchenden. Das Projekt wird durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

Bis März 2014 hatte Ingo Lauer, mittlerweile bei der Kreisverwaltung Birkenfeld für die Netzwerkkoordination Kinderschutz zuständig, die Aufgabe inne. Die Nachfolgersuche gestaltete sich schwierig, sodass diese Stelle eine Weile vakant war. Da das Projekt vom ESF gefördert und Jahr für Jahr neu beantragt werden muss, ist es nicht ganz so einfach, einen Bewerber zu finden, weiß Lauer. Aber die Ziele des Jugendscouts werden als sehr wichtig empfunden, sodass Beteiligte sich entschlossen haben, erneut einen Versuch zu wagen.

Nach anfänglichen Problemen bei der Besetzung konnte die Stelle unter mithilfe der Kreuznacher Diakonie neu besetzt werden. Glaser erläutert: „Kein Fall ist wie der andere, deswegen ist mein Vorgehen wie folgt geplant: Nach einem Eingangsgespräch werden die schwerwiegendsten Probleme herauskristallisiert. Aus dem Gespräch heraus ergeben sich individuelle Fragen, die die Klienten teilweise als ,Hausaufgabe‘ mitnehmen. Diese werden beim nächsten Termin besprochen. Da die Klienten meist nicht nur ein Problem haben, findet das Abarbeiten der Probleme parallel durch den Klienten, aber auch durch mich im Kontakt zu anderen wichtigen Einrichtungen statt. Selbstverständlich werden Probleme mit hoher Priorität zuerst ins Visier genommen.“

Glaeser ist dienstags zwischen 8 und 12 Uhr im Jobcenter Birkenfeld sowie mittwochs von 8 bis 12 Uhr im Jobcenter Idar-Oberstein erreichbar. Auch Anrufe, eine WhatsApp oder SMS unter Tel. 01516/57.203 36 oder E-Mails an bernd.glaeser@kreuznacherdiakonie.de werden beantwortet.

Von unserer Redakteurin Vera Müller

Idar-Oberstein Birkenfeld
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