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Cochem-Zell

Sturm "Burglind" hinterlässt Spuren im Kreis: Einsatzkräfte im Dauereinsatz

Umgestürzte Bäume, Hangrutsch, Stromausfall und Straßensperrrungen: Sturmtief „Burglind“ hat auch den Landkreis Cochem-Zell vor allem in den Höhenlagen von Eifel und Hunsrück nicht verschont. Die gute Nachricht: Es war zwar viel los, aber es wurde zum Glück kein Mensch verletzt. Alle Hände voll zu tun hatten jedoch die Einsatzkräfte. Bei der Polizei in Cochem und in Zell standen vor allem am Morgen, als der Berufsverkehr eingesetzt hatte, die Telefone nicht mehr still. Etliche Strecken (siehe auch Zusatztext) waren durch umgestürzte Bäume blockiert. „In den meisten Fällen aber waren die Strecken passierbar“, so ein Sprecher der Polizei.

Dass es am Morgen teils ungemütlich werden konnte, hatte sich schon in der Nacht zuvor angedeutet: Heftige Sturmböen und Starkregen zogen über die Region, manch einer wurde dadurch aus dem Schlaf gerissen. Insgesamt 49 Mal riefen am Mittwochmorgen zwischen 6 und 8 Uhr Autofahrer und Anwohner über den Notruf allein bei der Cochemer Polizei an, um umgestürzte Bäume oder unpassierbare Straßen zu melden. Feuerwehren, Straßenmeistereien und die Polizei waren im Dauereinsatz.

„An der L 98 zwischen Bruttig-Fankel und Valwig gab es einen Steinschlag, zwischen 40 und 50 Kubikmeter Material sind dort auf die Straße gerutscht“, berichtet Straßenwärtermeister Konrad Gerhartz von der Masterstraßenmeisterei Cochem. Die Straße war über beide Fahrbahnteile etwa 1,60 Meter hoch auf einer Länge von rund fünf Metern unter Geröll verschüttet. Im gesamten Landkreis sind außerdem Bäume auf Straßen gestürzt, beispielsweise auf der L 202 oder der L 108. Die Straßenmeistereien sind alle Straßen abgefahren, um zu prüfen, ob Gefahr besteht, dass weitere Bäume oder Äste auf die Straßen herabstürzen. „Wir sind gut von den Feuerwehren unterstützt worden, ohne die Einsatzkräfte wäre es nicht möglich gewesen, die Straßen so schnell wieder freizuräumen“, lobt Gerhartz die Arbeit der Ehrenamtlichen.

In Ernst, Bruttig-Fankel, Cochem-Cond und Valwig wurden zudem Stromausfälle gemeldet. Grund hierfür war laut Kreisfeuerwehrinspekteur Berthold Berenz ein Baum, der in Ernst auf eine Leitung gestürzt ist.

Auch im Bereich der Polizeiinspektion Zell kam es in der Nacht auf Mittwoch zu einer Reihe von sturmbedingten Verkehrsbeeinträchtigungen. Insbesondere im Hunsrück. Dort sind etliche Bäume umgestürzt und haben die Verkehrsteilnehmer behindert. Die meisten der durch die umgestürzten Bäume hervorgerufenen Gefahrenstellen blieben passierbar, lediglich die sowieso nur für den Anliegerverkehr freigegebene Kreisstraße 52 von Briedel, deren Reparatur demnächst in Angriff genommen wird, in Richtung Flughafen Hahn musste durch die Straßenmeisterei Alf komplett gesperrt werden. Hier waren rund 20 große Fichten umgestürzt. Auch im Hunsrück haben die freiwilligen Feuerwehren bei der Streckenkontrolle, Absicherung und Räumung von Straßen unterstützt.

Die Forstämter in Zell und in Cochem konnten gestern noch keine Sturmbilanz ziehen. Dafür müsse man jetzt erst einmal in den Wald hineingehen, um sich ein Bild zu machen. „Das ist derzeit allerdings noch viel zu gefährlich“, erklärt Ottmar Schneider, Büroleiter des Zeller Forstamts. Auch Spaziergängern rät er dringend, lieber erst einmal nicht in die Wälder zu gehen. Zu groß sei die Gefahr, dass herabfallende Äste und Zweige, oder sogar umstürzende Bäume Menschen verletzen könnten.

Von Christoph Bröder und Petra Mix

Etliche Straßen mussten teils oder sogar ganz gesperrt werden

Das ganze Ausmaß zeigt sich an der langen Liste der Straßen im Bereich der Polizeiinspektion Cochem, die teilweise oder ganz gesperrt waren:

Die K 6 zwischen Alflen und Büchel, die B 259 zwischen Auderath und Alflen, die K 13 zwischen Düngenheim und Urmersbach, die L 91 zwischen Ulmen und Schönbach, die L 102 zwischen Filz und Wollmerath, die K 8 zwischen Alflen und Gillenbeuren, die L 108 zwischen Treis-Karden und Lieg, die L 202 zwischen Treis-Karden und Flaumbachtal, die K 36 zwischen Bruttig-Fankel und Pulgersmühle, die L 98 in Bruttig, die L 98 zwischen Landkern und Cochem, die B 416 zwischen Müden und Moselkern, die L 108 zwischen Zettingen und Binningen sowie die K 25 zwischen Wirfus und Klotten. Es kam zu zwei Verkehrsunfällen mit einem Schaden von 10.000 Euro. Personen wurden keine verletzt.

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