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    OB-Wahl in Koblenz: FDP und Grüne beziehen Stellung

    Bei der ersten Runde der Oberbürgermeister-Wahl am 24. September waren FDP und Grüne noch mit eigenen Kandidaten vertreten, bei der Stichwahl am Sonntag sind nur noch David Langner (SPD) und Bert Flöck (CDU) im Rennen, die beide als unabhängige Kandidaten antreten. Grüne und FDP haben sich nun unabhängig voneinander positioniert.

    Die FDP – hier der Kreisvorstand um den Vorsitzenden David Hennchen (links) – unterstützt Bert Flöck (2. von links) im OB-Wahlkampf.
    Die FDP – hier der Kreisvorstand um den Vorsitzenden David Hennchen (links) – unterstützt Bert Flöck (2. von links) im OB-Wahlkampf.
    Foto: FDP Koblenz

    Der Kreisvorstand der FDP Koblenz hat sich in der vergangenen Woche mit beiden Kandidaten zu Gesprächen getroffen, um festzustellen, wer am ehesten Ziele und Vorstellungen vertritt, die mit denen der Liberalen übereinstimmen. Aus Sicht der Freidemokraten muss in den kommenden Jahren in Koblenz unter anderem der kommunale Haushalt saniert werden, und es müssen die Weichen für eine weitere Ansiedlung von Firmen gesetzt werden. Das Ergebnis nach einer längeren Diskussion: Bert Flöck ist den Vorstellungen der FDP näher als sein Konkurrent.

    „Wir trauen Bert Flöck als exzellentem Kenner der Koblenzer Verwaltung am ehesten zu, die Geschicke der Stadt überparteilich bestmöglich zu lenken“, schreibt der Kreisverband der Liberalen in einer Pressemitteilung. Die FDP Koblenz empfiehlt deshalb die Wahl von Flöck. Dass beim ersten Wahlgang 13,3 Prozent der Stimmen an FDP-Mann Torsten Schupp gegangen waren, wertet der Kreisvorstand als „ermutigendes Zeichen für die FDP, die wieder zurück und auf Erfolgskurs“ sei.

    Die Koblenzer Grünen hatten mit ihrem eigenen Kandidaten Hans-Peter Ackermann in der ersten Runde der Wahl ein gutes Ergebnis geholt (18,3 Prozent), nun setzen sie sich ebenfalls mit den beiden verbleibenden Kandidaten auseinander. Aber: Sie kamen nicht zu dem Schluss, dass sie einen von beiden offiziell unterstützen wollen. „Da zwischen den Zielen und Vorstellungen der beiden Kandidaten keine große Diskrepanz besteht, sprechen die Koblenzer Grünen keine Wahlempfehlung aus“, schreibt der Kreisverband in einer Pressemitteilung.

    Die Grünen hatten Flöck und Langner zuvor vier Fragen gestellt, die Antworten haben sie im Internet veröffentlicht ( www.gruene-koblenz.de/aktuelles). In Kurzform: Bert Flöck ist ebenso wie die Grünen für eine Rekommunalisierung des ÖPNV über die Stadtwerke, David Langner spricht sich nicht eindeutig dafür aus.

    Flöck denkt wie die Grünen, dass der Radverkehr verbessert werden soll, indem die ersten zehn Punkte des Radverkehrskonzepts schnellstmöglich umgesetzt werden, Langner spricht konkret nur die Umsetzung der ersten drei Punkte sowie die nächtliche Öffnung der Löhrstraße für Radfahrer an. Langner positioniert sich verbindlich für den Zusammenschluss von Koblenz und Region in einer Regiopole, Flöck ist auch dafür, bleibt aber eher allgemein.

    Beide Kandidaten befürworten, dass bei den Entwicklungsprojekten Fritsch-Kaserne und Rosenquartier 20 Prozent für sozialen Wohnungsbau reserviert sind. sem

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