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    Neue Stelle in Koblenz: Muttersprachler helfen Flüchtlingen weiter

    Sie stammen aus Syrien, aus dem Iran, aus Aserbaidschan oder Marokko, sie sind vor zwei Jahren als Flüchtling nach Koblenz gekommen oder vor zehn Jahren und mehr wegen der Liebe oder der Arbeit.

    In der neuen Integrationskoordinierungsstelle Ikoko helfen neun Männer und Frauen, die zusammen mehr als 20 Sprachen sprechen, Flüchtlingen weiter. Mit ihnen eröffnete Karina Polzin (links) die Einrichtung.
    In der neuen Integrationskoordinierungsstelle Ikoko helfen neun Männer und Frauen, die zusammen mehr als 20 Sprachen sprechen, Flüchtlingen weiter. Mit ihnen eröffnete Karina Polzin (links) die Einrichtung.
    Foto: Sascha Ditscher

    Die drei Männer und sechs Frauen wissen jedenfalls nur zu gut, was es heißt, neu nach Deutschland zu kommen, neu Fuß fassen zu müssen. Und jetzt wollen sie denjenigen helfen, denen es heute genauso geht wie früher ihnen selbst.

    Sie bilden das Startteam von Ikoko, der neuen Integrationskoordinierungsstelle der Stadt, die am Mittwochabend im Dreikönigenhaus in der Altstadt eröffnet wurde.

    Auf dieser Bühne finden sich mehr als 20 Sprachen“, sagte Karina Polzin, Leiterin des Sachgebiets Integration im Ordnungsamt, als sie die neun Ikoko-Helfer vor zahlreichen Gästen vorstellte: Englisch, Spanisch oder Französisch, Arabisch, Russisch oder Türkisch beherrschen sie, jeder von ihnen spricht gleich mehrere Sprachen – und damit können sie eine wichtige Hilfe sein für die Menschen, die neu sind in der Stadt und im Land, oft schlecht Deutsch sprechen und Probleme damit haben, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden.

    Die Männer und Frauen, die jetzt mit der Beratungsarbeit starten, sind mehr als bloße Übersetzer: „Sie haben auch eine Vorbildfunktion“, sagt Karina Polzin. Sie haben sich selbst gut integriert, haben Deutsch gelernt, sind aktiv in ihrer neuen Heimat. „Sie genießen ein hohes Vertrauen“, weiß Polzin – und deswegen ist sie als Leiterin froh, dass ihr Einsatz nun bei Ikoko gebündelt wird.

    An vier Tagen in der Woche ist die Koordinierungsstelle je zwei Stunden lang im Umweltbüro im Dreikönigenhaus geöffnet, abwechselnd sind die Helfer ehrenamtlich vor Ort. Sie helfen Flüchtlingen direkt weiter und sind auch eine Anlaufstelle für Ehrenamtliche, die Flüchtlingen helfen.

    Sie beraten, übersetzen Formulare, helfen bei Problemen, unterstützen ihre Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt, vermitteln auch an andere Stellen. „Mittlerweile wissen wir: Es braucht mehr als Sprachkurse, es braucht das Komplettpaket, damit Integration funktioniert“, sagt Polzin.

    Sie und andere Menschen, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind, haben vor einer Weile überlegt, was es braucht, um Integration zu fördern. Die Ikoko-Idee wurde geboren – und konnte dank der Unterstützung des Lions Clubs Koblenz umgesetzt werden, der allein für dieses Projekt 22.000 Euro spendete.

    „Schon früher wurden die Schängel, die ja auf das französische ,Jean' zurückgehen, in Koblenz aufgenommen“, sagte Mathias Körber, Präsident der Koblenzer Lions. Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig bestätigte dies: „Koblenz ist schon lange eine Integrationsstadt, das ist Teil der Tradition der Stadt und wird immer so bleiben.“

    Er wiederholte, dass jeder willkommen ist in Koblenz, der sich benimmt und integrieren will – und dass das passiert, dazu tragen vor allem seit der Flüchtlingswelle 2015 viele ehrenamtliche Helfer bei, wie jetzt auch in Ikoko. Das Ziel: „Aus Fremden sollen möglichst schnell Einheimische werden“, so der OB.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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