40.000
Aus unserem Archiv
Plaidt

Pellenzer Open-Air lockt mit familiärer Atmosphäre

Familien mit kleinen Kindern, ein Rudel herumtollender Hunde und Blues und Balladen auf der Bühne: Das Pellenzer Open-Air-Festival lockte am Wochenende mit seiner ganz eigenen Atmosphäre zum 31. Mal auf die Wiese an der Noldensmühle nach Plaidt.

Mit Blues und Balladen unterhielten die Master’s Monkeys beim 31. Pellenzer Open Air Festival die Besucher.
Mit Blues und Balladen unterhielten die Master’s Monkeys beim 31. Pellenzer Open Air Festival die Besucher.
Foto: Yvonne Stock

Von unserer Mitarbeiterin Yvonne Stock

Das Wetter meinte es in diesem Jahr nicht gut mit den Veranstaltern. So mancher Regenschauer hatte die Wiese bereits zum späten Samstagnachmittag an einigen Stellen in Matsch verwandelt. Egal: Auch wenn es regnet, kommt man gerne hierher, meinen Dennis Herrmann und Matthias Wenn aus Plaidt. Wenn sagt: "Die Musik ist immer eine gute Mischung." Abends mit ihren Freunden am Feuer sei es "verdammt schön hier". Nur Herrmann gibt zu bedenken, es dürfe ruhig mehr Metal auf dem Programm stehen.

"Die Atmosphäre ist so schön relaxt und friedlich", findet Tanja Hampf. Nach einigen Jahren Pellenzer-Pause ist die Koblenzerin zum ersten Mal mit ihrer kleinen Tochter nach Plaidt gekommen. "Für mich ist die Musik zweitrangig, es ist so ein schönes Familienfestival", sagt die Mutter.

Für die Kinder gibt es ein eigenes Zirkuszelt, in dem Mr. Kerosin alias Frank von Kneten nicht nur Theater für die jungen Festivalbesucher zeigt, sondern ihnen das ganze Wochenende kleine Tricks beibringt. Wer nicht gerade auf Papas Knien zum Blues-Rhythmus der Gruppe Master’s Monkeys mithüpft, übt hier Jonglieren oder das Kreisen von Hula-Hoop-Reifen.

Diese familiäre Atmosphäre ist der Mitorganisatorin des Festivals, Hanna Gilles aus Plaidt, wichtig. "Auch ich habe hier als kleines Kind im Matsch gespielt", erzählt sie. Um ein breites Publikum anzulocken, legen sie und ihre neun Mitstreiter viel Wert auf eine große musikalische Bandbreite. "Eine gute Reggae-Band ist sehr schwer zu finden", erklärt Gilles.

Immer schwieriger werde es auch, ehrenamtliche Helfer aufzutreiben, sei es für die Organisation oder für die Kaffeebude. Normalerweise trage sich das Festival mit im Schnitt rund 1000 Besuchern, aber der Freitagabend sei schon arg verregnet gewesen, auch wenn der Zeltplatz wie immer gut belegt sei.

Die im Verhältnis zu anderen Festivals niedrigen Preise (ein Ticket für das ganze Wochenende kostet 22 Euro, Zelten ist frei) sind neben der familiären Atmosphäre für Alexandra Schmitt aus Löf Gründe, jedes Jahr zu kommen. "Wenn die Sonne scheint und es warm ist, dann ist das wie ein Kurzurlaub", schwärmt die Mutter.

Ihr Wunsch geht nicht in Erfüllung, auch zum Auftritt der Band Spitzbart öffnet der Himmel seine Schleusen. Ein paar Hartgesottene hören unter blauen Regencapes der Gitarren-Instrumentalmusik zu. Der Rest verzieht sich in die Zelte oder an die Buden, wo von afghanischen Spezialitäten über Pizza und Kuchen bis Bier, Met und Cocktails alles im Angebot ist. Ein Besucher im Campingstuhl prüft die Wettervorhersage am Smartphone. Es bleibt ein kurzer Schauer. Schnell ist der Platz vor der Bühne wieder belebt. Beim Pellenzer Open-Air-Festival werden die Besucher auch nicht von grimmig schauender Security auf Abstand gehalten – es geht eben entspannt zu auf der Wiese in Plaidt.

Mayen-Andernach
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
Mayen: 725 Jahre Stadt
epaper-startseite
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach