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    Huhtamaki verteidigt Neuausrichtung

    Seit Jahren finden das Unternehmen Huhtamaki und seine Mitarbeiter keine Ruhe. Produktionsbereiche wurden verkauft, Mitarbeiter entlassen, abgefunden oder in Altersteilzeit geschickt. Die RZ hat mit dem Finanzchef des Verpackungsherstellers über die Neuausrichtung der Unternehmens gesprochen.

    Nur noch gut 220 Menschen arbeiten im Alfer Huhtamaki-Werk, die Mitarbeiterzahl hat sich in den vergangenen Jahren halbiert. Foto: Peter Scherer
    Nur noch gut 220 Menschen arbeiten im Alfer Huhtamaki-Werk, die Mitarbeiterzahl hat sich in den vergangenen Jahren halbiert.
    Foto: Peter Scherer

    Von Kevin Rühle

    Kaffeebecher, Salatschalen oder der Eisbecher für McDonalds: In Alf laufen im Jahr etwa fünf Milliarden Einheiten Einwegverpackung aus Plastik vom Band. Doch diese Produktionsmenge reicht derzeit nicht aus, um Gewinne zu erwirtschaften - im Gegenteil. "Wir sind gegenüber unserer Muttergesellschaft in der Pflicht und müssen eine Perspektive für die Zukunft aufzeigen", sagt Hendrik Müller, seit vergangenem Jahr zuständig für die Finanzen des Unternehmens. Zwei Dinge waren daher laut Müller wichtig: die Senkung der Kosten - also auch der Personalkosten - und die Entwicklung einer Wachstumsperspektive. Das Unternehmen muss also in Zukunft größere Stückzahlen mit weniger Mitarbeitern produzieren, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Laut Müller sind die Einsparungen und der Personalrückgang zwar drastisch, jedoch habe sich das Unternehmen durch Wegfall von Produktionsbereichen derart gewandelt, dass Entlassungen und eine neue Eingruppierung der Angestellten unumgänglich gewesen seien.

    Zudem widerspricht Hendrik Müller der Darstellung, dass die Mitarbeiter 30 Prozent ihres Gehaltes verlieren würden. Dies sei nur bei zwei von mehr als 200 Mitarbeitern der Fall. Im Schnitt seien zehn Prozent realistisch. Auch die Senkung des Gehaltsniveaus um neun Prozent gegenüber dem Tarif sei vertretbar, da diese Vereinbarung bereits vor einigen Jahren gegolten habe. Im Vergleich mit Konkurrenten seien die Gehälter gut, von der Umgruppierung in niedrigere Entgeltgruppen seien etwa 50 Prozent betroffen. Insgesamt sei für die Mitarbeiter wichtig, dass weiterhin die Tarifbedingungen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie gelten. Durch die Kombination aus schrittweiser Senkung der Gehälter und zu erwartenden Lohnsteigerungen im Tarif würden für viele Angestellte schnell wieder ähnliche Lohnniveaus erreicht.

    Hendrik Müller glaubt daran, dass die neuen Strukturen den Konzern überzeugen werden und dass nach mehr als 15 Jahren wieder in neue Maschinen investiert wird. Wichtig für Müller ist auch, dass die Attraktivität von Huhtamaki als Ausbildungsbetrieb steigt. Derzeit seien sechs Lehrlinge in Alf beschäftigt, fünf weitere sollen im kommenden Monat eingestellt werden. Der Betrieb will aufgrund der hohen Altersstruktur wieder vermehrt ausbilden. Der Leiter der Finanzen ist überzeugt, dass sich der Standort in Alf wieder aufrappeln kann. "Das Betriebsklima ist nicht so schlecht, wie man vermuten könnte. Die Motivation ist noch da."

    Cochem Zell
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