40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Koblenz
  • » Stichwahl um das Koblenzer OB-Amt: Das sollten Wähler zum Ablauf wissen
  • Aus unserem Archiv
    Koblenz

    Stichwahl um das Koblenzer OB-Amt: Das sollten Wähler zum Ablauf wissen

    Wer wird im kommenden Jahr Joachim Hofmann-Göttig im Chefsessel des Koblenzer Rathauses beerben – David Langner oder Bert Flöck? Die Entscheidung wird am Sonntag, 15. Oktober, fallen. Nachdem bei der Wahl am 24. September keiner der ursprünglich vier angetretenen Kandidaten die absolute Mehrheit auf seine Person vereinigen konnte, steht dann die Stichwahl an. Aus dem Rennen sind Torsten Schupp (FDP) und Hans-Peter Ackermann (Grüne).

    In der Stadtbibliothek im Forum Confluentes ist weiterhin eines von zwei Briefwahlbüros der Stadt eingerichtet – hier sowie im Ordnungsamt erfahren die Bürger alles rund um die Stichwahl, und hier können sie auch gleich für einen der beiden Kandidaten abstimmen. 
    In der Stadtbibliothek im Forum Confluentes ist weiterhin eines von zwei Briefwahlbüros der Stadt eingerichtet – hier sowie im Ordnungsamt erfahren die Bürger alles rund um die Stichwahl, und hier können sie auch gleich für einen der beiden Kandidaten abstimmen. 
    Foto: Sascha Ditscher

    Wer seine Stimme an der Wahlurne abgeben darf, wo gewählt wird, wie die Briefwahl bei der Stichwahl funktioniert und wie man sein Kreuzchen machen kann, auch wenn die Wahlbenachrichtigung verloren gegangen ist, erklärt im RZ-Gespräch Dirk Urmersbach, Abteilungsleiter Zentrale Organisation im Koblenzer Ordnungsamt und federführend verantwortlich für den Bereich Wahlen – sechs Fragen und sechs Antworten.

    Wer ist wahlberechtigt? Rund 87.880 Koblenzer sind bei der Stichwahl aufgerufen, für den neuen OB abzustimmen. Voraussetzung: Wohnsitz in Koblenz, deutsche Staatsbürgerschaft und Vollendung des 18. Lebensjahres. „Diese Zahl kann sich aber noch verändern“, betont Urmersbach. Wer vor dem 15. Oktober seinen Wohnsitz außerhalb der Stadt verlagert, verliert auch sein Wahlrecht. Eine Ausnahme gibt es, wie Urmersbach weiter erläutert: „Es sei denn, derjenige hat bei der ersten Wahl Briefwahl beantragt und auch die Unterlagen für eine mögliche Stichwahl erhalten. Dann bleibt das Wahlrecht bestehen.“ Glück haben Jungwähler, die bei der Hauptwahl noch nicht ihren 18. Geburtstag gefeiert hatten, nun aber volljährig geworden sind: Sie dürfen nun bei der Stichwahl ihr Kreuzchen machen.

    Gibt es wieder die Möglichkeit der Briefwahl? Ja. Bis zum 13. Oktober, 18 Uhr, können die Briefwahlunterlagen bei der Stadt beantragt werden. Informationen hierzu gibt es im Internet unter  www.ku-rz.de/kowaehlt – außerdem erteilt das Briefwahlbüro unter der Telefonnummer 0261/129 46 40 Auskunft. Via E-Mail erreicht man die zuständige Abteilung unter briefwahl@stadt.koblenz.de. Wer dort Briefwahlunterlagen anfordert, gibt Namen, Wohnort und Geburtsdatum an. Die beiden Briefwahlbüros befinden sich, wie bei der Hauptwahl, zum einen im Gebäude des Ordnungsamtes in der Ludwig-Erhard-Straße 2 im Koblenzer Rauental sowie im 5. Obergeschoss der Stadtbibliothek im Kulturbau auf dem Zentralplatz. Die Öffnungszeiten in der Stadtbibliothek sind Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr, Donnerstag von 10 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 Uhr bis 15 Uhr. Das Büro im Rauental ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr geöffnet, sowie mittwochs 8 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 16.30 Uhr.Während der Öffnungszeiten können Briefwähler in den beiden Büros auch direkt wählen.

    Wo befinden sich die Wahllokale? Bei der Stichwahl gibt es keine abgespeckte Variante. „Wir öffnen wieder 76 Wahllokale in allen Stimmbezirken, wie auch bereits bei der Hauptwahl und der Bundestagswahl“, kündigt Urmersbach. an. Wichtig: Wähler können sich ihr Wahllokal nicht aussuchen. Jeder muss in dem Stimmbezirk wählen, in dem er im Wählerverzeichnis gelistet ist. „Wer Zweifel hat, fragt am besten vorab im Briefwahlbüro nach.“

    Die Wahlbenachrichtigung ist weg – kann ich trotzdem wählen? Selbstverständlich. Allerdings müssen sich Wähler mit ihrem Personalausweis oder einem anderen amtlichen Dokument mit Foto ausweisen können. Wer bei einem Mitglied des Wahlvorstands persönlich bekannt ist, kann auf die Vorlage des Ausweises verzichten. Nicht als Identitätsnachweis dient indessen die Wahlbenachrichtigung ohne Ausweis. Urmersbach weist darauf hin, dass er hier keine Ausnahme gibt.

    Wann wird das Ergebnis feststehen? „Wir beginnen am Wahltag ab 18 Uhr mit der Auszählung, etwa um 20 Uhr dürfte der neue Oberbürgermeister feststehen“, kündigt Dirk Urmersbach an. Ab 18.15 Uhr werden wohl die ersten Ergebnisse aus den Stimmbezirken einlaufen. Wie schon bei der Hauptwahl gibt es ab 18 Uhr eine Ergebnispräsentation im Historischen Rathaussaal. Die Veranstaltung ist öffentlich. Die RZ informiert am Wahlabend laufend aktuell unter www.ku-rz.de/stichwahlko.

    Mit welcher Wahlbeteiligung rechnet das Rathaus? Nachdem bei der Hauptwahl 70,7 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht haben, geht Dirk Urmersbach davon aus, dass die Stichwahl deutlich weniger Menschen an die Wahlurne locken wird. Der gemeinsame Wahltermin mit der Bundestagswahl hat sich bei der Hauptwahl sicherlich positiv ausgewirkt, ist Urmersbach überzeugt. „Wenn wir bei der Stichwahl 50 Prozent Wahlbeteiligung erreichen, dürfte das schon ein Erfolg sein.“

    Von unserer Mitarbeiterin Annette Hoppen

    Streit um angeblichen Deal: SPD-Chef Pilger spricht von "unglücklichen Fehldeutungen"

    Hat die CDU den Grünen das Baudezernat angeboten – wenn die Grünen eine Wahlempfehlung zugunsten von Bert Flöck aussprechen? Über diese Frage ist nach der ersten Runde der OB-Wahl ein heftiger Streit in der Kommunalpolitik ausgebrochen. Der unabhängig angetretene SPD-Mann David Langner hatte berichtet, dass ihm von einem solchen Angebot berichtet worden sei. CDU-Vorsitzender Andreas Biebricher bezichtigte ihn daraufhin der Lüge.

    Jetzt schaltet sich der Koblenzer SPD-Vorsitzende Detlev Pilger (MdB) ein, nachdem er mit Verantwortlichen aus allen Stadtratsfraktionen (außer der AfD) gesprochen hat – mit dem Versuch einer Klarstellung: Demnach musste Langner von der Ernsthaftigkeit eines solchen CDU-Angebotes ausgehen, weil führende Vertreter der Grünen ihm dies bestätigt haben. Tatsächlich habe es ein spontanes Gespräch zwischen einem CDU-Fraktionsmitglied und dem grünen OB-Kandidaten Hans-Peter Ackermann gegeben – was genau besprochen wurde, schreibt Pilger nicht. Ackermann habe aber seiner Fraktion von diesem Gespräch berichtet. „Dies wurde dann wohl von verschiedenen Teilnehmern falsch aufgefasst und nach außen getragen. Hieraus ergab sich eine Reihe von Falschdeutungen, die zu der sehr unglücklichen Entwicklung von Fehldeutungen führten“, erklärt Pilger, der abschließend allen Beteiligten attestiert, dass in diesem Fall „weniger mehr“ gewesen wäre. 

    Koblenz
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    epaper-startseite
    Wetter
    Donnerstag

    3°C - 7°C
    Freitag

    2°C - 6°C
    Samstag

    1°C - 5°C
    Sonntag

    1°C - 4°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerie: Fotos unserer Leser
    Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

    Mit der Kamera an Rhein und Mosel unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Serie: Koblenzer Stadtgeschichte
    Koblenzer Stadt-Geschichten

    Redakteur Reinhard Kallenbach greift historische Begebenheiten der Stadt auf

    Anzeige