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    Urbar erweitert seinen Kindergarten

    Der kommunale Kindergarten in Urbar wird eine dritte Gruppe erhalten. Die notwendigen Räumlichkeiten sollen in einem Anbau geschaffen werden. Dies hat der Ortsgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig bei einer Enthaltung beschlossen.

    Die Kindertagesstätte der Gemeinde Urbar ist zu klein geworden - im Ort gibt es so viele Kinder, dass ein Anbau nötig wird. Der Ortsgemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür gestimmt. Eine ebenfalls diskutierte Übergangslösung mit Containern wurde abgelehnt.
    Die Kindertagesstätte der Gemeinde Urbar ist zu klein geworden - im Ort gibt es so viele Kinder, dass ein Anbau nötig wird. Der Ortsgemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür gestimmt. Eine ebenfalls diskutierte Übergangslösung mit Containern wurde abgelehnt.
    Foto: Sascha Ditscher

    Von unserem Mitarbeiter Winfried Scholz

    So viele Besucher wie selten, vor allem junge oder werdende Mütter sowie Erzieherinnen, verfolgten gespannt die Sitzung. Ortsbürgermeister Kurt Nebgen bemerkte: "Soviel Resonanz erlebt man nur einmal in einem Bürgermeisterleben."

    Urbar gehört zu den kinderreichsten Gemeinden im Land. Mit 44 Kindern in einer altersgemischten und einer Regelgruppe sind die Kapazitäten des kommunalen Kindergartens restlos ausgeschöpft. Auch die viergruppige katholische Kindertagesstätte St. Peter und Paul ist voll belegt. Deren in der "Neuen Mitte" Urbar geplanter Neubau soll auf jeden Fall fünf Gruppen erhalten, eventuell sogar sechs, wie während der Ratssitzung zu hören war.

    Rheinland-pfälzische Kinder haben bereits mit zwei Jahren einen gesetzlich garantierten Anspruch auf einen kostenfreien Kita-Platz. Aufgrund eines Bundesgesetzes haben Einjährige Anspruch auf Betreuung in einer Kita oder bei Tageseltern. Pamela Braun vom Kreisjugendamt machte mit konkreten Zahlen den Bedarf für Urbar deutlich. Zurzeit stehen dort demnach 48 Kinder auf der Warteliste: 30 Zweijährige und 18 Einjährige. Fünf Plätze werden noch bis Sommer frei. 21 Kinder werden dann eingeschult. Also werden nach den Sommerferien immer noch 22 Plätze benötigt. In den nächsten zwei Jahren würden die Zahlen stagnieren. Für die Zeit danach können noch keine konkreten Aussagen gemacht werden. Pamela Braun wies aber daraufhin, dass die Gruppen zurzeit "ziemlich aufgebläht" seien. Angestrebt würden kleinere Gruppenstärken, um die Betreuungsqualität zu erhöhen.

    Dorothee Geishecker, die bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz für die Kindertagespflege zuständig ist, ergänzte: "Für Tagesmütter und -väter gibt es bei uns einen hohen Qualitätsstandard. Trotzdem sind sie kein vollwertiger Ersatz für einen Kita-Platz."

    Joachim Gallenstein (CDU) favorisierte persönlich eine Container-Lösung, weil der erhöhte Bedarf nur temporär zu stemmen sei. Dem widersprachen seine Fraktionskollegen und die Sprecher von Freie Liste, SPD und Grünen. Ein wichtiges Argument war: Die Kosten für den Container sind nach deren Abbau verloren. Die Investitionen für einen Anbau, die auf 100 000 bis 150 000 Euro geschätzt werden, bleiben erhalten, sollte der Anbau bei eventuell sinkenden Kinderzahlen für andere Zwecke genutzt werden. Sie folgten damit auch dem Appell von Verbandsgemeindebürgermeister Fred Pretz: "Bauen Sie keine Container, den Kindern zuliebe", sagte er.

    Koblenz
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