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Volkesfeld

Volkesfeld erhöht 2016 die Gewerbesteuer

Die Ortsgemeinde Volkesfeld erhöht zum neuen Jahr die Gewerbesteuer. Der Hebesatz steigt von 330 auf 365 Prozent. Das hat der Gemeinderat im Zuge der Haushaltsverabschiedung beschlossen.

Ein Abschnitt der Kirchstraße in Volkesfeld soll im kommenden Jahr saniert werden. Mit Kosten von 145.000 Euro ist das die größte Investition der Gemeinde.
Ein Abschnitt der Kirchstraße in Volkesfeld soll im kommenden Jahr saniert werden. Mit Kosten von 145.000 Euro ist das die größte Investition der Gemeinde.
Foto: Yvonne Stock

Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

Die Zustimmung zum Etat 2016, den Ortsbürgermeister Rudolf Wingender in der Sitzung kurz erläutert hatte, war einstimmig. "Der Haushalt bietet die Chance, Volkesfeld weiter zukunftsfähig zu gestalten", fasste Wingender das Zahlenwerk zusammen. Dabei seien die finanziellen Rahmenbedingungen "alles andere als gut".

Wingender betonte, dass die Finanzausstattung der Kommunen in Rheinland-Pfalz rekordverdächtig schlecht sei. Seit 25 Jahren bestehe ein Finanzierungsdefizit. "Die Folge ist zum Beispiel ein hoher Anteil an Liquiditätskrediten." In Volkesfeld werden diese Kredite, die die Zahlungsfähigkeit des Ortes sicherstellen, im kommenden Jahr um fast 64 000 Euro auf gut 233 000 Euro steigen. Vor diesem Hintergrund ist auch die Anhebung der Gewerbesteuer zu sehen. Volkesfeld muss etwas tun, seine Einnahmesituation zu verbessern.

Weitere Faktoren, die die Gemeindefinanzen belasten, sind die Umlagen an den Kreis Mayen-Koblenz und die Verbandsgemeinde Mendig, die zu leistenden Abschreibungen sowie ein Rückgang bei den Schlüsselzuweisungen des Landes. "Wir haben keine Chance, den Haushalt auszugleichen", stellte Wingender fest.

In dieser Situation habe die Gemeinde zwei Möglichkeiten: entweder rigoros zu sparen oder moderat zu investieren. Welche Alternative die richtige ist, steht für den Volkesfelder Ortsbürgermeister fest: "Wir kommen nicht umhin, verschiedene Maßnahmen anzugehen, wenn wir Volkesfeld lebenswert erhalten wollen."

So sind für das kommende Jahr Investitionen in Höhe von 205 500 Euro vorgesehen. Davon werden 31 000 Euro über einen Kredit finanziert. Das größte Vorhaben ist der Ausbau eines Teilstücks der Kirchstraße inklusive der Sanierung einer Stützmauer. Diese Maßnahme ist mit Kosten von 145 000 Euro veranschlagt. Da Volkesfeld einen wiederkehrenden Beitrag für den Straßenbau erhebt, liegt der Gemeindeanteil bei 43 500 Euro.

Weitere Investitionen betreffen die Erneuerung der Straßenbeleuchtung, die im kommenden Jahr fortgesetzt werden soll, und die Neubaugebiete, die wichtig sind für ein Bevölkerungswachstum in Volkesfeld. "Davon profitiert unser Kindergarten", hob Wingender hervor.

Für Fliesen- und Pflasterarbeiten am neuen Gemeindelager sind im Etat 2016 noch Restkosten von 10 000 Euro vorgesehen. "Ich gehe aber davon aus, dass wir nur einen Teil des Geldes brauchen", sagte Wingender. Denn schon beim Bau des Lagers haben die Volkesfelder viele Arbeiten in Eigenleistung erbracht. So schlagen bis heute von geplanten Kosten von 56 000 Euro lediglich 10 100 Euro zu Buche. "Da liegen Welten dazwischen", betonte der Ortsbürgermeister.

Dieses Engagement der Volkesfelder hob auch Jörg Lempertz hervor. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig lobte: "Ich bin begeistert, dass eine kleine Gemeinde wie Volkesfeld es immer wieder schafft, ein großes Rad zu drehen. Das zeigt den Zusammenhalt im Dorf."

Haushalt 2016 in Kürze

Ergebnishaushalt Erträge: 653 120 Euro Aufwendungen: 746 950 Euro Fehlbetrag: 93 830 Euro

Finanzhaushalt Einzahlungen: 598 870 Euro Auszahlungen: 657 010 Euro Saldo: – 58 140 Euro

Kredite Liquiditätskredit: 63 860 Euro Investitionskredit: 31 000 Euro

Einnahmen durch Zuwendungen (Bund, Land): 206 030 Euro durch Steuern: 352 170 Euro

Abgaben durch Kreisumlage: 168 370 Euro durch VG-Umlage: 150 540 Euro

Voraussichtlicher Schuldenstand (Ende 2016): 478 856 Euro

Voraussichtliches Eigenkapital (Ende 2016): 973 468,09 Euro

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