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    WHU-Studenten wollen mit "Help-O-Mat" Ehrenamt stärken

    16,9 Prozent der Deutschen, die aktuell nicht sozial engagiert sind, gaben bei einer Umfrage des Bundesfamilienministeriums an, dass sie sich gerne sozial engagieren würden. Ihr Problem: Sie wissen einfach nicht, an wen sie sich wenden sollen.

    WHU-Studenten aus Vallendar haben die Onlineplattform "Help-O-Mat" entwickelt. Hiermit wollen sie Menschen, die sich sozial engagieren möchten, und ehrenamtliche Initiativen in der Region Koblenz zusammenbringen. Foto: Andreas Egenolf
    WHU-Studenten aus Vallendar haben die Onlineplattform "Help-O-Mat" entwickelt. Hiermit wollen sie Menschen, die sich sozial engagieren möchten, und ehrenamtliche Initiativen in der Region Koblenz zusammenbringen.
    Foto: Andreas Egenolf

    Von unserem Reporter Andreas Egenolf

    Genau das wollen Studenten der Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung (WHU) Otto Beisheim School of Management in Vallendar ändern, die sich mit einer eigenen Plattform dem Problem angenommen haben. "Help-O-Mat" nennt sich das Onlineportal der Studenten, dessen Idee im September 2015 geboren wurde.

    "Im Rahmen der Flüchtlingsdebatte haben wir festgestellt, dass zwar eine hohe Bereitschaft besteht, zu helfen, es aber nur eine schlechte Hilfskoordinierung gibt", erklärt Leo Polwein im RZ-Gespräch, woher der Ursprungsgedanke für den "Help-O-Mat" stammt. Neben Polwein gehören auch Philipp Rehsmann, Nils Aschmann, Fabian Sedlmayr und Justus Merzenich zu den WHU-Studenten, die das Projekt vor mehr als einem Jahr im Rahmen der internationalen non-profit Initiative Enactus initiiert haben.

    Dem Quintett war nach ersten Überlegungen schnell klar, die Vermittlungsplattform nicht rein für die Unterstützung der Flüchtlingsarbeit anzubieten, sondern generell ehrenamtliche Angebote zu vermitteln. "Es ist schwierig, einen guten Überblick über die verschiedenen Ehrenämter zu bekommen. Und da wollen wir mit unserer Vermittlungsplattform ansetzen", beschreibt Fabian Sedlmayr das Konzept hinter dem "Help-O-Mat", der besonders die Zielgruppe von 16 bis 30 Jahren im Blick hat.

    Die Idee hinter der Onlineplattform ist einfach: Interessierte, die sich sozial engagieren möchten, können im Internet unter www.help-o-mat.de 23 Fragen beantworten, die persönliche Einstellungen unter anderem zur Empathie-, zur Team- und zur Kommunikationsfähigkeit abfragen. Abschließend muss sich der Nutzer noch auf maximal fünf Einsatzbereiche festlegen, in denen man sich vorstellen kann, sich sozial zu engagieren. Der "Help-O-Mat" wertet im Anschluss in einer Rangliste aus, welches der Gebiete aufgrund der gemachten Angaben der Person am besten entspricht. Beim Klick auf das entsprechende Einsatzgebiet werden Interessierten dann gleichzeitig ehrenamtliche Angebote angezeigt, die zum jeweiligen Nutzer passen.

    Die Initiativen sind dabei nach bestimmten Vorstellungen ausgesucht worden, wie Nils Aschmann sagt: "Wir haben die Projekte genauestens recherchiert und ausgesucht. Dabei haben wir unter anderem geschaut, ob die Möglichkeit zur aktiven Mithilfe besteht." Die Projektgruppe hat sich insgesamt sehr ausführlich mit der Materie beschäftigt. Im Vorjahr wurde beispielsweise eine Marktanalyse sowie eine Kosten-Nutzen-Analyse vom "Help-O-Mat"-Team erarbeitet.

    Anfang 2016 folgte schließlich ein erstes Design für die Homepage in Powerpoint, dass anschließend durch einen befreundeten Studenten der WHU umgesetzt wurde. Im September stand letztlich die derzeitige Testversion zur Verfügung, die online bereits zu finden ist. Insgesamt haben die Studenten laut eigener Aussage jeweils mehr als 100 Stunden an Arbeit in das Projekt investiert.

    Innerhalb der nächsten beiden Wochen soll die endgültige Liveschaltung der Seite erfolgen, was allerdings noch nicht das Projektende bedeutet. Die WHU-Studenten wollen ihre Plattform langfristig in mehreren deutschen Großstädten anbieten. Derzeit ist zum Start nur die Region Koblenz vertreten. Hier gilt es Erfahrungen und Feedback zu sammeln, um den "Help-O-Mat" weiterzuentwickeln.

    Es gibt aber noch einen weiteren Punkt, an dem das WHU-Projektteam arbeiten muss, wie Nils Aschmann verrät: "Um das Ganze auf größere Füße zu stellen, braucht es allerdings noch mehr Sponsoren und finanzielle Unterstützung." Die Voraussetzungen hierfür sind gut: Innerhalb der WHU ist das Projektteam seit Semesterstart auf 14 Mitglieder angewachsen. Zudem konnten durch zwei Wettbewerbe finanzielle sowie beratende Unterstützung gewonnen werden.

    Wer das Projekt unterstützen will, der kann sich per E-Mail an die WHU-Stundenten wenden: kontakt@help-o-mat.de

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