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Kerben

Haushalt: Gemeinde Kerben muss 2016 keine Schulden machen

Kostenintensive Projekte haben die Kerbener für 2016 nicht vor. Doch weder der Ergebnis- noch der Finanzhaushalt können im kommenden Jahr ausgeglichen werden. So jedenfalls sieht es der Plan vor, den der Gemeinderat des Dorfes nun einstimmig verabschiedet hat.

Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

Immerhin: Auch im neuen Jahr bleibt die Ortsgemeinde schuldenfrei, denn neue Kredite werden wohl nicht nötig werden.

Haushaltsexpertin Christina Eberz, Mitarbeiterin der Verbandsgemeindeverwaltung Maifeld, erläuterte den Ratsmitgliedern die wichtigsten Eckpunkte des Zahlenwerks. "Viel steht nicht an, es verändert sich kaum etwas", fasste sie zusammen.

Nur 500 Euro sind für Investitionen angedacht. Dabei handelt es sich um einen vorsorglichen Posten. Das Geld soll bei Bedarf für die Ergänzung der Ausstattung im Bürgerhaus verwendet werden.

Bei den Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen ist ein Anstieg eingerechnet – und zwar um rund 13 800 Euro. Die Hauptursache dafür sind Ausgaben, die für das Umrüsten der Straßenbeleuchtung vorgesehen sind. Um langfristig Kosten zu sparen, sollen Energiesparlampen künftig verwendet werden. Für das Kommunale Investitionsprogramm 3.0 wurden für die Maßnahme rund 23 100 Euro angemeldet. Im Gegenzug wird zum Teil eine Förderung in Höhe von 90 Prozent erwartet, das entspricht einem Zuschuss über 16 640 Euro.

Außerdem plant die Gemeinde Kerben ein neues Baugebiet (die RZ berichtete). Sechs bis sieben Grundstücke sind im Bereich "Auf dem Weyer" vorgesehen. Das Areal liegt zwischen dem Dammweg und dem Friedhofsgelände. Als Anlaufbetrag für das Vorhaben wurden im Haushalt nun 12 000 Euro bereitgestellt. Diese Summe ist für die Planungskosten reserviert.

Positiv entwickeln sich die Steuereinnahmen bei unveränderten Hebesätzen. Im Bereich des Gewerbes fließen rund 4600 Euro mehr in die Gemeindekasse als im Vorjahr. Bei dem Anteil an der Einkommensteuer ist sogar eine erhebliche Verbesserung zu erwarten, führte Christina Eberz aus. Dort sind Mehreinnahmen in einer Größenordnung von etwa 10 900 Euro einkalkuliert. Allerdings nimmt auch die finanzielle Belastung durch die Umlagen an Kreis und Verbandsgemeinde zu. Sie steigt von knapp 250 000 auf etwa 261 000 Euro an. Der Grund dafür sind die höheren Steuereinnahmen. Zudem verringert sich die Schlüsselzuweisung A von fast 35 000 auf 24 000 Euro.

Insgesamt entsteht im kommenden Jahr laut Plan ein Fehlbetrag in Höhe von rund 3500 Euro. Um das Defizit auszugleichen, ist Kerben allerdings nicht auf einen Kredit angewiesen. Das Geld kann den liquiden Mitteln, also der Rücklage der Gemeinde, entnommen werden.

Wie Haushaltsexpertin Christina Eberz betonte, sind die Vorjahre besser verlaufen als erwartet. 2014 gab es bereits Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer, auch für das aktuelle Jahr ist damit zu rechnen. Anstatt des eingeplanten Minus sei für 2015 ein Plus von etwa 50 000 Euro absehbar, sagte sie. Vor diesem Hintergrund zeigte sich auch Ortsbürgermeister Helmut Eberz optimistisch, dass ein Fehlbetrag im kommenden Jahr noch abgewendet und stattdessen vielleicht sogar Geld der Rücklage zugeführt werden kann.

Haushalt 2016 in Kürze

Ergebnishaushalt Erträge: 420 302 Euro Aufwendungen: 431 754 Euro Fehlbetrag: 11 452 Euro

Finanzhaushalt Einzahlungen: 381 288 Euro Auszahlungen: 384 615 Euro Saldo: – 3327 Euro

Kredite Liquiditätskredit: 0 Euro Investitionskredit: 0 Euro

Einnahmen durch Zuwendungen (Bund, Land): 78 981 Euro durch Steuern und ähnliche Abgaben: 312 408 Euro

Abgaben durch Kreisumlage: 148 227 Euro durch VG-Umlage: 113 087 Euro

Voraussichtlicher Schuldenstand (Ende 2016): 0 Euro

Voraussichtliches Eigenkapital (Ende 2016): 916 000 Euro

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