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Nörtershausen

Nörtershausen: Lotto-Elf Rheinland-Pfalz hilft der kleinen Heidi, die an dem seltenen Rubinstein-Taybi-Syndrom leidet

Hohe Fußballkunst verzückt nicht nur die Freunde des runden Leders, sondern hilft auch Menschen, die vom Schicksal hart getroffen sind.

Geduldig und freundlich lächelnd gab die Europa-Meisterin Célia Okoyino da Mbabi ungezählte Autogramme.
Geduldig und freundlich lächelnd gab die Europa-Meisterin Célia Okoyino da Mbabi ungezählte Autogramme.
Foto: Erwin Siebenborn

Die Lotto-Elf Rheinland-Pfalz hilft mit ihrem Auftritt in Nörtershausen der kleinen Heidi, die an dem seltenen Rubinstein-Taybi-Syndrom leidet und sich verschiedenen Therapien unterziehen muss.

Der stellvertretende Vorsitzende der Lotto-Rheinland-Pfalz-Stiftung, Walter Desch, überreichte der Familie der erkrankten Heidi einen Spendenscheck in Höhe von 15 000 Euro für  notwendige Therapien. Mit ihm freuen sich Célia Okoyino da Mbabi (rechts),  Verbandsgemeinde-Bürgermeister Bruno Seibeld (4. von links), Initiator Peter Aue, (5. von rechts), das Orga-Team des FC Nörtershausen/Udenhausen – Manfred Wolff, Eduard Bildhauer und Heinz Roos (links) – sowie Kicker der Lotto-Elf.
Der stellvertretende Vorsitzende der Lotto-Rheinland-Pfalz-Stiftung, Walter Desch, überreichte der Familie der erkrankten Heidi einen Spendenscheck in Höhe von 15 000 Euro für notwendige Therapien. Mit ihm freuen sich Célia Okoyino da Mbabi (rechts), Verbandsgemeinde-Bürgermeister Bruno Seibeld (4. von links), Initiator Peter Aue, (5. von rechts), das Orga-Team des FC Nörtershausen/Udenhausen – Manfred Wolff, Eduard Bildhauer und Heinz Roos (links) – sowie Kicker der Lotto-Elf.
Foto: Erwin Siebenborn

Fußballfreunde schnalzen mit der Zunge bei Namen wie Darius Wosz, Wolfgang Overath, Roger Lutz, Matthias Scherz oder Harry Koch. Die Lotto-Elf spielte gegen eine Ü 40-Auswahl der Spielgemeinschaft FC Nörtershausen/Udenhausen. Leichtfüßig, dribbelstark, elegant, locker und technisch stark trieben die ehemaligen Profis den Ball immer wieder in die gegnerische Hälfte. Das Publikum dankte mit Szenenapplaus.

Tore fielen wie am Fließband, eines schöner als das andere. Da hatten Teammanager Horst Eckel und sein "Assi" Wolfgang Kleff nichts zu meckern. Sie hatten nur die Qual der Wahl, welche Bundesliga-Legenden sie ein- oder auswechseln sollten. Der Fußball-Weltmeister von Bern und sein immer zu einem Scherz aufgelegter Co-Trainer und fünffacher Deutscher Meister sprangen spontan für den erkrankten Rudi Gutendorf ein, der normalerweise auf der Trainerbank Platz nimmt.

Das Ergebnis auf dem Rasenplatz (die Lotto-Elf gewann 17:1) war nur von untergeordneter Bedeutung. Gewinner des Spiels ist vor allem das erkrankte Kind. In der Halbzeit überreichte der stellvertretende Vorsitzende der Lotto-Rheinland-Pfalz-Stiftung, Walter Desch, den Eltern einen Spenden-Scheck in Höhe von 15 000 Euro. Das Geld ist umso wichtiger, weil die Krankenkasse nicht alle Therapie-Kosten übernimmt. So werden Behandlungen wie eine Delfin-Therapie möglich. Auch wird Heidis Daumen operativ gerichtet. Krumme Finger sind eine von vielen Folgen des Rubinstein-Taybi-Syndroms.

Eingefädelt hatte das Benefiz-Spiel Peter Auer, langjähriger Torwart bei der TuS Koblenz, der in Nörtershausen wohnt. Er setzte seine Kontakte ein und ließ nicht locker, bis er die Lotto-Elf für den Auftritt gewinnen konnte. Auer findet es toll, dass mithilfe des Fußballs solche Projekte möglich sind. Er dankte dem FC Nörtershausen/Udenhausen auch für die vorbildliche Organisation der Veranstaltung.

"Die Lotto-Elf ist das soziale Gesicht unseres Unternehmens" ist Geschäftsführer Hans-Peter Schössler von Lotto Rheinland-Pfalz überzeugt. Seit 1999 traf das Team auf mehr als 70 Gegner und erlöste fast 1,7 Millionen Euro für gute Zwecke. Eine Erfolgsbilanz, die ihresgleichen sucht.

Dieser Meinung ist auch die Fußball-Europameisterin Célia Okoyino da Mbabi, die als Überraschungsgast mit herzlichem Beifall und einer La-Ola-Einlage begrüßt wurde und den Stars auf dem grünen Rasen fast die Schau stahl. Sie freue sich, die Veranstaltung unterstützen zu dürfen, betonte sie. Mit Fachkenntnis stand sie Rede und Antwort, und mit Geduld stellte sie sich zahlreichen jungen und älteren Fans, die sich ein Autogramm oder gemeinsames Foto mit der sympathischen Torjägerin nicht entgehen ließen.

Erwin Siebenborn

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