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Birkenfeld

Gymnasium Birkenfeld: Neuer Küchenchef für 770 Schüler

Er will dafür sorgen, dass es den 770 Gymnasiasten in der Kreisstadt sowie deren Lehrern und anderen Mitarbeitern der Bildungseinrichtung auch in Zukunft gut schmeckt. Seit dem Beginn des neuen Schuljahres betreibt David Hennes die 2001 eröffnete Cafeteria im Gymnasium. Rektor Dietmar Fries bezeichnet es als „Riesenglücksfall“, dass damit bei der Essensversorgung in der Schule ein nahtloser Übergang geglückt ist und ein Leerstand der Mensa verhindert wurde.

Es ist angerichtet: Der 25-jährige David Hennes (von rechts) ist neuer Betreiber der Cafeteria im Birkenfelder Gymnasium. Bei dieser Arbeit helfen ihm Jennifer Schmidt, sein Vater Jürgen Hennes und Margarete Thwettzuk.  Foto: Felix Horstfeld
Es ist angerichtet: Der 25-jährige David Hennes (von rechts) ist neuer Betreiber der Cafeteria im Birkenfelder Gymnasium. Bei dieser Arbeit helfen ihm Jennifer Schmidt, sein Vater Jürgen Hennes und Margarete Thwettzuk.
Foto: Felix Horstfeld

Von unserem Mitarbeiter Felix Horstfeld


Nachdem die Eheleute Fickelscher zusammen mit ihren Mitarbeitern 16 Jahre lang für die Schüler täglich frisch gekocht hatten, verabschiedeten sie sich beim Schulfest kurz vor den Sommerferien in den Ruhestand. Daraufhin schrieb der Förderverein des Gymnasiums die freie Stelle neu aus. Der 25-jährige David Hennes, der auch das Café „Allerhand“ in Nohen betreibt, wurde auf die Stellenausschreibung aufmerksam. Er sei sich unsicher, ob der Betrieb in seinem Bistro während der bevorstehenden Sanierung der Hauptstraße in Nohen gut laufen wird. Deshalb habe er sich entschlossen, sich sozusagen als zweites Standbein für den Posten des Mensapächters am Gymnasium zu bewerben, erklärte er. Und der Förderverein gab ihm den Zuschlag.

Vier Wochen lang ist er nun schon Küchenchef im Haus an der Brechkaul und schwärmt von der Arbeit: „In der Schulcafeteria sammle ich durch den Umgang mit den Kindern und Jugendlichen viele neue Erfahrungen.“Geholfen hat Hennes, dass er nach dem Ende der Sommerferien am 14. August nicht gleich ins kalte Wasser geworfen wurde. Schon in den letzten vier Wochen des vergangenen Schuljahres schaute Hennes den ehemaligen Pächtern über die Schulter. Er hat zudem eine Mitarbeiterin der Eheleute Fickelscher übernommen, die ihn aufgrund ihrer Erfahrungen in der Cafeteria optimal vorbereiten konnte. „Dadurch fiel mir der Einstieg deutlich leichter“, berichtet der 25-Jährige.

Auch die Eheleute Fickelscher haben ihm wertvolle Tipps gegeben, beispielsweise bezüglich der Stoßzeiten in der Schule oder welche Gerichte am beliebtesten sind. „Schnitzel mit Pommes und Salat ist der Renner schlechthin“, stellt Hennes mit Blick auf seine bisherigen Erfahrungen fest. Morgens fungiert die Cafeteria als Kiosk. Die Schüler können sich ihre Brötchen frisch belegen lassen. Der Speiseplan fürs Mittagessen variiert wöchentlich, sodass im Prinzip kein Wunsch der Kinder und Jugendlichen unerfüllt bleibt.

Auch vegetarische Kost im Angebot

Fleischliebhaber kommen bei Currywurst mit Pommes, Fleischkäse mit Spiegelei oder einer Gulaschsuppe auf ihre Kosten, Vegetarier werden zum Beispiel durch Nudeln mit Gemüse, vegetarische Pizza oder Milchreis zufriedengestellt. Der gelernte Koch Hennes erhält neben seinen Mitarbeitern von seinen Eltern, mit denen er gemeinsam das Café „Allerhand“ betreibt, Unterstützung in der Schulcafeteria. Da ihm das Engagement im Gymnasium große Freude bereitet, plant Hennes, die Öffnungszeiten seines Bistros in Nohen anzupassen. Er möchte sich unter der Woche komplett auf die Arbeit in der Schule konzentrieren und das Café künftig nur noch am Wochenende öffnen. „Das Engagement in der Schule ergänzt sich sehr gut zur Arbeit im Café“, erklärt er.

Auch wenn er durch den zusätzlichen Job natürlich deutlich mehr zu tun habe, kann Hennes sich gut vorstellen, eine neue Pächterära im Gymnasium einzuleiten und sowohl Kinder als auch Lehrer langfristig mit allem, was man im Schulalltag braucht, zu umsorgen, betont er selbst.

Rektor hat bisher nur Lob gehört

Rektor Dietmar Fries würde das begrüßen. Er weist im NZ-Gespräch darauf hin, „dass es anfänglich gar nicht klar war, ob wir einen Nachfolger für die Eheleute Fickelscher finden“. Man habe sich bewusst dafür entschieden, dass erneut ein Familienbetrieb die Cafeteria übernimmt, dort weiterhin täglich frisch gekocht und der Kiosk jeden Morgen ab 7.30 Uhr geöffnet wird. Was die Rückmeldungen aus der Schülerschaft angeht, sagt Fries: „Ich habe bisher noch nichts Schlechtes gehört. Im Gegenteil: Die Sache ist prima angelaufen.“

Idar-Oberstein Birkenfeld
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