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Südliche Vorstadt

Neugestaltung der Südallee: Bürger wollen Radweg und mehr Grün

Katharina Demleitner

Die Südallee soll schöner werden. Wie konkret die Neugestaltung der maroden Verbindung zwischen Südlicher Vorstadt und Zentrum künftig aussehen soll, können die Bürger mitbestimmen. In einem ersten Workshop im Juni sammelte der für das Projekt zuständige städtische Eigenbetrieb Grünflächen und Bestattungswesen mit rund 70 Teilnehmern Defizite und Wünsche (die RZ berichtete). Jetzt standen bei einem Folgeworkshop Lösungsansätze im Mittelpunkt, die im Planungswettbewerb die Grundlage für die „neue“ Südallee bilden sollen.

Die Südallee präsentiert sich in desolatem Zustand. Der Straßenbelag ist marode, und die Autos parken Stoßstange an Stoßstange. Die Bürger wünschen sich hingegen mehr Freiflächen, einen durchgängigen Radweg und eine Lösung für die Wertstoffcontainer.
Die Südallee präsentiert sich in desolatem Zustand. Der Straßenbelag ist marode, und die Autos parken Stoßstange an Stoßstange. Die Bürger wünschen sich hingegen mehr Freiflächen, einen durchgängigen Radweg und eine Lösung für die Wertstoffcontainer.
Foto: Katharina Demleitner

Bereits im Sommer wurde klar: Die Bürger wünschen sich, dass die Allee mit ihren Bäumen bestehen bleibt, mehr Grünflächen entstehen und die Straße verkehrsberuhigt wird. Auch beim zweiten Workshop, zu dem ausschließlich Teilnehmer der ersten Diskussion eingeladen waren, waren die unansehnlichen Wertstoffcontainer ein wichtiges Thema. „Entscheidend sind nicht nur die eigenen Bedürfnisse, sondern alle Nutzer der Südallee sollen bedacht werden“, mahnte Projektleiterin Jana Panka in der Mensa des Max-von-Laue-Gymnasiums ein „Bewusstsein für das ganze Gebiet“ an. So müsste bedacht werden, dass rund um das Evangelische Stift St. Martin Sitzgelegenheiten für die Patienten eine Rolle spielten, während an den Schulen eher Spiel- und Sportmöglichkeiten gefragt seien. Es steht fest, dass durchgängig sowohl eine Allee als auch eine Fahrradachse entstehen sollen. „Es geht darum, Ziele zu definieren, wie diese dann konkret umgesetzt werden, entscheiden die Planer“, erklärte Panka.

An großen Karten der in Abschnitte unterteilten Südallee hatten die Bürger Gelegenheit, ihre Ideen zu Papier zu bringen. Unterstützt von Vertretern der Fachämter, erarbeiteten die Teilnehmer Vorschläge zur Verkehrsführung und der Verteilung der Parkplätze. Auch Aufenthaltsmöglichkeiten standen im Fokus. Hinsichtlich der ungeliebten Container wies Andreas Drechsler, Leiter des Eigenbetriebs Grünflächen und Bestattungswesen, auf gesetzliche Vorgaben hin, die einen Mindestabstand von 15 Metern zur Wohnbebauung vorsehen: „Deshalb ballen sich die Behälter vor den Schulen.“

Welche Möglichkeiten Carsharing bietet, um die Anzahl parkender Autos zu vermindern und Flächen zu gewinnen, stellte Arndt Schwab vom Amt für Stadtentwicklung vor. Im kommenden Frühjahr will die Stadt abfragen, wie groß das Interesse der Anwohner an diesem Angebot ist.

Möglich macht die Neugestaltung der Südallee das Förderprojekt „Aktive Stadt“. Zugleich werden dafür Ausbaubeiträge fällig, informierte Karla Wolf vom Tiefbauamt. Den Anteil, den die Stadt zu tragen hat, regeln Leitlinien, die Fördermittel dürfen ausschließlich auf diesen Stadtanteil angerechnet werden. Die beitragsfähigen Kosten wiederum werden um den Stadtanteil reduziert.

Drechsler zeigte sich zufrieden mit den Workshops: „Das war sehr intensiv und erfolgreich, sodass wir viele Ideen für den Wettbewerb aufnehmen können.“ Geplant ist jetzt noch eine sogenannte Behördenrunde, um auch die öffentlichen Einrichtungen an der Südallee in die Bedarfsplanung einzubeziehen.

Von unserer Mitarbeiterin Katharina Demleitner

So sieht der Zeitplan aus

Im nächsten Jahr soll der Planungswettbewerb für die Neugestaltung der Südallee beginnen. Bestandteil der Auslobungsunterlagen dafür sind die Ergebnisse der Workshops, die bei den Entwürfen beachtet werden sollen. Anfang 2019 will die Stadt dann das Projekt an einen Planer vergeben.

Da viele Ämter beteiligt sind, Fristen eingehalten werden müssen und auch die Fördergeldgeber die Planung für den Ausbau prüfen, rechnet Projektleiterin Jana Panka mit einem möglichen Baubeginn in der zweiten Jahreshälfte 2020. kde

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