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    Mülheim-KärlichMülheim-Kärlicher Kolpingplatz im Wandel: Bürger sollen weiter mitreden können

    Der Kolpingplatz in Mülheim-Kärlich wird sich verändern, er soll erweitert werden. Doch wie genau soll er einmal aussehen? Dazu gibt es noch vieles zu besprechen - ausdrücklich gemeinsam mit den Bürgern.

    Auch im nächsten Jahr wird es hier Eis geben: Die Erweiterung des Mülheim-Kärlicher Kolpingplatzes (quasi im Rücken des Fotografen) soll so rechtzeitig beendet sein, dass der Betrieb der Eisdiele nicht beeinträchtigt wird. Der auf dem Foto abgebildete Bereich soll unverändert bleiben.
    Auch im nächsten Jahr wird es hier Eis geben: Die Erweiterung des Mülheim-Kärlicher Kolpingplatzes (quasi im Rücken des Fotografen) soll so rechtzeitig beendet sein, dass der Betrieb der Eisdiele nicht beeinträchtigt wird. Der auf dem Foto abgebildete Bereich soll unverändert bleiben.
    Foto: Winfried Scholz

    Spätestens Anfang Mai 2018 soll der neu gestaltete Kolpingplatz fertig sein. Darin war sich der Mülheim-Kärlicher Stadtrat auf seiner jüngsten, von zahlreichen Besuchern verfolgten Sitzung einig. Dabei betonten Bürgermeister Uli Klöckner und die Sprecher der Fraktionen unisono: Auch die jetzt anstehende Detailplanung soll weiter mit den Bürgern diskutiert werden. Und zu besprechen gibt es einiges.

    Vorgesehen ist, den jetzigen Kolpingplatz in seinem Zustand zu belassen und in östlicher Richtung zu erweitern. Die im Besitz der Stadt befindlichen Häuser Koblenzer Straße 2, 4a und 6 sollen, wie vom Stadtrat bereits beschlossen, abgerissen werden. Dort sollen öffentliche Parkplätze entstehen. In einer Konzeptstudie hatte das Reutlinger Büro Künster in Höhe des Hauses Koblenzer Straße 2 eine Busbucht vorgeschlagen, um die Bushaltestelle vor dem Rathaus dorthin zu verlegen. Darüber ist der Rat sich noch nicht einig.

    Die Studie war sechs Wochen lang öffentlich ausgelegt worden. Dabei sind vier Vorschläge aus der Bevölkerung eingegangen:

    • Die Betreiberin der Eisdiele bittet, den Abriss und die Bauarbeiten zeitlich so zu gestalten, dass das Saisongeschäft nicht beeinträchtigt wird.
    • Unmittelbare Anlieger befürchten höhere Belästigungen durch Lärm und Abfall wegen der Haltestelle und des Parkplatzes.
    • Der Vorstand der Mülheimer Möhnen schlägt vor, dass die Stadt im Haus Nummer 2 ein Vereinshaus für ihre Vereinstätigkeiten einrichtet.
    • Auf dem Platz soll es eine Boulebahn geben.

    Bürgermeister Uli Klöckner (CDU) machte zu Beginn der überaus sachlich geführten Debatte deutlich, dass es das Hauptziel ist, im Innenstadtbereich dringend benötigten Parkraum zu schaffen. Dies ist auch im rechtsverbindlichen Bebauungsplan so geregelt. In jedem Fall soll an dem Mehrheitsbeschluss festgehalten werden, das Haus Nummer 2 abzureißen und nicht wirtschaftlich zu nutzen. Das schließt allerdings ein Vereinshaus aus. Die Bäckerei-Kette Hoefer wollte bereits früher das Haus erwerben, um hier ein Café und Wohnungen einzurichten. Die CDU hatte diese Lösung als richtig erachtet, woran ihr stellvertretender Sprecher Wolfgang Mannheim erinnerte. Mannheim betonte, die Verlegung der Bushaltestelle soll geprüft werden.

    Ralf Schmorleiz (FWG) sagte, die Haltestelle sei am Kolpingplatz besser aufgehoben. Die SPD kann sich dagegen, wie ihr Sprecher Achim Bermel betonte, mit der Verlegung nicht anfreunden. Mehrfach wurde geäußert, dass ein Vereinshaus sei wegen der Kosten von 500.000 Euro für die Stadt nicht machbar ist.

    Bürgermeister Klöckner informierte derweil: Es gibt mittlerweile ein Verkaufsangebot an die Stadt für das Haus Koblenzer Straße 2a. Auch nach einem möglichen Kauf soll das noch bewohnte Haus nicht abgerissen werden. Planer Clemens Künster hatte an dieser Stelle eine Freilichtbühne ins Spiel gebracht. Künster betonte indes, dass seine Planung flexibel ist. Und wenn sich die gesellschaftlichen Verhältnisse einmal ändern, könne auf dem Kolpingplatz irgendwann auch wieder eine Wohnbebauung entstehen. Er wies auf die Vorteile von „Wohnen im Zentrum“ hin, auch wenn es dort in der Regel lauter ist als am Stadtrand.

    Einig war man sich im Rat, dass die Eisdiele nicht beeinträchtigt werden sollte. Auch deswegen gab Bürgermeister einen sportlichen Terminablauf vor: Die Detailplanung soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Um die Bürger zu beteiligen, sollen sie hierzu Rederecht im Stadtrat erhalten. Nach Ausschreibung könnte die Vergabe der Bau- und Abriss-Gewerke im Dezember erfolgen. Die Arbeiten sollten möglichst parallel durchgeführt werden und wetterabhängig so früh wie möglich im Jahr 2018 beginnen. Konkret beschlossen wurde: die Abrissvergaben sollen durch die Verbandsgemeinde, die der Bauarbeiten durch das Planungsbüro erfolgen.

    Von unserem Mitarbeiter Winfried Scholz

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