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    Vier-Sterne-Superior: Neues Fährhaus am Stausee kann endlich entstehen

    Das Fährhaus am Stausee ist wohl eines der traditionsreichsten Hotel-Restaurants in der Stadt - und an diesem Freitag endet seine Geschichte zumindest in dem altbekannten Gebäude am Moselufer in Metternich.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

    Dann beginnt der Abriss des alten Fährhauses. An seiner Stelle wird ein neues Hotel entstehen, und zwar in deutlich modernerer - und größerer - Form als bislang. Auch das neue Fährhaus wird wieder den bekannten Namen tragen. Es soll nach bisherigen Planungen Ende 2017 eröffnet werden, teilt die Hotel am Moselstausee Immobilien GmbH mit, die Eigner und Betreiber des Hauses ist.

    Geplant ist ein Vier-Sterne-Superior-Hotel, das in der Klassifizierung also noch über dem Vier-Sterne-Standard liegt. Hier sollen 43 Zimmer und 4 Suiten entstehen, führt das Architekturbüro Fries aus Vallendar auf, zudem ein Restaurant mit "herausragender Gastronomie" und Moselterrasse, Tagungsräume, ein Freibereich mit Whirlpool sowie ein Wellnessbereich auf zwei Etagen. Das Grundstück ist 5997 Quadratmeter groß und beherbergt auch 66 Stellplätze plus 7 für die Anwohner.

    Tatsächlich ist der Baubeginn "lang ersehnt", wie es auch in der Pressemitteilung zum Baubeginn heißt: Renovierung, Umbau und Erweiterung des Fährhauses haben mittlerweile eine drei Jahre lange Vorgeschichte. Im Sommer 2013 schon hatte Frank Gotthardt, Vorstandsvorsitzender der Compugroup Medical AG mit Hauptsitz in Koblenz, das Hotel von den damaligen Besitzern gekauft.

    Im Frühling 2014 war dann zum ersten Mal öffentlich die Rede von einem neuen Hotel und Restaurant, das hier entstehen soll. Bald gingen die Diskussionen los: Wie würde sich das erweiterte Gebäude im Fall eines Hochwassers auf die Nachbarn auswirken, und würde es nicht generell zu hoch ausfallen im Vergleich zu den anderen Bauten am Flussufer? Fünf Vollgeschosse soll es umfassen, plus ein Staffelgeschoss für die Technik. Insgesamt knapp 24 Meter soll es hoch werden.

    Tatsächlich musste zwischendurch umgeplant werden, vor allem um den Hochwasserschutz in der direkten Flusslage zu gewährleisten. "Das Gebäude in dieser herausragenden Lage hat in der Planung und Bauvorbereitung schon viel Schweiß gekostet, bei allen Beteiligten", sagt Bauherr und Investor Gotthardt heute. Nun ist es aber so weit, und die Arbeiten an dem Standort können beginnen.

    Stadtspitze und Stadtrat hatten bislang stets Gotthardts Pläne begrüßt, schließlich gilt die Nachfrage nach hochwertigen Übernachtungsmöglichkeiten in Koblenz als hoch - gerade auch, weil die Touristenzahlen seit der Buga 2011 immer weiter steigen. Und eine Brache an dieser prominenten Stelle der Stadt will schließlich auch niemand. Frank Gotthardt jedenfalls ist überzeugt, dass die Lage perfekt für ein Hotel ist: "Koblenz und der Moselstausee sind für uns ein idealer Standort aufgrund der optimalen Lage und der Nähe zum Unesco-Weltkulturerbe, aber auch zur Festung Ehrenbreitstein, dem Deutschen Eck und vielem mehr, was man in Koblenz und am Mittelrhein bewundern und erleben kann."

     

    Gastronomiebetrieb seit vielen Jahrzehnten

    Das Fährhaus am Stausee hat eine lange Geschichte – und nicht den ersten Neustart vor sich. In den 1910er-Jahren gegründet, übernahm im Jahr 1974 der gelernte Koch Karl-Heinz Konieczny das Hotel-Restaurant am Metternicher Moselufer. Und er begründete zusammen mit seiner Frau Birgit eine Ära: Fast 40 Jahre lang waren die beiden die Betreiber des Fährhauses, und unter ihrer Ägide wurde es zu einem der bekanntesten Gastronomiebetriebe in der Stadt. Auf mehr als 1200 Hochzeitsfeiern, prominente Gäste von Willy Brandt bis Franz Beckenbauer und nicht zuletzt zahllose Stammgäste aus Koblenz und der Region blickten die beiden zurück, als sie das Haus im Juni 2013 an den Unternehmer Frank Gotthardt verkauften. Aus Altersgründen konnten die Koniecznys nicht weitermachen. sem

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