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    Idar-Oberstein

    Für "Metropole der Edelsteine" gab's viel Lob

    Das Publikum bestand fast ausnahmslos aus Experten. Deshalb ist es ein umso größeres Kompliment, dass es nach dem Abspann spontan Beifall spendete. Dieser galt dem Film „Metropole der Edelsteine – Idar-Oberstein und seine Geschichte“, den der SWR am Sonntag, 17. September, um 21 Uhr sendet. Rund 100 Zuschauer, darunter vor allem Vertreter aus der Branche, nutzten die Gelegenheit, ihn bei einer Vorpremiere in der Göttenbach-Aula vorab zu begutachten.

    Zehn Tage dauerten die Dreharbeiten zu dem historischen Idar-Oberstein-Film, für den Kameramann Christian Schulz auch im Atelier Tom Munsteiner in Stipshausen drehte und dort Elisa Ludes in Szene setzte.  Foto: Hosser
    Zehn Tage dauerten die Dreharbeiten zu dem historischen Idar-Oberstein-Film, für den Kameramann Christian Schulz auch im Atelier Tom Munsteiner in Stipshausen drehte und dort Elisa Ludes in Szene setzte.
    Foto: Hosser

    „Großes Kompliment. Sehr gut gemacht, sehr gut recherchiert“, brachte Eckehard Julius Petsch anschließend das Meinungsbild im Saal auf den Punkt. Er gehört wie Manfred Wild, Ernst-Otto Biehl, Dieter Jerusalem, Ralph Effgen, Bernd, Tom und Jutta Munsteiner sowie René und Hubert Arnoldi zu den Protagonisten aus der Edelsteinregion in der von Filmautor Utz Kastenholz gestalteten Dokumentation, zu der Kameramann Christian Schulz vom Fotostudio Hosser die passenden Bilder geliefert hat.

    Kastenholz nennt Idar-Oberstein insbesondere wegen der Verschwiegenheit der Akteure „die Stadt der Geheimnisse“. Das gilt aber nicht für das ausgeprägte Einzelkämpfertum, sondern auch für die „Hidden Champions“: Firmen, die auf ihrem Gebiet internationales Renommee genießen oder im Weltmarkt bestimmte Nischen bedienen – was keiner von ihnen an die große Glocke hängt.

    Ein wertvolles Standardwerk ist der gelungene Film aber vor allem deswegen, weil er wie noch keiner zuvor in immerhin 45 Minuten lebendig und unterhaltsam die wechselvolle und spannende Geschichte von den Anfängen mit den ersten Achatfunden vor mehr als 500 Jahren bis heute beleuchtet. Dabei erhalten die Zuschauer nicht nur interessante historische Informationen wie die, dass es um 1885 in Idar-Oberstein mehr als 300 Graveure gab und dass der Idarbach um 1900 mit seinen zahlreichen Schleifen das am stärksten industriell genutzte Gewässer in Deutschland war. Die interviewten Gestalter, Schleifer und Händler verraten zudem aber auch viel von der DNA dieser besonderen Branche, in der gute Beziehungen und Vertrauen mit das wichtigste Kapital sind und in der bei Geschäften immer noch der Handschlag gilt.

    Angereichert wird die Produktion durch Archivaufnahmen von der Stadt und einzelne Sequenzen aus dem Epos „Die andere Heimat“ von Edgar Reitz. Ohne die Auswanderer nach Brasilien und ihre Edelsteinfunde gäbe es die Edelsteinindustrie in Idar-Oberstein heute wohl nicht mehr. Das mit der Suche nach edlen Steinen verbundene Abenteurertum verkörpern Männer wie Wilhelm Dreher und Eckehard Petsch – eine Ära, die sich dem Ende nähert. Vorbei sind aber auch die Zeiten, in denen Rohware in Idar-Oberstein bei reich bestückten Auktionen feilgeboten wurde.

    Geblieben aber ist ein über die Jahrhunderte erworbenes Alleinstellungsmerkmal. Das in der „Welthauptstadt der Edelsteine“, wie Idar-Oberstein im Film genannt wird, vorhandene Know-how ist nach wie vor einzigartig – aber auch gefährdet, weil die weltweite Konkurrenz nicht schläft.

    Der Film „Metropole der Edelsteine – Idar-Oberstein und seine Geschichte“ läuft am Sonntag, 17. September, um 21 Uhr im SWR-Fernsehen.

    Von Kurt Knaudt

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