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    Spannung in der VG Cochem: So gehen die Kandidaten in die Stichwahl

    Nur noch gut eine Woche bis zum Showdown: Stephanie Balthasar-Schäfer oder Wolfgang Lambertz? Wer wird neue Bürgermeisterin oder neuer Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Cochem? Rund 16.000 Wahlberechtigte werden am Sonntag, 15. Oktober, darüber entscheiden. Aber wie gehen die Bewerber mit dieser Drucksituation um? Wie werden sie die Zeit bis zur Stichwahl nutzen? Gelingt es der in Dohr lebenden Balthasar-Schäfer, ihren doch recht großen Rückstand aus dem ersten Wahlgang (12,1 Prozentpunkte) noch aufzuholen? Die RZ hat nachgefragt.

    Balthasar-Schäfer gegen Lambertz: Das Duell ums Bürgermeisteramt in der VG Cochem wird am 15. Oktober entschieden. 
    Balthasar-Schäfer gegen Lambertz: Das Duell ums Bürgermeisteramt in der VG Cochem wird am 15. Oktober entschieden. 
    Foto: Christoph Bröder

    Beide Bewerber besitzen ein CDU-Parteibuch. Cochems Stadtbürgermeister Wolfgang Lambertz (51) geht jedoch als freier Bewerber ins Rennen. Ihm ist es wichtig, den Bewohnern der VG Cochem zu signalisieren, dass sie einen unabhängigen Kandidaten wählen, der ein Bürgermeister für alle sein will. Für Stephanie Balthasar-Schäfer wäre es hingegen „unglaubwürdig“ gewesen, nicht unter dem CDU-Signet zur Bürgermeisterwahl anzutreten. Insgesamt fünf Bewerber hatten sich im ersten Anlauf am 25. September dem Wählervotum gestellt. Lambertz holte 37,4, Balthasar-Schäfer 25,3 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen (bei einer Wahlbeteiligung: 75,3 Prozent). Stichwahl.

    So weit die Zahlen und Fakten. Fakt ist für Balthasar-Schäfer und für Lambertz allerdings auch, dass die Einwohner der VG Cochem von einem Wahlkampf in Form eines Wettstreits der Veranstaltungen die Nase voll haben. Sie wollen das, was ihnen wichtig ist, jetzt in persönlichen Gesprächen an die Frau und den Mann bringen. Lambertz sagt: „Ich suche zum Beispiel gezielt Kontakt zu den Wählern, die bei der ersten Wahl Anhänger von Hans Bleck oder Peter Michels waren.“ SPD-Kandidat Bleck (Ergebnis aus dem 1. Wahlgang: 20,3 Prozent) und der freie Bewerber Michels (8,0 Prozent) hatten nach ihrem Ausscheiden Wahlempfehlungen für Lambertz ausgesprochen. „Ich versuche, deren Wähler davon zu überzeugen, dass ich auch für sie ein guter Bürgermeister wäre“, so Lambertz.

    Stephanie Balthasar-Schäfer will bis zur Stichwahl ebenfalls verstärkt den Dialog mit den Wählern suchen, ob auf der Straße oder bei der Arbeit in der Kardener Castor-Apotheke. „Überall sprechen mich die Menschen auf die Stichwahl am 15. an“, unterstreicht die Pharmazeutisch-Technische Assistentin. Ihre Inhalte, zum Beispiel die Stärkung des ländlichen Raumes durch Breitbandinternet sowie eine wohnortnahe medizinische und pflegerische Versorgung, hat sie in vielen Veranstaltungen vorgestellt. Sie tourte über die Dörfer, klingelte an vielen Haustüren. Wolfgang Lambertz setzte auf Veranstaltungen zu seinen Hauptthemen, etwa die Stärkung der Feuerwehren und der Dorfgemeinschaften sowie ein enges Zusammenrücken der Akteure im Tourismus.

    Doch wie will Stephanie Balthasar-Schäfer den im ersten Wahlgang klar vor ihr positionierten Lambertz noch abfangen? Mit einem offenen Schreiben in Anzeigenform will sich die Christdemokratin an die Wähler wenden und für ihre Ansätze zur Problemlösung werben. Balthasar-Schäfer ergänzt: „Und ich will versuchen, die Menschen davon zu überzeugen, dass es eine für sie gute Kombination wäre, wenn ich mich als Bürgermeisterin für die Belange der VG Cochem einsetze und Wolfgang Lambertz als ehrenamtlicher Bürgermeister für die Belange der Stadt.“

    Beide Kandidaten sehen in der Wahlbeteiligung einen wichtigen Faktor für die Stichwahl am 15. Oktober. Auf ihren Plakaten will Balthasar-Schäfer deshalb einen Wahlaufruf anbringen. Zudem fordert sie die Bürger in Gesprächen dazu auf, ihre Stimme abzugeben. So hält es auch Wolfgang Lambertz. Bis Donnerstag hatte die Cochemer VG-Verwaltung Briefwahlunterlagen an rund 3000 Wahlberechtigte versandt. Bis Freitag, 13. Oktober, 18 Uhr, können noch Briefwahlunterlagen beantragt werden. Doch welchem Kandidaten gelingt es besser, seine Anhänger zu mobilisieren? Die Spannung steigt.

    Von unserem Redakteur David Ditzer

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