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Idar-Oberstein

Idar-Oberstein: Junge Leute sollen mitbestimmen – AG prüft Möglichkeiten

Kurz war zumindest der öffentliche Teil der ersten Sitzung des Jugendhilfeausschusses nach der Sommerpause, bereits nach einer knappen halben Stunde waren die beiden Themen Partizipation und Mitbestimmung von Jugendlichen in der Stadt sowie der Beitritt zu einer Rahmenvereinbarung, die die Einsicht in ein erweitertes Führungszeugnis bei Personen, die neben- oder ehrenamtlich bei freien Trägern in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind, regelt. Im nicht öffentlichen Teil wurde über die Spielplatzsituation im Stadtgebiet gesprochen.

Von unserem Reporter Jörg Staiber

Jugendamtsleiter Michael Schweizer berichtete, dass von verschiedenen Seiten das Anliegen an ihn herangetragen worden sei, Jugendliche stärker in die Gestaltung der Politik und des öffentlichen Lebens einzubeziehen und diese Beteiligung auch zu institutionalisieren. Als bereits vorhandenes positives Beispiel führte Schweizer die aktive Rolle von Jugendlichen bei der Organisation des Jugendtreffs am Markt (Jam) an. Allerdings gebe es in der Stadt im Gegensatz zu einigen Verbandsgemeinden des Kreises noch keinen Jugendbeirat.

Um für die Stadt die geeignete Form der Beteiligung für Jugendliche zu entwickeln, wird eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich bis zur ersten Ausschusssitzung im Januar zweimal treffen soll. Erfreut zeigte sich Oberbürgermeister Frank Frühauf darüber, dass sich gleich zehn Ausschussmitarbeiter zur Teilnahme an der Arbeitsgruppe meldeten. Dort soll unter anderem untersucht werden, welche erfolgreichen Modelle es auf Landesebene schon gibt und inwieweit diese auf Idar-Oberstein übertragbar sind.

Durch eine vom Landesjugendausschuss empfohlene Rahmenvereinbarung, der inzwischen alle Kommunen des Landes beigetreten sind, soll verhindert werden, dass bei freien Trägern neben- oder ehrenamtlich tätige Personen in der Kinder- und Jugendhilfe aktiv werden, die wegen Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht, sexuellen Missbrauchs von Kindern oder Jugendlichen, Zuhälterei, Exhibitionismus, Verbreitung pornografischer Schriften, Misshandlung von Schutzbefohlenen, Menschenhandel oder -raub, Verschleppung, Entziehung Minderjähriger oder ähnlicher Delikte verurteilt wurden.

Die Vereinbarung sieht die einheitliche Anwendung eines Prüfschemas vor, in dem nach einem Punktekatalog die Art der Tätigkeit, der mögliche Aufbau eines Vertrauensverhältnisses, der zeitliche Umfang und andere Kriterien bewertet werden. Von einer bestimmten Punktezahl an wird dann die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses verbindlich verlangt. Das erweiterte Führungszeugnis führt auch Strafen auf, die in einem normalen Führungszeugnis nicht enthalten sind wie etwa zur Bewährung ausgesetzte Jugendstrafen von unter zwei Jahren oder Verurteilungen zu unter drei Monaten auf Bewährung.

Idar-Oberstein Birkenfeld
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