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    Zell/Alf

    Zuschuss für Freibadsanierung? Alfs Antrag geht in Zell baden

    Ein wenig überraschend hat selbst eine reduzierte Beteiligung der Stadt Zell an den Kosten für die Sanierung des Freibads Arrastal im benachbarten Alf im Stadtrat jüngst keine Mehrheit gefunden.

    Foto: babimu - Fotolia

    Von unserem Redakteur David Ditzer

    Mit neun Ja- und neun Neinstimmen wurde bei einer Enthaltung ein Antrag der FWG-Fraktion, einen Einmalzuschuss von 30 000 Euro zu gewähren, abgelehnt. Dagegen fand eine jährliche Beteiligung an den Betriebskosten des Bads eine Mehrheit, wobei sich die meisten Ratsmitglieder der Stimme enthielten. Die Diskussion im Sitzungssaal des Rathauses war ebenso kontrovers wie ausgiebig.

    Zells Stadtbürgermeister Hans Schwarz (CDU) ließ keine Zweifel daran aufkommen, dass er dem Zuschussantrag aus Alf nicht zustimmen kann. Jedenfalls nicht guten Gewissens. Schon den Haushalt für dieses Jahr habe die Kommunalaufsicht beanstandet. Sie habe dazu aufgefordert, die freiwilligen Ausgaben zu prüfen und gegebenenfalls zu streichen. "Auch der Kommunale Entschuldungsfonds bereitet uns noch Kopfzerbrechen", hielt der Stadtchef fest.

    Schwarz: Uns, mir wurde der Schwarze Peter zugeschoben

    Bei einer Bürgermeisterdienstbesprechung in der Kreisverwaltung habe diese signalisiert, "dass weitere Schulden durch kreditfinanzierte freiwillige Leistungen zum Ausschluss aus dem Entschuldungsfonds führen können". Im Übrigen missfiel Schwarz, dass der der Freibad-Förderverein ihm und dem Rat mit einem Brief vom 20. August gleichsam den Schwarzen Peter zugeschoben habe. Darin sei nämlich deutlich gemacht worden, dass - nach einer Absage aus Briedel und einem reduzierten Zuschuss aus Bullay - ein weiterer negativer Beschluss eine Baderneuerung unmöglich machen würde.

    Viel positiver stand Johannes Hallebach (FWG) dem Alfer Verlangen nach einer Finanzspritze für die Freibadrettung gegenüber. Dass "alle Kommunen finanziell auf dem Zahnfleisch" gingen, sei bekannt. Trotzdem dürfe man an freiwilligen Ausgaben nicht endlos "rumknapsen", denn gerade sie kämen den Menschen vor Ort zugute. "Hier ist auch Solidarität gefragt", sagte Hallebach. Solidarität mit Alf, aber auch Solidarität mit dem Förderverein, der den Badebetrieb mehr als ein Jahrzehnt lang aufrechterhalten habe. Auch junge Familien aus Zell nutzen das Bad. Zwar könne die Stadt nicht den Alfer Wunschzuschuss in Höhe von 46 000 Euro stemmen. Doch die FWG beantrage, 30 000 Euro zu bewilligen.

    Lothar Bremm (CDU): "Familien und Kinder aus Zell gehen nach Alf schwimmen"

    CDU-Sprecher Lothar Bremm warb dafür, diesen FWG-Antrag zu unterstützen, denn: "Familien und Kinder aus Zell gehen nach Alf schwimmen." Da das Thema fraktionsintern jedoch "extrem kontrovers diskutiert" worden sei, stimmte jeder für sich ab. Auch Hans-Josef Börsch (SPD) fand: "30 000 Euro sind okay." Auch wenn das Zell letztlich doch mehr koste. Schließlich finanziere man über die VG-Umlage deren Sanierungskostenzuschuss mit. Zells Erster Beigeordneter Karlheinz Weis (CDU) unterstrich, er könne Alfs Konzept nicht zustimmen. Er vermisse eine ganzheitliche Betrachtung, die die Option berücksichtige, Zells Erlebnisbad um ein Freibad zu erweitern.

    So klar die Vorreden, so überraschend - zumindest in Teilen - das Ratsvotum. Erwartungsgemäß wurde eine volle Kostenbeteiligung abgelehnt (16 Gegenstimmen, 1 Enthaltung, nur Hermann Deisen, SPD, stimmte dafür). Dass dann jedoch auch der FWG-Antrag scheiterte, erstaunte das Publikum. Letztlich gewährte der Rat nur einen jährlichen Betriebskostenzuschuss von 1500 Euro (sieben Ja-, zwei Neinstimmen, zehn Enthaltungen).

    Zells Stadtbürgermeister Hans Schwarz: „Mit Bedauern muss ich feststellen, dass wir den Forderungen der Gemeinde Alf nicht nachkommen können.“

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