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Cochem

Interkulturelles Frauenfest: Bilder für benachteiligte Mädchen versteigert

Insbesondere benachteiligte Mädchen in aller Welt fördert das Kinderhilfswerk Plan International Deutschland, sodass die Veranstalterinnen des interkulturellen Frauenfestes im Cochemer Kapuzinerkloster die Idee hatten, die Hilfsorganisation mit dem Erlös einer Bilderversteigerung zu unterstützen. Die Kunstmalerin Friedhild Gerhard aus Enkirch stellte dazu einen Teil ihres umfassenden Werks zur Verfügung, und der Trierer Kabarettist Franz-Josef Euteneuer animierte die Festbesucherinnen bei einer Auktion zum Kauf der Gemälde.

Künstlerin Friedhild Gerhard (Mitte) aus Enkirch stellte einige ihrer Werke für die Versteigerung für den guten Zweck zur Verfügung.
Künstlerin Friedhild Gerhard (Mitte) aus Enkirch stellte einige ihrer Werke für die Versteigerung für den guten Zweck zur Verfügung.
Foto: Brigitte Meier

Seit 15 Jahren ist das Fest für Frauen jedweder Herkunft im Kreis Cochem-Zell der Beitrag zum Internationalen Frauentag am 8. März, der daran erinnern soll, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter noch nicht abgeschlossen ist. Die Gleichstellungsbeauftragte Hedwig Brengmann sagte: „Wir sind eine offene Gesellschaft, Frauen können ihr Leben nach ihren Vorstellungen gestalten. Doch überflüssig ist der Frauentag noch nicht.“ Immer noch sind die Arbeitslöhne von Frauen um 21 Prozent niedriger als die der Männer, und vielen Frauen droht die Altersarmut, weil sie wegen des Verdienstausfalls bei der Kindererziehung und bei der Pflege von Angehörigen eine entsprechend niedrige Rente beziehen.

Brengmann erinnerte auch daran, dass für viele Frauen, die aus anderen Kulturen in den Kreis Cochem-Zell gekommen sind, die Gleichstellung nicht selbstverständlich ist. Sie und ihre männlichen Angehörigen müssten die für sie neue Ordnung in den Familien und in der Gesellschaft erst lernen, und dafür brauchen sie Unterstützung. Die Gleichstellungsbeauftragte forderte die Besucherinnen daher auf: „Nehmen Sie Kontakt miteinander auf, tauschen Sie sich aus, damit sie sich kennenlernen.“

Um die Kontaktschwelle möglichst niedrig zu halten, haben die Gleichstellungsstelle und der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Cochem auch in diesem Jahr wieder bewusst ein unterhaltsames Fest und eben keine „problembeladene, politische Veranstaltung“ organisiert. Daher gab es neben einem Kultur- und Unterhaltungsprogramm auf der Bühne an zahlreichen Ständen auch reichlich Gelegenheit zur Information zum Thema Gleichberechtigung.

Von unserer Mitarbeiterin Brigitte Meier

Cochem Zell
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