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Idar-Oberstein

Linden in der Austraße werden nicht gefällt

Vera Müller

„Mein Freund der Baum ist tot. Er fiel im frühen Morgenrot ...“ Diesen Liedtext der Sängerin Alexandra, der übrigens genau 50 Jahre alt ist, wollten die Mitglieder des Bauausschusses nicht singen müssen: Und damit wendeten sie sich kollektiv gegen die von der Verwaltung vorgesehene Fällung zweier Linden im Bereich der Austraße 3.

Zwei Linden in der Austraße waren Thema im Bauausschuss. Die Verwaltung empfahl, sie zu fällen. Die Bauausschussmitglieder sahen das anders und stimmen kollektiv gegen die Fällung.  Foto: Hosser
Zwei Linden in der Austraße waren Thema im Bauausschuss. Die Verwaltung empfahl, sie zu fällen. Die Bauausschussmitglieder sahen das anders und stimmen kollektiv gegen die Fällung.
Foto: Hosser

Hintergrund: Bedingt durch das teilweise kräftige Wurzelwachstum der vor Jahrzehnten gepflanzten Bäume ist es inzwischen im Bereich zweier Linden zu erheblichen Unebenheiten gekommen. Beide Linden stehen innerhalb des Gehwegs im Bereich der Austraße 3. Um Stolperfallen zu vermeiden, wurden bereits vor Jahren die aufgekanteten Baumscheibenroste entfernt. Gleichzeitig wurde der Pflasterbelag höhenmäßig etwas beigearbeitet. Inzwischen ist es allerdings wieder zu Schäden gekommen, sodass erneut dringender Handlungsbedarf bestehe, wie es die Verwaltung ausdrückt. Bei beiden Bäumen lasse sich durch bauliche Maßnahmen zumindest mit vertretbarem Aufwand keine Besserung mehr erreichen. Das Niveau des Gehwegs könne man nicht angleichen, um somit die Situation zu entschärfen. Denn: Links und rechts vom Baumbeet verliefen schmale, nach unten abfallende Grundstückeinfahrten. Da zu erwarten ist, dass zwei Anlieger nicht auf ihre jeweiligen Ausfahrten verzichten wollen, bleibe nur eine Fällung der beiden Bäume als Lösung, die mit dem Auffräsen der Baumstümpfe und dem Zupflastern des Bürgersteigs verbunden wäre. Die Unebenheiten zu belassen, sei keine Option, zumal der Gehweg häufig genutzt werde. Zumindest einen neuen Baum könne man auf dem kleinen Platz zwischen Haus Nummer 3 und 4 pflanzen. Dort ist vor einigen Jahren eine Rosskastanie auseinandergebrochen und entfernt worden. Würde man den verbliebenen Baumstumpf ausfräsen und anschließend einen Bodenaustausch vornehmen, könnte dort ein Baum gepflanzt werden. Wolfgang Augenstein (LUB) verwies darauf, dass der heiße Sommer und seine Folgen eher dazu aufforderten, Bäume zu pflanzen, statt sie zu fällen.

Auch Dirk Rohde (CDU) hält die geplante Maßnahme für unnötig. Da gebe es doch sicher Alternativen: zum Beispiel, den Wurzeln mehr Platz zu geben. Kerstin Rogoll (Bündnis 90/Die Grünen) kommentierte: „Wenn die Bäume weg sind, sind sie weg.“ Bis ein neuer Baum diese Größe erreiche, dauere es Jahrzehnte.

Von unserer Redakteurin Vera Müller
Idar-Oberstein Birkenfeld
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