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Cochem

LBM-Dienststelle Cond: Das Warten geht weiter

David Ditzer

Seit Jahren arbeiten Politiker und Planer daran, alle 130 Mitarbeiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz in einem zeitgemäßen, ausreichend dimensionierten Gebäude in Cochem-Cond unterzubringen. Schon mehrfach schien alles in trockenen Tüchern zu sein. Noch in diesem Monat, am 22. August, soll dem LBM eine Präsentation gezeigt werden, die verdeutlicht, wie sein neues, voraussichtlich rund 10 Millionen Euro teures Dienstgebäude aussehen soll. Aus der Präsentation geht im Detail hervor, welcher Raum wie groß ist und welche Nutzung er erfährt. So teilt es das rheinland-pfälzische Finanzministerium auf RZ-Anfrage mit. Dass heißt aber nicht, dass LBM-Leiter Bernd Cornely und seine Mitarbeiter schon einmal anfangen sollten, die Umzugskartons zu packen.

Es war gerodet, inzwischen ist das Gelände in Cochem-Cond, auf dem ein neues Dienstgebäude für den LBM Cochem-Koblenz wieder ganz gut bewachsen. Bis zum Spatenstich dauert's wohl noch, die Planung geht voran.  Foto: Rühle
Es war gerodet, inzwischen ist das Gelände in Cochem-Cond, auf dem ein neues Dienstgebäude für den LBM Cochem-Koblenz wieder ganz gut bewachsen. Bis zum Spatenstich dauert's wohl noch, die Planung geht voran.
Foto: Rühle

Derzeit sind die Mitarbeiter des LBM in mehreren Gebäuden untergebracht. In Regie des Landesbetriebs Bau- und Liegenschaftsbetreuung (LBB) soll das neue LBM-Dienstgebäude auf einem Grundstück entstehen, das in Cond zwischen dem Einkaufszentrum und dem städtischen Bauhof zu finden ist. Einer Machbarkeitsstudie zufolge handelt es sich „um einen kompakten dreihüftig organisierten Baukörper in Holzbauweise“, so heißt es in einer Mitteilung des Mainzer Finanzministeriums. Und weiter: „Das neue Entwurfskonzept ermöglicht auch künftig eine flexiblere Nutzung bei sich veränderndem Raumbedarf. In Holzbauweise ist eine wesentlich kürzere Bauzeit gegenüber der konventionellen Variante zu erwarten.“

Hintergrund: Schon im Juni vergangenen Jahres hatte das Finanzministerium mit einem Schreiben an den LBB eine Bauunterlage mit Kosten in Höhe von 8,5 Millionen Euro (inklusive Nebenkosten: 10 Millionen) anerkannt. Zugleich verknüpfte es dies mit der Bitte, „dass alle Möglichkeiten zur Optimierung der Planung und zur möglichst zeitnahen Umsetzung des Neubaus ausgeschöpft“ würden, ließ das Verkehrsministerium wissen. Dementsprechend verständigten sich Finanzministerium und LBB darauf, eine Vergleichsstudie zum bisherigen Plan erstellen zu lassen. Hauptfragestellung: Könnten eine kompaktere Bauweise und die Nutzung von Fertigbauteilen zu einer weiteren Kostensenkung und einer kürzeren Bauzeit beitragen? Kosten der Studie: circa 23 000 Euro.

Deren Ergebnisse wurden den beteiligten am 24. November vergangenen Jahres vorgestellt. Danach ging es unter anderem an die Verifizierung der Kostenprognosen und die Anpassung der Zeitpläne. Die jetzt vorliegende Studie „entspricht einer Vorentwurfsplanung“, so das Finanzministerium. „Die weiteren, vertiefenden Planungsstufen bis hin zur Ausführungs- und Werkplanung können auf dieser Basis weiterverfolgt werden.“ Im Klartext heißt das nichts anderes, als dass sich die LBM-Mitarbeiter bis zu einem Umzug ins neue Dienstgebäude noch werden gedulden müssen. Denn: „Nach dem derzeitigen Terminplan sollen die Vergabeverordnung-Verfahren zur Auslobung der Planungsbüros Ende 2019 beginnen“, so das Ministerium. Erst nach Abschluss aller Planungsphasen folgen weitere Genehmigungs- und letztlich Auftragsvergabeverfahren. Immerhin: „Für die Bauausführung mit Übergabe sind 18 Monate vorgesehen.“

Doch wann sich die erste Baggerschaufel ins Conder Erdreich graben wird, damit ein neues LBM-Dienstgebäude entsteht, bleibt vorerst unklar. Dabei schien unter anderem Anfang 2016 schon einmal alles geritzt zu sein. Da hieß es aus Mainz, die Baugenehmigung liege vor, von Februar an könnten in Cond die Baumaschinen rollen. Aber beispielsweise Pläne des Bundes zur Gründung einer eigenen Fernstraßengesellschaft und Gespräche zwischen dem Finanz- und dem Verkehrsministerium sowie dem LBB über die Höhe des künftigen Mietpreises führten zu Verzögerungen. Ursprünglich sollte sich der LBM nämlich in das vom LBB erbaute Gebäude einmieten. Diese Pläne sind inzwischen allerdings vom Tisch. „Ab 2019 soll das Mietmodell als Nutzungsentgelt für den LBB“ nicht mehr angewendet werden, so das Finanzministerium. „Ein landesinternes Nutzungsentgelt entfällt.“

Von unserem Redakteur David Ditzer

Ein lange Vorgeschichte

Mindestens von ganz langer Hand geplant ist das Projekt „LBM-Neubau in Cochem“. Zum Beispiel schrieb die Rhein-Zeitung im September 2010: „Mitte 2011 geht’s los“, damals auch schon für 10 Millionen Euro. So hatten es die Beteiligten schließlich verkündet.

Eines der modernsten Energieeffizienzhäuser in der Region sollte das neue Gebäude werden. Und im September 2014 kündete man der RZ den ersten Spatenstich in Cond fürs Frühjahr 2016 an. Mainz visierte das Jahr 2018 gar schon als voraussichtliches Einzugsdatum an. dad

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