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Hundemesse in Idar-Oberstein: Tierisch Theater um die geliebten Vierbeiner

Rundum zufrieden mit dem Verlauf der zweiten Messe „Mein Hund“ zeigte sich Veranstalterin Andrea Piesch am Ende. Zwar verlief der Samstag noch relativ ruhig, dafür herrschte aber am Sonntag den ganzen Tag über reger Betrieb. Rund 4000 Besucher, davon viele mit ihren Vierbeinern, waren am Ende zu der Messe gekommen, so die Schätzung der Veranstalter.

„Wir kommen auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder“, verspricht Andrea Piesch. „Der Zuspruch und die Stimmung bei Ausstellern und Besuchern waren sehr gut. Und wir als Veranstalter fühlen uns hier in der Messe auch sehr gut betreut und aufgehoben.“

Tatsächlich konnte man in der großen Halle 1 so ziemlich alles finden, was die Herzen von Herrchen, Frauchen und ihrer vierbeinigen Lieblinge begehren. Riesig war etwa die Auswahl an Hundebetten, die versprachen „tierisch bequem und orthopädisch“ oder „kratz- und bissfest“ oder aber auch „traumfördernd“ zu sein. Ebenso reichte etwa das Spektrum der Leinen und Halsbänder von praktisch-solide bis hin zu extravaganten und handgefertigten Unikaten „mit Wau-Effekt“. Nicht fehlen durfte etwa auch die für jedes Wetter passende Kleidung für Hund und Herrchen oder ein „Bademantel“ für den kleinen Liebling, der versprach, denselben im Handumdrehen wieder trocken und sauber zu bekommen, wenn der sich mal im Schlamm gewälzt hatte.

Einen besonderen Service bot der Verein für leidenschaftliche Fotografie aus Graz, an dessen mobilem Fotostudio Hund und Halter sich kostenlos fotografieren lassen konnten. Wem für seinen Liebling eine glanzvolle Film- und Fernsehkarriere vorschwebt, konnte sich beim Filmdog-Team um Aurelia Hornung casten lassen. Aber auch für den „normalen“ Tierfreund gab es Produkte und Tipps für alle Lebenslagen von der das Haustier einschließenden Familienversicherung bis hin zu „Tierbestattungen mit Würde“ oder für die Treue über den Tod hinaus gar gemeinsame Gräber für Mensch und Tier.

Besonders interessant für die Vierbeiner war natürlich das reichhaltige Futterangebot, wobei die Geschmäcker von Mensch und Tier sich deutlich unterscheiden. Oder welcher Zweibeiner möchte sich schon an so Leckereien wie Rinderkehlköpfen, Nackensehnen, Enten- und Putenhälsen, Schweineluftröhren, Kopfhaut oder Hühnermägen erfreuen?

Ein Höhepunkt der Messe waren die Vorführungen und Qualifikationsturniere für Welt- und Europameisterschaften im Dogdance zu bieten, hier gingen einige der Besten Deutschlands in dieser Sportart an den Start. So war etwa Cora Czermak mit ihrem Papillon Steps extra aus München angereist, um sich für das internationale Parkett zu qualifizieren, was ihr auch gelang. Sie betreibt Dogdance seit rund zwölf Jahren und gehört damit zu den Pionieren dieser relativ jungen Sportart. „Mir gefällt daran, dass man nicht so festgelegt ist wie bei anderen Hundesportarten, sondern viel freier in der Gestaltung ist“, erläutert die 24-jährige Psychologin. „Die besondere Schwierigkeit im Leistungsbereich besteht darin, dass sich der Hund ohne Belohnungen vier Minuten lang voll auf den Menschen konzentrieren muss.“

Solche Messen als Rahmen für Qualifikationsturniere findet Cora Czermak großartig. „Da können wir auch mal vor größerem Publikum auftreten“, erklärt sie. Die Schweizerin Christine Szakacz gilt als Grande Dame der europäischen Dogdance-Szene. „Die Hunde reagieren auf die Musik, den Augenkontakt und kleine Körperzeichen. Das ist ein sehr kreatives und sensibles Miteinander von Mensch und Tier“, erklärt die 75-Jährige, die als Preisrichterin bei den Qualifikationen fungierte.

Aber auch lokale Vereine präsentierten sich auf der Messe. So etwa der Verein für Rassehunde Oberstein, der Heim und Übungsgelände auf dem Volkesberg hat. „Der Vereinsname ist etwas irreführend“, erklärt der Vorsitzende Ronny Schiefbahn. „Wir sind schon längst kein reiner Verein für Rassehunde mehr, und auch die Ausbildung zum Gebrauchshund steht längst nicht mehr so im Vordergrund.“ Was der Hund beim Verein lernen kann, demonstrierten fast durchweg junge Vereinsmitglieder bei einigen Vorführungen, nämlich Gehorsam und Disziplin.

Jörg Staiber

Idar-Oberstein Birkenfeld
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