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    Zilshausen

    Bundestagswahl im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück: Politik macht Ivonne Horbert (SPD) tierisch viel Spaß

    Wer den Hof von Ivonne Horbert betritt, der wird erst mal von Tieren begrüßt. Katzen, einem Collie. Tiere spielen im Leben der SPD-Bundestagskandidatin eine wichtige Rolle. Neben Hund und Katzen gehören auch zwei Pferde dazu. Nicht ohne Grund lebt sie auf einem großen alten Bauernhof im Hunsrück, in Zilshausen.

    Ivonne Horbert aus Zilshausen will für die SPD im Wahlkreis 200 (Mosel/Rhein-Hunsrück) direkt in den Deutschen Bundestag einziehen. Zur Kandidatur kam sie überraschend, kniet sich nun jedoch voll rein. Ruhe und Erholung findet sie bei ihren Tieren auf einem Hof im Hunsrück. Foto: Dieter Junker
    Ivonne Horbert aus Zilshausen will für die SPD im Wahlkreis 200 (Mosel/Rhein-Hunsrück) direkt in den Deutschen Bundestag einziehen. Zur Kandidatur kam sie überraschend, kniet sich nun jedoch voll rein. Ruhe und Erholung findet sie bei ihren Tieren auf einem Hof im Hunsrück.
    Foto: Dieter Junker

     „Bei den Tieren komme ich zur Ruhe, hier finde ich einen Rückzugsraum, die Tiere erden mich“, meint sie dazu. Hunde, Katzen oder Pferde würden einen nicht bewerten, sondern sie würden merken, wie man sich ihnen gegenüber verhält und einem dann auch viel geben. „Für mich sind die Tiere ganz wichtig, sie nehmen einen sehr wichtigen Platz in meinem Leben ein“, betont sie.

    Derzeit allerdings müssen die Tiere öfter auf Ivonne Horbert verzichten. Als SPD-Direktkandidatin ist sie viel unterwegs, im Wahlkampf, auf Terminen, bei Gesprächen, in Sitzungen. Geplant war das nicht. Gewählt war eigentlich ein anderer Bewerber, doch aufgrund einer schweren Erkrankung musste dieser die Kandidatur aufgeben, und Ivonne Horbert sprang sehr kurzfristig ein. „Das war schon ein Sprung ins kalte Wasser“, sagt die alleinerziehende Mutter zweier Kinder.

    Doch wer sie kennt, der weiß, dass sie sich in solche Aufgaben, selbst wenn sie unverhofft kommen, voll reinknien kann. Mittlerweile ist ihr Terminkalender voll, mit vollem Einsatz meistert sie seit ihrer Nominierung den Wahlkampf. Unermüdlich sucht sie den Kontakt zum Wähler, lädt zu Veranstaltungen ein oder sitzt auf Podien. „Es ist schon anstrengend, aber es macht mir auch riesigen Spaß, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“, meint sie. Und sie betont: „Politik ist etwas, was mich begeistert.“

    Dabei ist Ivonne Horbert im politischen Geschäft eigentlich fast noch ein Newcomer. Die Kommunalreform war der Auslöser für ihr Engagement. Als es darum gehen sollte, zu welcher Verbandsgemeinde ihr Heimatort Zilshausen gehören sollte, wurde sie in einer Bürgerinitiative aktiv, gehörte dort rasch zu den Aushängeschildern und entschiedenen Verfechtern eines Wechsels von mehreren Hunsrückdörfern nach Kastellaun statt nach Cochem. Und dies mit Erfolg. Denn am Ende stimmten die Landesregierung und schließlich auch die Mehrheit des Landtages diesem Wunsch aus dem Hunsrück zu. Ein Erfolg, zu dem auch sie mit beigetragen hat. „Damals habe ich angefangen mit der Politik und dann einfach nicht mehr aufgehört“, hält die SPD-Politikerin lächelnd fest.

    In dieser Zeit lernte sie Malu Dreyer kennen und schätzen. Wegen ihr ging sie in die SPD, obwohl sie zunächst für die Grünen politisch aktiv war und 2014 in den Kastellauner Verbandsgemeinderat einzog. Doch vor der Landtagswahl dann der Wechsel. „Ich wollte unbedingt Malu Dreyer unterstützen, damit sie Ministerpräsidentin bleibt“, meint Ivonne Horbert. Sie wurde SPD-Mitglied und gehört heute zu den Aktivposten der Genossen. So ist sie mittlerweile Vorsitzende der sozialdemokratischen Frauen im Rhein-Hunsrück-Kreis.

    Ein Augenmerk ihrer politischen Arbeit gilt der Familienpolitik. „Hier würde ich gerne mehr für Alleinerziehende erreichen“, sagt sie. Dazu gehört für sie auch eine Bildungspolitik, die die Kinder unterstützt und fördert, gerade im ländlichen Raum. „Und mir ist wichtig, dass die Politik es den Frauen ermöglicht, dass sie den Lebensweg einschlagen können, den sie möchten.“ Ebenso wichtig ist ihr die Friedens- und Europapolitik. Hier sieht sie sich in der Tradition von Willy Brandt. „Versöhnung unter den Völkern, Ausgleich und der Dialog, aber auch Abrüstung, das ist wichtig.“ Gefreut hat sie sich dabei über die Initiative ihres Parteivorsitzenden Martin Schulz für einen Abzug der Atomwaffen aus Deutschland. „Ich war in Trier dabei, als er das gesagt hat. Und ich finde eine solche Initiative gut und nötig“, betont sie.

    Seit Langem engagiert Horbert sich in der Flüchtlingsarbeit im Hunsrück. Sie hat schon öfter Flüchtlingsfamilien betreut, ihnen geholfen bei ihren ersten Schritten in Deutschland. Derzeit ist sie als Sprachförderkraft tätig. „Das ist für mich eine ganz wichtige Aufgabe, die mir sehr am Herzen liegt“, betont sie und bedauert, dass sie durch den Wahlkampf derzeit da etwas weniger Zeit hat. Aber nach dem 24. September will sie sich hier wieder mehr einbringen.

    Doch Zeit wird sich Ivonne Horbert ganz sicher auch weiterhin für ihre politische Arbeit nehmen. „In der Politik, in der Arbeit für andere Menschen fühle ich mich einfach sehr wohl“, betont sie. Und wenn sie dieses Engagement dann wieder zu sehr beansprucht oder sie etwas Abstand davon sucht, dann werden ihr die Tiere auf ihrem Hof sicher wieder einen Rückzugsraum bieten. Für neue Kraft für die politische Arbeit.

    Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

    Wahlheimat Hunsrück

    Ivonne Horbert aus Zilshausen ist Jahrgang 1969, sie ist in Koblenz aufgewachsen, hat dort auch Abitur gemacht, zog dann aber vor 15 Jahren in den Hunsrück auf einen alten Bauernhof. Bis zum Juni war die Mutter von zwei Kindern als Sprachförderkraft an der IGS Kastellaun, seit Schuljahresbeginn ist sie als Vertretungskraft (PES) an der BBS in Simmern. Sie ist Mitglied im Gemeinderat von Zilshausen und im Verbandsgemeinderat Kastellaun, außerdem ist sie die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Rhein-Hunsrück.

    Die Direktkandidatur für den Bundestag ist ihre erste Bewerbung um ein parlamentarisches Amt. dj

    Wie enden die Sätze?

    Die RZ hat die Kandidaten aufgefordert, möglichst spontan drei Sätze zu vervollständigen. Das sind die Antworten von Ivonne Horbert.

    Wenn ich Donald Trump treffen könnte …

    ... würde ich ihn fragen, wo ich denn Barack Obama treffen kann.

    Meine Stärken sind …

    … Ehrlichkeit, Beharrlichkeit, Authentizität.

    Am Tag nach der Wahl werde ich …

    … ganz normal arbeiten gehen. dj

    Cochem Zell
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