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Stolzenfels: Europäischer Radweg bleibt Holperpiste

Koblenz-Stolzenfels – Schlaglöcher und riesige Wasserlachen, aufgesprungener Asphalt und ein Belag aus Sand, in dem die Radfahrer versinken: Der europäische Radwanderweg entlang des Rheins bei Stolzenfels ist in einem desolaten Zustand. Schon zweimal hat der Stadtrat beschlossen, dass der etwas zwei Kilometer lange Leinpfad zwischen dem Stolzenfelser Ortsausgang und der Brauerei an der Königsbach erneuert werden soll.

Aufgesprungener Asphalt und Schlaglöcher machen den Leinpfad zwischen Stolzenfels und Königsbacher seit Jahren zu einer Holperpiste. Die bereits beschlossene Erneuerung des Rad- und Fußwegs wurde immer wieder hinausgezögert – nun ist kein Geld mehr für die Investition da.
Aufgesprungener Asphalt und Schlaglöcher machen den Leinpfad zwischen Stolzenfels und Königsbacher seit Jahren zu einer Holperpiste. Die bereits beschlossene Erneuerung des Rad- und Fußwegs wurde immer wieder hinausgezögert – nun ist kein Geld mehr für die Investition da.
Foto: Annette Hoppen

Koblenz-Stolzenfels – Schlaglöcher und riesige Wasserlachen, aufgesprungener Asphalt und ein Belag aus Sand, in dem die Radfahrer versinken: Der europäische Radwanderweg entlang des Rheins bei Stolzenfels ist in einem desolaten Zustand. Schon zweimal hat der Stadtrat beschlossen, dass der etwas zwei Kilometer lange Leinpfad zwischen dem Stolzenfelser Ortsausgang und der Brauerei an der Königsbach erneuert werden soll.

Jahrelang wurden die Arbeiten vertagt – bis die Stadt so pleite war, dass sie sich die Maßnahme gar nicht mehr leisten kann. Jetzt bleibt der Weg erst einmal das, was er laut Ortsvorsteher Christian Gürke schon lange ist: "Ein Flickwerk".

In einer aktuellen Stellungnahme beruft sich die Stadt auf ihren Eckwertebeschluss von 2011, der neue Investitionen im Jahr 2012 ausschließt. Darunter fällt für die Verwaltung auch die "Wiederherstellung" des Leinpfads als Fuß- und Radweg – denn eine Sanierung reicht mittlerweile kaum noch aus, um den maroden Zustand in den Griff zu bekommen. 387 000 Euro wurden für das Projekt bisher veranschlagt.

"Der Weg wird sehr stark frequentiert", begründet Gürke, warum die Erneuerung des Leinpfads trotzdem notwendig ist: Wanderer auf Jakobsweg oder Rheinburgenweg, Fußgänger auf dem Weg nach Koblenz, Jogger, Inlineskater und Radfahrer nutzen den Weg. Und immer wieder kommen Beschwerden, weil die Nutzer stolpern oder stürzen. Eigentlich hätte der Weg noch vor der Buga erneuert werden sollen, sagt der Ortsvorsteher, stattdessen wurde er nur "gesandet". Auch nicht der ideale Belag, wie es scheint: "Radfahrer beschweren sich darüber, weil der Sand zu weich ist und sie einsinken", berichtet Gürke. Und die Entscheidung gegen die Erneuerung des Radwegs bedeutet nicht, dass auf die Stadt keine Kosten zukommen. Da sie verpflichtet ist, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, muss sie auftretende Schäden beheben. Auf den geteerten Flächen treten immer wieder Schlaglöcher auf, die gesandeten Abschnitte sind laut Ortsbeirat stark zerklüftet, wodurch sich immer große Wasserlachen bilden. Beides führe bei Frost zu noch größeren Schäden.

Der Ortsbeirat Stolzenfels appelliert an die Stadt, mögliche Fördermittel zeitnah zu beantragen. Das Gremium sieht den Leinpfad in einem "Zustand, in dem jede Ausbesserung nur noch unzureichendes, das Budget der Verwaltung belastendes Flickwerk wäre". Beim Landesbetrieb Mobilität hat die Stadt derweil eine Förderung angefragt, aber bisher eine telefonische Absage bekommen. Es solle aber weiter geklärt werden, ob Fördermittel zur Verfügung gestellt werden können.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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