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Andernach

Andernach setzt erste Schritte für eine Belebung um: Am Marktplatz herrscht Aufbruchstimmung

Martina Koch

Vor rund einem Vierteljahr kamen die Anwohner und Gewerbetreibenden vom Andernacher Marktplatz mit Vertretern der Stadt zusammen, um gemeinsam zu überlegen, wie sich der Marktplatz ansprechender gestalten lässt. Kleinere Maßnahmen werden sofort in die Tat umgesetzt, versprach Oberbürgermeister Achim Hütten bei dem Treffen. Die RZ hat sich vor Ort umgehört und erfahren, was sich seitdem im Herzen der Altstadt getan hat.

Die am Marktplatz ansässigen Gastronomen haben wieder ihre Tische und Stühle rausgestellt und warten auf Besucher. Die Stadt sorgte in der Zwischenzeit für Fahrradständer und einzelne Rückenlehnen für die Bänke.
Die am Marktplatz ansässigen Gastronomen haben wieder ihre Tische und Stühle rausgestellt und warten auf Besucher. Die Stadt sorgte in der Zwischenzeit für Fahrradständer und einzelne Rückenlehnen für die Bänke.
Foto: Martina Koch

Mehr blühende Pflanzen, Fahrradständer, Rückenlehnen für die Sitzbänke, Hinweistafeln an den Sehenswürdigkeiten und eine bessere Beleuchtung – das waren einige der von Bewohnern und Geschäftsleuten geäußerten Wünsche an die Stadtverwaltung. Bis davon etwas zu sehen war, vergingen allerdings einige Wochen – sehr zum Unmut der beteiligten Bürger. Sie starteten eine Unterschriftenaktion, um ihrer Forderung nach einer raschen Aufwertung des Marktplatzes Nachdruck zu verleihen.

„Ich kann das schon nachvollziehen: Ich bin schließlich auch ungeduldig“, kommentiert OB Hütten die Aktion. Im Hintergrund liefen zu dem Zeitpunkt allerdings bereits die Vorbereitungen zur Umsetzung der Maßnahmen auf Hochtouren: „Fahrradständer oder Hinweistafeln müssen eben erst bestellt werden“, erklärt Hütten, warum es etwas dauerte, bis sich am Marktplatz etwas tat.

Anlieger wollen sich weiter engagieren

Inzwischen stellte die Stadt zwei Fahrradständer auf, stattete einzelne der um die Hochbeete verlaufenden Bänke mit Rückenlehnen aus und bepflanzte im Rahmen der Essbaren Stadt die Beete neu. „So langsam geht es los“, kommentiert Tobias Schlich, Betreiber des Hotels und Bistros „Stilvoll“ die Veränderungen. Der Gastronom hofft, dass sich möglichst viele von der herrschenden Aufbruchstimmung mitreißen lassen: „Wir werden uns auf jeden Fall in Zusammenarbeit mit der Stadt weiter für unseren Markt engagieren.“

Auch Petra Stricker vom Fachgeschäft „Ihr Fotoprofi“ verfolgt die Entwicklungen der vergangenen Wochen mit großem Interesse: „Es geht voran. Die Stadt hat bemerkt, dass hier was passieren muss.“ An der ein oder anderen Stelle sind auch die Gewerbetreibenden gefragt, mit anzupacken, weiß Stricker: Die Hochbeete auf dem Marktplatz sind nur bedingt dafür geeignet, blühende Landschaften entstehen zu lassen, da das Wurzelwerk der Bäume die Erde auslaugt und die Standorte recht schattig sind. Stattdessen könne man Blumenampeln bepflanzen, schlugen die Anwohner vor. Hütten ist dieser Idee gegenüber aufgeschlossen, merkt aber an, dass der Bauhof der Stadt zu beschäftigt ist, um sich um die Bewässerung zu kümmern. „Überall, wo sich jemand bereit erklärt zu gießen, hängen wir eine Blumenampel hin“, verspricht der OB stattdessen. „Wenn wir hier am Marktplatz Patenschaften übernehmen, können wir da etwas bewirken“, ist auch Stricker überzeugt.

Mehr Kulturveranstaltungen erwünscht

In einem nächsten Schritt müsse man überlegen, mit welchen Veranstaltungen und Aktionen sich der Marktplatz beleben lässt, sind sich Anlieger und Stadt einig. „Der Platz ist wegen seiner länglichen Form nur schwer zu bespielen, aber mehr Kultur auf dem Markt wäre wünschenswert“, erklärt etwa Tobias Schlich. Die ersten Schritte dafür sind bereits getan: Die Andernacher Künstler präsentieren bei gutem Wetter an einem Samstag im Monat ihre Werke auf dem Marktplatz. Und das Restaurant „Taquitos“ lädt für kommenden Samstag, 19. Mai, ab 17 Uhr erstmals zum Open-Air-Salsa mit Liveband auf den Marktplatz ein. „Wir brauchen Veranstaltungen, die ganz unterschiedliche Klientel ansprechen“, betont Stricker von „Ihr Fotoprofi“.

Die Stadt steht den Anwohnern und Gewerbetreibenden als Ansprechpartner in Sachen Marktplatz weiterhin zur Verfügung, erklärt Hütten. Nachhaltige Veränderungen könne man aber nur gemeinsam erreichen: „Um den Marktplatz zu beleben, brauchen wir die dort ansässigen Läden und Restaurants.“

Von unserer Redakteurin Martina Koch

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