40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Mayen/Andernach
  • » Mayen: Einbrecher muss in die Suchtklinik
  • Aus unserem Archiv
    Mayen

    Mayen: Einbrecher muss in die Suchtklinik

    Für eine Einbruchsserie in Mayen ist der Täter zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Der 28-Jährige wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen Einbruchsdiebstählen verurteilt.

    Von unserer Mitarbeiterin Katrin Weber

    Er hat auch schon mehrere langjährige Haftstrafen abgesessen. Bei seiner letzten Tat wurde er ertappt und saß seitdem in Untersuchungshaft.

    Im Zeitraum von August bis Dezember 2013 brach er in die Geschäftsstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der DEVK und in den Kindergarten St. Veit ein. Dabei handelte er gemeinschaftlich, seine Mittäter konnten allerdings bisher nicht ermittelt werden. Seine Beute waren Festplatten, Laptops, kleine Bargeldbeträge, Beamer und andere elektronische Geräte. Der 28-Jährige ist seit vielen Jahren heroinabhängig, die Taten zählen daher zur Beschaffungskriminalität. Die gestohlenen Gegenstände machte er zu Geld, um seine Drogensucht zu finanzieren. Der Mann hat weder Schulabschluss noch Ausbildung. Dass er auch den Kindergarten heimsuchte, empfand der Staatsanwalt ganz besonders verwerflich: "Dass sie in diesen geschützten Raum eingestiegen sind, zeigt, wie weit es inzwischen mit ihrer Sucht gekommen ist", sagte er.

    Bisher fehlte dem Angeklagten die Einsicht, eine Therapie zu machen. Er habe schlicht keine Lust dazu gehabt, sagte er vor Gericht. Aus einem Methadonprojekt flog er raus, weil er weiter Heroin nahm. "Die Dosis war zu gering, deshalb musste ich zusätzlich Heroin nehmen", war seine Begründung. Angeklagt waren auch zwei Fälle von Hehlerei. Der Angeklagte gab in der Hauptverhandlung vor, Diebesgut eines Freundes bei sich gelagert zu haben und einem Bekannten dabei geholfen zu haben, ein gestohlenes Handy zu Geld zu machen.

    Der Angeklagte, der inzwischen Vater eines zweijährigen Kindes ist, zeigte sich nun bereit, sich therapieren zu lassen. Ein Platz in einer Suchtklinik ist ihm sicher. Der Haftbefehl wurde ausgesetzt, allerdings muss sich der Mann bis zum Therapieantritt Anfang Juni täglich bei der Polizei melden.

    Mayen-Andernach
    Meistgelesene Artikel
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    Anzeige
    Mayen: 725 Jahre Stadt
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Mittwoch

    10°C - 20°C
    Donnerstag

    12°C - 20°C
    Freitag

    12°C - 17°C
    Samstag

    11°C - 16°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige