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    Baumholder: Stadt will zweites Partnerschaftskomitee gründen

    Damit hatte selbst Stadtbürgermeister Günther Jung nicht gerechnet: Als er zum Gedankenaustausch eingeladen hatte, glaubte er nicht daran, dass am Ende der Sitzung ein deutsch-amerikanisches Partnerschaftskomitee stehen würde. An konkrete Ideen war überhaupt noch nicht zu denken. Doch es kam anders.

    Dr. Jay Martin hält die Partnerschaftserklärung in den Händen.
    Dr. Jay Martin hält die Partnerschaftserklärung in den Händen.

    Jung erläuterte kurz, dass es darum gehe, die Partnerschaft mit der amerikanischen Stadt Delaware im Bundesstaat Ohio zu pflegen und zu beleben – analog des Warcq-Komitees, das sich um die Kontakte mit der französischen Partnerstadt bemüht.

    Zwölf Personen waren der Einladung gefolgt – allesamt bekannt dafür, die deutsch-amerikanische Freundschaft zu pflegen. Denn es soll nicht nur um die Partnerschaft zur Sistercity gehen; das wurde während des zweistündigen ersten Gesprächs deutlich. Vielmehr sollen auch die amerikanischen Soldaten und Zivilisten nicht vergessen werden, die in Baumholder leben. Daher waren unter den Eingeladenen auch zahlreiche Mitglieder des deutsch-amerikanischen Stammtisches, der sich jeden Mittwochabend im Hotel "Zum Stern" trifft.

    "Die Partnerschaft ist stark gestartet und dann eingeschlafen", brachte es Stadtratsmitglied Günter Heinz auf den Punkt. Ein Antrittsbesuch in Delaware, dann ein Gegenbesuch. Ein paar private Kontakte wurden weiter gepflegt: "Seit dem Gegenbesuch stehen wir in regem Kontakt mit Carolyn Riggle, damals Mitglied des City Councils (Stadtrat) und heute Bürgermeister der Stadt Delaware", sagte Gaby Zahler, die selbst auch schon gemeinsam mit ihrem Ehemann Delaware besucht hat.

    Außerdem gab es Kontakte zwischen den Schulen. Das war's dann aber auch schon. "Das mit der Schule wird in Zukunft wegbrechen, wir haben ja bald keine weiterführende Schule mehr", warf Pfarrer Burkhard Zill ein. Und er weiß auch: "Ohne Besuche wird es nicht gehen." Die Partnerschaft lebe allein von Menschen und von Begegnungen. Zill weiter: "Wir müssen Leute finden, die diese Sache zu ihrer Sache machen."

    Und somit waren die, die künftig ein Komitee stellen sollen, mitten in der Diskussion. "Man merkt, dass sich hier schon jeder vor der Sitzung Gedanken gemacht hat", sagte später Günther Jung. Binnen weniger Minuten waren mehr Ideen geboren als in den vergangenen drei Jahren – die Partnerschaft wurde 2011 besiegelt. Vor allem ging es darum, eine Art Kontaktbörse zu sein. Für Menschen aus den USA, die in Baumholder leben oder ein Praktikum machen möchten. Oder umgekehrt: Für Baumholder Jungs und Mädchen, die daran denken, eine Weile in Ohio zu leben.

    Da seien Ansprechpartner gefragt. Auch zur Ohio Wesleyan University, dank deren Besuche alle drei bis fünf Jahre die Partnerschaft überhaupt erst zustande gekommen war. Eine Verbindung zwischen der OWU und dem Umwelt-Campus in Neubrücke war eine weitere Idee. Die Vorschläge sprudelten nur so aus den Teilnehmern der lockeren Runde heraus. Sodass Michael Röhrig, Stadtbeigeordneter und Stammtisch-Mitglied, am Ende sagte: "Es war ein Riesenspaß, euch heute Abend hier zuzuhören." Er schwärmte für die guten Ideen, für "etwas, was noch gar nicht existent ist". Denn ein Komitee wurde dann doch noch nicht gegründet. Aber alle Teilnehmer gaben eine Absichtserklärung ab: Das Interesse, mitzuarbeiten, sei da.

    Anfang des neuen Jahres soll es eine weitere Sitzung geben. Dann sollen Formalitäten festgeklopft werden. Unter anderem auch, wer das Komitee führen soll. In der Runde war man sich einig, dass das nur Bernd Mai sein könne. Er sei in dreifacher Hinsicht prädestiniert dafür: Er arbeitet für die amerikanischen Streitkräfte, er war Gründungsmitglied des deutsch-amerikanischen Stammtischs, und er ist es, der alle drei bis fünf Jahre die Besuche der OWU-Fußballmannschaft in der Region organisiert und betreut. Mai selbst erbat sich Bedenkzeit. Mitarbeiten werde er, aber ob als Kopf der Mannschaft, das wollte er noch nicht zusagen. Froh war er jedenfalls darüber, dass viele der Anwesenden zusagten, im kommenden Jahr einen OWU-Studenten aufzunehmen. Denn 2017 will Dr. Jay Martin noch einmal mit seiner Truppe nach Baumholder kommen – und dafür werden Gastfamilien gesucht. Und vielleicht wird es dann auch ein Komitee geben.

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